24. August 2010
Ins Heim abgeschoben.
Kategorie: Vergangen
Als ich Anfang der Neunziger in der Pflege anfing, wurde Familien oft unterstellte, sie hätten ihre demenzkranken und/oder pflegebedürftigen Angehörigen "ins Heim abgeschoben". Damit war
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[ 08 Uhr 06 ] - [ 3 Kommentare ]
23. August 2010
Preisfrage: Wann wurde die erste Digitalkamera entwickelt?
Kategorie: Vernetzt
Das Ding ist älter als Ihr glaubt: Das war schon 1975 (Mit Foddos!). Ist also fast so alt wie ich. Als Speicher wurden handelsübliche Musikcassetten (Wer nicht mehr weiß, was das ist: Wikipedia. Ich habe solche Dinger noch, nur mit Mucke drauf.) verwendet, der Speichervorgang dauerte über 20 Sekunden. Der Bastler, Steven Sasson, war damals gerade 25 Jahre alt.
Wenn man damals in ein Mobiltelephon so etwas hätte hineinbauen wollen, hätte das wohl gepaßt. Immerhin haben auch die Dinger damals einen Kofferraum gefüllt. Aber Sinn hätte das nicht gemacht.
Wie dem auch sei: Zum Glück sind die Dinger jetzt ein wenig handlicher und besser zu bedienen.
[ 12 Uhr 12 ] - [ 1 Kommentar ]
Grandioser Plan: auch KassenpatientInnen sollen Arzthonorare vorstrecken. Das will die antisoziale F.D.P.
Kategorie: Vergangen
Die Partei der Besserverdienenden drischt wiedermal auf dem Pöbel der Normal- und Geringverdiener in Gestalt der gesetzlich Versicherten ein: Auch wir sollen jetzt die Arzthonorare und so vorstrecken. Damit wir begreifen, was für Kosten wir dreist, unnötig und böswillig verursachen. Welch Unverschämtheit, sich um seine Gesundwerdung zu kümmern! Meine Liebste und ich rennen ja auch nur aus Spaß an der Freude regelmäßig zum Psychiater. Ich hätte zur Zeit keine Ahnung, woher wir das Geld zum Vorstrecken überhaupt nehmen sollten. Und dabei haben reichlich Haushalte noch weniger zur Verfügung als wir beide.
Liebe Liberale, wollt Ihr uns ausbluten? Vergeßt nicht, daß Euer Reichtum auf unserer Arbeit fußt. Wir erbringen die Leistung, welche Ihr (weg)tragt. Ihr [ZENSIERT]!
[ 01 Uhr 13 ] - [ 1 Kommentar ]
22. August 2010
Nachtaktiv.
Kategorie: Vergangen
Trotz Remission habe ich noch ein paar Macken von der Depression übrigbehalten. Leichte Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen.
Letztere sind allerdings längst nicht so schlimm wie früher. Anstrengend wird dieses Problem nur nach Nachtschichten. Diese sind auch für einen gesunden Organismus problematisch und belastend. Bringen den Biorhythmus durcheinander. Und mich bringen sie völlig aus dem Takt. Dabei mache ich Nachtwachen durchaus nicht ungern, aber das danach... Montag hatte ich um 6:15 Uhr Feiermorgen. So weit, so gut. Ich schlief gleich bis zum Dienstagmorgen mit Unterbrechungen von etwa zwei Stunden. Seitdem stehe ich immer mit meiner diszipliniert immer um Sieben aus dem Bett hüpfenden Liebsten auf. Dennoch bin ich immer noch sehr nachtaktiv. Rein ins Bett, schlafen versuchen, wird nix, wieder raus, oder: kurz schlafen, aufwachen, nicht weiterschlafen können.
Irgendwann normalisiert sich das dann mal. Meistens bis zu den nächsten Nachtwachen.
[ 19 Uhr 24 ] - [ 2 Kommentare ]
Schaltet endlich das Internet ab! Ist besser so!
Kategorie: Verkohlt
Wenn Vadda Staat endlich das Internet abstellen würde, dann wäre alles besser und einfacher. Zum Beispiel müßte sich niemand damit auseinandersetzen, ob Seiten von Kinderfickern gelöscht werden sollen oder ob Uschi von der Leyens Stoppschild nicht viel besser ist. Deutschland bräuchte sich nicht zu Wikileaks positionieren. Und so weiter.
