14. April 2011
Gott, das Betriebssystem und die Ausbreitung der Religionen.
Kategorie: Vernetzt
Otto wußte: Hosenkauf ist Vertrauenssache.
Und ich weiß: Betriebssysteme sind Religionen. Und ein jeder Gläubige sitzt vor seiner technisch hochgezüchteten Rechenmaschine, die ohne OS zu nichts zu gebrauchen wäre, und betet dieses darum an. Jedem seins ist natürlich das einzig richtige. Der Glaube geht im wesentlichen in drei Richtungen:
Windows. Windows ist das mit Abstand verbreitetste System. Wie einst, als das Christentum Staatsreligion und mit dem Schwert missioniert wurde hat es seitdem in bestimmten Regionen wie die Katholische Kirche geradezu eine Monopolstellung, nachdem Bill Gates früh erkannte, daß man den Menschen den Glauben am effektivsten aufzwingt und ihm keine Auswahl läßt. Natürlich ist das ganze ziemlich zusammengeschlampt und -gestoppelt, weshalb oft Skandale, Systemabstürze und sonstige Mattscheiben auftreten. Dafür ist die Windowsgemeinde an sich nicht fanatisch oder dogmatisch, außer Einzelfällen, die wohl durch die vielen geöffneten Fenster das Hirn verkühlt haben. Ansonsten hat man Windows, weils halt schon drauf und außerdem immer da war.
Linux-Systeme: Hier treten schon eher Tiefgläubige auf. Mit anderen Religionen Betriebssystemen kontaminierte Rechenelekronik wird erstmal auf Linie gebracht. Das bedeutet im Regelfall, daß der neuerworbene PC mit vorinstalliertem Windows erstmal mit einer vernünftigen Linux-Distribution von diesem befreit wird. Die Fundamentalisten hingegen ruhen nicht eher, als bis alle Geräte, von PC über Spielkonsolen bis hin zum Haarfön mit Linux laufen.
Der Missionseifer ist moderat, aber durchaus vorhandern, und der Anhänger der Kirche von Tux freut sich wie ein Schneekönig über jeden Konvertiten.
Apple stellt eine kleine, aber ebenso wie Scientology relativ elitäre Gemeinde. Der Preis, der gezahlt wird für den Glauben, das beste (oder zumindest das bestaussehende) System zu haben ist sehr hoch. Auch nutzt der durchschnittliche Apple-Jünger so gut wie ausschließlich Einrichtungen seiner Religion, MacBook, iPhone, iPad und so weiter. Meist sind sie auch erlesen gekleidet und benehmen sich recht gut. Sie können zwar auch nicht erklären (wie die anderen auch nicht) warum ihr System besser ist, sind aber fest davon überzeugt und versuchen oft, andere davon zu überzeugen (was nicht bedeutet, daß sie davon überzeugt werden müssen, die Produkte zu nutzen).
Amen.
[ 17 Uhr 08 ] - [ 7 Kommentare ]
Ein Jahr. Geschichte wird gemacht.
Kategorie: Verschiedenes
Unser erster Hochzeitstag. Wer hätte das damals gedacht? Gab sogar Menschen, die vor unserem ersten Treffen dachten, ich würde sie abmurksen. Stattdessen habe ich sie geheiratet.
Sie war damals für zwei Wochen auf Urlaub gekommen. Am dritten Tag sprach sie: Weißt Du was? Ich bleib jetzt hier.
Ansonsten für die Neulinge hier: unsere Geschichte.
Glück
Vollzeitbeschäftigt.
The Ballad of Ulf and Kroki I.
The Ballad of Ulf and Kroki II.
Countdown.
Bürokratie. Ich liebe das. WIR lieben das.
[ 09 Uhr 46 ] - [ 4 Kommentare ]
13. April 2011
Von SPONnern und Spinnern.
Kategorie: Vernetzt
Ich habe den Eindruck, durch die Verlinkung von Blogbeiträgen im Spiegel-Online-Forum steigt die Infektionsrate mit Trollen signifikant an. Meist beschränkt sich das auf den verlinkten Beitrag, die Trolle, die von SPON rüberkommen, sind offensichtlich zu doof, andere Beiträge zu finden und auch noch vollzumüllen. Allerdings ist das Niveau in diesem Forum auch mehr als erbärmlich. Noch schlechter als meine Blogbeiträge! Und das will was heißen. Einst (vor den Zeiten dens allgemein zugänglichen Internets) warb der SPIEGEL mit dem Slogan: SPIEGEL-Leser wissen mehr! Heute scheint es, da man nicht mehr viel können muß, um beim Spiegel im Forum einen quasi-Leserbrief unterzubringen, daß Idioten in heuschreckigen Heerscharen über das Forum herfallen. Man muß ja auch nicht zwingend lesen, um zu schreiben.