Das Internet ist eine Brutstätte von Terroristen und Verbrechern und Betrügern, deren schändliches Treiben durchs Netz erheblich erleichtert oder gar erst ermöglicht wird.
Dann gäbe es auch diese elenden Zensurdebatten nicht mehr. Dann könnten sich auch subversive Elemente nicht mehr so gut zusammenrotten und sich so schändliche Dinge aushecken, wie man Beispielsweise aus Deutschland doch noch eine Demokratie machen könnte. Nicht nur Bombenbastelanleitungen wären unzugänglich, auch Wissen und Bildung, die samt und sonders gefährlich sind. Denn Information ist die Mutter des Zweifels.
Amen.
[ 07 Uhr 08 ] - [ 3 Kommentare ]
21. August 2010
Zwei Wochen weniger Urlaub, und die Wirtschaft ist gerettet!
Kategorie: Vergangen
Behauptet und fordert jedenfalls Ursula Frerichs, ihres Zeichens Präsidentin des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft. (Quellen: Sauna, SPON). (Bekannt wurde Frau Frerichs übrigens durch ihren Kampf gegen stinkende ArbeitnehmerInnen, was ihre hohe Kompetenz belegt.)
Das rettet die Kapitalisten (sorry für die Wortwahl) bestimmt. Aber nur, wenn man gleichzeitig sämtliche Arbeitnehmerrechte mit abschafft. Denn schon heute müssen (nicht nur im Krankenhaus) ohnehin immer weniger Leute immer mehr leisten, und das natürlich perfekt, schnell, effizient. Subjektiv nehme ich einen immer mehr steigenden Krankenstand wahr. Und nicht, daß da simuliert würde, die Leute sind wirklich krank. Das wird mit Sicherheit nicht besser, wenn man uns Arbeitnehmern den Urlaub kürzt. Dann müßten zeitgleich die Lohnfortzahlung und der Kündigungsschutz im Krankheitsfall abgeschafft werden. Denn dann werden wir endgültig verheizt.
Ich empfehle der Dame mal, um wieder auf den Teppich zu kommen, richtig zu arbeiten. Körperlich. Zum Beispiel in der Krankenpflege: Nur jedes zweite Wochenende frei, Früh-, Spät- und Nachtdienst, Feiertage arbeiten (ja, auch Ostern und Weihnachten und so). Oder in der Montanindustrie. Oder wasweißich.
Oder am besten gleich im Steinbruch.
[ 19 Uhr 01 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Apps für jeden Zweck. Fast jeden. Doch die ultimative App fehlt noch.
Kategorie: Vernetzt
Für Smartphones und son Zeugs gibt es ja für fast jeden Zweck eine App. Man kann seine ganze Hütte fernsteuern, Rolläden hoch, Heizung aus, Garagentor zu und so. Man kann eine Drohne durch die Gegend fliegen lassen. Sogar fürs Telefonieren gibt es welche. Für das iPad gibt es sogar eine App, mit der man Kaffee und Espresso kochen kann. Tolle Sache.
Doch meine Liebste und ich vermissen die ultimative App, deren Entwicklung doch so naheliegt, wenn man schon sein Haus steuern kann: Die Haushalts-App, die einem die Hausarbeit abnimmt.
[ 11 Uhr 08 ] - [ 2 Kommentare ]
Jetzt war ich so viel pöhse, jetzt muß ich auch mal etwas nettes schreiben...
Kategorie: Vernetzt
Nach all den Gemeinheiten, die ich in den letzten Tagen abgesondert habe, könnte ich ja auch mal nett sein.
Ich danke allen meinen LeserInnen, meinem Stammpublikum für bis zu acht Jahren Treue, meinen KommentatorInnen und so weiter.
Das mußte einfach mal geschrieben werden.
[ 10 Uhr 46 ] - [ 2 Kommentare ]
20. August 2010
Nicht das Bild des Fisches stinkt, sondern der Fisch selbst.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Christian Wulff sieht sich im neuen Amt mit seinen schlimmsten Befürchtungen konfrontiert: Das Image von Politikern in Deutschland sei miserabel, klagt der Bundespräsident nun in einem Interview. "Häme, Spott und Misstrauen" würden ihnen entgegengebracht - "das kann so nicht bleiben". (SPON 20.8.10)
Das kann nicht so bleiben? Das wird so bleiben. Denn nicht das Image ist miserabel, sondern die ganze Kaste von Berufsbonzen. Nicht das Bild des Fisches stinkt, sondern der Fisch selbst. Und dieser stinkt vom Kopf her. Wie auch immer dieser an seinen Platz kam.
[ 17 Uhr 10 ] - [ Noch kein Kommentar ]
19. August 2010
Was wäre mein Twitter-Account ohne Spamfollower?
Kategorie: Vernetzt
Ja, wenn ich meine Spam-Follower bei Twitter nicht hätte, dann würde wirklich etwas fehlen- ohne diese Idioten und Arschlöcher, die sich an jeden dranhängen, um auch verfolgt zu werden oder sonstwie aufzufallen, hätte ich viel weniger Follower und sähe nur halb so wichtig aus. Real profitiere ich natürlich nicht davon, aber es poliert mein Ego enorm auf. Ich bin so toll! Mir folgen Affiliate-Fritzen, Geschlechtsverkehrsseiten, Vielgeldverdienenhelfer, Suchmaschinenoptimierer, idiotische Bots und wattweißich.
Sieht toll aus. Fehlt nur noch Angela Merkel in meiner Sammlung. Oder Uwe Leichsenring und Michael Kühnen. Ach nee, die sind ja tot. Aber das macht nichts.
[ 09 Uhr 58 ] - [ 2 Kommentare ]
18. August 2010
Was ist mein Blog wert? Oder: Reich werden leicht gemacht.
Kategorie: Vernetzt
Immer wieder sehe ich Buttons an Blogs, die anzeigen, wie viel es angeblich Wert ist. Wohlan, gehen wir mal ein paar "Berechnungsdienste" durch:
valuatemysite.com: 2,067,630 USD - Sagenhaft! Ich bin Dollarmillionär! Seltsam nur, daß mein erster Versuch damit vor einigen Minuten nur etwa $1.600.000 ergab. In wenigen Minuten eine Wertsteigerung um 25%!
directory.sootle.com kommt immerhin noch auf $270.276 - Stellt sich mir immer noch die Frage, wer so viel für dieses Popel-Blog latzen würde...
bizinformation.org ist nicht realistischer: € 108.490,62
websitevalued.com möchte mehr Informationen. Bekommen sie aber nicht, solange kein wirklich verläßliches Ergebnis erwarte. Und das tue ich auch nicht.
website2value.com ist mit $6,462 zwar viel bescheidener, behautet aber tägliche Einkünfte von immerhin 29 Dollar. Das hätte ich aber schon längst bemerkt. Und daß täglich 16.000 Besucher kommen halte ich für wahnsinnig. Ein Zehntel davon habe ich.
mywebsitewoth.com ist mit popeligen $3,095 dagegen beinahe glaubwürdig. BEINAHE. Aber immerhin: Wenigstens dort erzielt mein Blog zweimal das gleiche Ergebnis.
Mich würden mal die Algorhitmen interessieren. Falls es da überhaupt welche gibt.
Q.E.D.: Bullshit das alles. Diese Buttons sind in der Tat lächerlich.
[ 19 Uhr 38 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Beleidigt mich gefälligst!
Kategorie: Vernetzt
Das Piratenweib wird mit tollen Schimpfwörtern beglückt. Wohl überwiegend von FeministInnenhassern und Sexisten. Irgendwie habe ich gelegentlich nur einfache Idioten zu Gast, die meine Texte mangels Grütze nicht zu verstehen vermögen und außerdem nicht im Stande sind, mich wirklich zu beleidigen.
Nun denn, dies ist Euer Post: hier dürft Ihr. Vielleicht.
[ 17 Uhr 02 ] - [ 19 Kommentare ]
Ich will auch so eine Drohne haben!
Kategorie: Vernetzt
Der Quadcopter läuft zwar momentan nur mit Ei-Fön und Ei-Pott, aber bald soll auch eine App für Android herauskommen. Angeblich ist das 299-Euro-Kamera-Fluggerät für Spiele konstruiert worden. Mal ehrlich, wer will das denn für Spiele haben, hat es doch nach vorne und am Bauch eine Kamera, die sich vielseitig nutzen ließe. Scheiß auf StreetView, mit dem Ding kannste Deinen Nachbarn durchs Schlafzimmerfenster live beim Ficken zugucken.