Der Troll hingegen, der vermutlich vom Piratenweib herübergewandert ist, war da etwas weniger einfältig und infizierte gleich mehrere Artikel. Unter verschiedenen Namen. Ich hätte es nicht nachgucken müssen, um zu wissen, daß die geistigen Eiterbeulen alle aus dem selben BSE-Organ kamen- ich erkenne so etwas am Schreibstil. Aber da mir solche Leute lästig sind, da sie mich nicht kreativ beleidigen, sondern einfach nur doof sind, guckte ich nach, zwacks Sperrung. Aha! Schlau genug ist er ja gewesen, mich über einen Anonymisierungsdienst anzusurfen. Das ist der Beweis, daß dieser Typ ein Gewohnheitstroll ist. Sonst hätte er das ja nicht nötig und auch nicht die Erfahrung. Er macht das öfter.
Naja. Wieder eine Sperre mehr.
Wer nichts konstruktives hinbekommt, der versucht eben, durch Destruktivität aufzufallen.
Allerdings: schnell gelöscht, schnell blockiert.
[ 18 Uhr 38 ] - [ 9 Kommentare ]
Alles für lau.
Kategorie: Verrueckt
Das ehemalige Nachrichtenmagazin schreibt heute, Depressionen kosteten zweiundzwanzig Milliarden Schleifen im Jahr. Mag sein, kann sein, glaube ich gerne. Ich würde meine zwar für lau abgeben, aber irgendwie will keiner die haben. Aber das macht den Kohl auch nicht noch fetter, als er ohnehin schon ist.
Lustig sind zu derartigen Themen immer die dazugehörigen Diskussionen im Forum. Ein Haufen selbsternannter Experten drischt aufeinander ein. Jeder kennt den einzig echten und wahren Grund für diese Krankheit, die nach Meinung etlicher anderer „Experten“ überhaupt keine ist (und mit Neurotransmittern auch nichts zu tun hat). Was fehlt, sind Quellen für das nicht vorhandene Wissen. Eigene Erfahrungen? Zumindest nicht zu erkennen.
-Mobbing ist schuld. (Ich wurde noch nie gemobbt)
-Das Verheizen von ArbeitnehmerInnen durch zu ehrgeizige Chefs. (Ich hatte meine Depression schon lange bevor ich Chefs hatte)
-Die Ursachen liegen in der Kindheit. (Meine war super! Also macht Eurem Nachwuchs das Leben zur Hölle, daß es keine Depri bekommt)
Das perfekte Gegenmittel:
- Kein TV, sondern Lesen, schreiben, basteln, malen, Natur genießen, Luft atmen
- Kein Junk-Food, sondern Slow-Food, d.h. industrielles Essen ablehnen, der Zubereitung der Nahrung mehr Aufmerksamkeit schenken, d.h. aus Rohprodukten kochen, auch wenn es Zeit kostet,
- Einen S****** geben auf tolle Autos, tolle U-Elektronik, tolle Konsumgüter, die niemand braucht...sondern nur schön aussehen und nach kürzester Zeit ihren Reiz verloren haben...
Neurotransmitter kommen da nie vor. Da kommen nur Fachleute drauf, und die debattieren niemals bei SPON weit unter ihrem Niveau. Und daß die Entwicklung der depressiven Psyche viel komplizierter ist, können sich die meisten „Experten“ ohnehin nicht vorstellen.
Weia. Ich fürchte, da ist Aufklärung zwecklos.
[ 16 Uhr 33 ] - [ 6 Kommentare ]
Langweilig.
Kategorie: Vernetzt
Gibt Kommentatoren, die einen nur zum Stänkern aufsuchen. Nichts neues, aber lästig.
Feiglinge in der Anonymität des Netzes.
Ihr erschreckt auch kleine Kinder, weil Ihr Euch nicht an Erwachsene herantraut.
[ 14 Uhr 17 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Was wäre, wenn ich meinen Traumberuf erlernt hätte?
Kategorie: Vergangen
Aus den gesundheitsdienstlichen Blogs schwappt diese Aktion herüber. Der Tagesablauf in meinem Traumberuf, wenn ich ihn denn erlernt hätte. Nur- was soll ich da schreiben? Ich denke, ich habe schon viel dazu geschrieben: Ich übe meinen Traumberuf bereits aus. Wie lange meine Drecks-Depression mir das noch gestattet ist eine andere Frage, aber bislang...
[ 13 Uhr 58 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Die Damen und Herren Doktoren unter Beschiß.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Nun, Guttenberg war ein wundervoller Skandal. Und schon schwappt die Welle durch die Riege der sogenannten SpitzenpolitikerInnen, und einer nach dem anderen wird als Betrüger entlarvt. Aktuell unter Beschiß, äh, Beschuß: Silvana Koch-Mehrin. Ach ja, und dem Stoiber sein wohlmißratenes Töchterlein. Und wohl noch einige mehr.
Da in diesen hohen Kreisen auch zwielichtige Ehrenwörter, jüdische Vermächtnisse, Steuerhinterziehung und noch viel mehr üblich sind sowie grundsätzlich jede Aussage, vor allem im Wahlkampf, gelogen ist, liegt die Annahme nache, daß die Politiker selbst gefälscht sind. Ich aber gebe mich nicht mit Fälschungen zufrieden. Lieber nichts als Beschiß.