Das reizt mich allerdings weniger. Lieber würde ich Unfug damit treiben. Zum Beispiel könnte ich damit vorsichtig von hinten Passanten anfliegen und ihnen den Hut herunterschubsen. Oder mit etwas bastlerischem Geschick und ein wenig Programmiererei könnte ich einen Greifer dran befestigen und damit grillierenden Mitmenschen die Würstchen vom Grill klauen.
Oder ich lasse in der Nachtwache das Ding durch die Zimmer fliegen und überwache so die PatientInnen beim poofen, ohne meinen Hintern aus dem Dienstzimmer bewegen zu müssen. Das Teil saust dann ferngesteuert über die Station, und ich kann getrost die Station verlassen und eine rauchen gehen. Mit etwas Geschick könnte ich auch mit dem Greifer den Patienten zu trinken geben.
Und zu Hause schicke ich ihn dann vom Sofa aus Kaffee holen. Spiele, so ein Kinderkram!
[ 11 Uhr 03 ] - [ 4 Kommentare ]
17. August 2010
Google Street View? Juckt mich nicht.
Kategorie: Vernetzt
Mir doch schnurz, ob mich mal jemand zufällig auf Google Street View sehen tut, echt jetzt. Was soll das Getue? Die meisten derer, die am lautesten dagegen wettern, lassen genau wie ich im Netz öffentlich die Hosen runter. Ich jedenfalls beschwere mich nicht darüber, außer, daß ich in Google Street View keinen Nutzen erkennen kann. Im Netz ist so viel über mich verfügbar, da brauchts kein Foddo von dem Haus mehr, wo ich resp. wir hausen.
Big Google is watching me sowieso.
Und die Kreditkartenfirma.
Und die Kunden- und Paybackkarten.
Und dies und das.
Wenn ich mit meinen Daten um mich werfe, dann macht das auch keinen Belag mehr aufs Butterbrot. Was habe ich noch zu befürchten? Wenn die Google-Karre kommt, dann laß ich einfach die Hosen runter. Mache ich ja eh schon.
[ 20 Uhr 54 ] - [ 7 Kommentare ]
A. und der Schmerz des Erwachsenwerdens.
Kategorie: Vergangen
A. hatte einen seltsamen Namen und saß in der Klasse neben mir. Wir "gingen" nicht miteinander, wir waren nicht verliebt oder sonst etwas, aber wir hingen, wie man das heute so nennt, viel miteinander ab. In unserem Dunstkreis waren noch ein paar Mädels und sehr wenige Jungs, die meisten anderen waren eher Rabauken. Es war die Zeit, da wir Playmobil, Lego und Puppen in der Schublade und die unschuldigen Spiele der Kindheit sein ließen und statt dessen miteinander Tee tranken und diskutierten furchtbar erwachsen über alles mögliche und unmögliche, vor allem Politik, wie wir sie verstanden (nämlich gar nicht) und Tierschutz.
Wir gründeten eine Art Frauenbefreiungsbewegung mit dem Slogan Wlunu GfJuM, was da hieß: Wir lassen uns nicht unterdrücken - Gleichberechtigung für Jungen und Mädchen und auf unserer Handfläche stand. Wie die Unterdrückung aussah und wie die Gleichberechtigung aussehen sollte, das wußten wir selbst nicht so genau. Aber wir kämpften dafür!
Wir brachten eine Art Klassenzeitung heraus, deren Chefredakteur ich gemäß dem Peter-Prinzip war.
Wir zelteten auf einem Grundstück hinter unserer Schule - heute ist zwischen dieser und Allendorf alles bebaut, und die Stelle finde ich nicht mehr. Dort versuchten wir auch, aus einem wassergefüllten Erdloch etwas zu machen, was wir für ein Feuchtbiotop hielten. Immerhin gediehen wenigstens Mückenlarven darin.
Wie gerne würde ich A. mit dem ungewöhnlichen Vornamen noch einmal treffen, mit ihr über alte Zeiten plaudern und mich mit ihr über das, was wir erwachsen fanden totlachen, weil das damals doch naiv und unschuldig und unbeschwert war im Vergleich zu dem, was später kam, als wir wirklich erwachsen zu werden begannen.
Doch das geht nicht. Vor einigen Jahren erfuhr ich leider, daß sie eine Psychose ausgebrütet und sich das Leben genommen hatte.
[ 16 Uhr 20 ] - [ Noch kein Kommentar ]


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