[ 10 Uhr 20 ] - [ Noch kein Kommentar ]
12. April 2011
Hat der Mensch die Pflicht, sich behandeln zu lassen?
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
2009 urteilte das Bundesverfassungsgericht, daß ein psychisch kranker Straftäter nicht grundsätzlich zwangsmediziert werden darf, wenn er nicht weiter auffällig ist. Der konkrete Patient hatte unter Alkoholeinfluß versucht, seine Familie umzubringen. In der Klinik benahm er sich
[ Den Rest lesen ]
[ 16 Uhr 28 ] - [ 3 Kommentare ]
Die Weiche aufs Abstellgleis.
Kategorie: Verrueckt
Ich bin ja neckischerweise immer wieder krank. Ich habe schließlich eine rezidivierende, d.h. wiederkehrende Scheißdepression. Das wäre nun eine gute Möglichkeit, mich auch von außen auszubremsen, die Weiche zu stellen bis ich vor dem Prellbock stehe, aus dem Verkehr gezogen bin und nicht mehr weiterkomme.
Doch wer stellt die Weiche für mich? Die Gesellschaft beziehungsweise eine ihrer Erscheinungsformen? Oder ich selbst? Hat schon mal jemand von Euch versucht, eine Weiche mit der Hand zu stellen? Leicht geht anders, und ich bin kein Herkules. Und ich sollte schon wissen, wie ich die Weiche stellen muß, damit es für alle Beteiligten das beste ist. Abstellgleis oder geradeaus weiter?
Das leben geht zwar nicht immer geradeaus. Aber eine Abzweigung führt nicht zwangsläufig aufs Abstellgleis.
[ 11 Uhr 29 ] - [ 7 Kommentare ]
Hoch auf dem Rettungswagen.
Kategorie: Verschiedenes
Meine Liebste ist sehr interessiert am Rettungsdienst und seiner Organisation. Leider kann ich ihr immer nur medizinische Fragen beantworten, denn einen Rettungswagen von innen gesehen habe ich bisher nur als Patient, und da hatte ich nun wirklich andere Sorgen.
Desto schöner war es, daß wir, als wir vergangenen Sonnensonntag am Aasee herumspazierten, Ruderregatta war und von daher auch das Rote Kreuz und die DLRG einen Sanitätsbereich aufgebaut hatten. Mit Rettungswagen. Die dazugehörige Mannschaft war sichtlich unbeschäftigt und schien sich zu langweilen. Drum ging meine Liebste kurzerhand hin und ließ sich die Karre und die Organisation samt Leitstelle detailliert erklären.
„Ihr“ Sanitäter freute sich sichtlich über ihr Interesse und die Abwechslung.
[ 10 Uhr 05 ] - [ Noch kein Kommentar ]
11. April 2011
Ich fordere: Friedensnobelpreis für Osama bin Laden!
Kategorie: Verkohlt
Klingt absurd? Sicher? Aber Barack bin Obama hat ihn doch auch bekommen. Allerdings natürlich noch, ehe er ihn sich verdienen konnte. Aber unter der Osamabaracke herrschen nun parasitische Zustände, binlandenesk. Denn bestraft werden nicht Verbrecher, sondern die, die das Verbrechen aufdecken wollen. Zum Beispiel Bradley Manning. Und zwar nicht, wie es sich in einem Rechtsstaat gehören würde, mit Haft, sondern auch mit Folter, vom Präsi geduldet. Die Achse des Blöden nähert sich also der Achse des Bösen an, also denen, die unbotmäßig sind und aufmüpfig. Wer aufmüpft, wird bestraft. Staaten werden nicht einfach nur besetzt, sondern zerstört, besetzt und dabei bleibt es dann.
Also ist Obama bin Laden genauso gut wie sein Bruder im Geiste im Lande der unbegrenzten unmöglichkeiten. Also soll auch er den Nobelpreis bekommen.
[ 15 Uhr 32 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Nazi-Spacken. Ein Genichtganzdicht.
Kategorie: Verkohlt
Ich könnte diesen Nazi-Spacken
beständig in die Fresse kacken.
Und von Doitscher Leitkultur
hamse Ahnung? Keine Spur!
Hinter glattpolierten Glatzen
verbergen sich die Ober-Bratzen.
Denken ist ein fremdes Wort,
drum müssen die Ausländer fort,
der nackte Neid treibt Faschos an,
denn sie haben keinen Plan.
Sie leben mit dem Stammhirn nur.
Denken könnse? Keine Spur!
Nazis raus! So lautet die Parole,
denn von ihnen gibts nur hohle.
[ 11 Uhr 29 ] - [ 2 Kommentare ]
BUUUUUHHHH! statt BRAVO.
Kategorie: Verkohlt

Bei meiner Neigung zu Gehässigkeit und Verriß sollte ich mein eigenes KinderTeenie-Magazin aufmachen. So eine Art Anti-BRAVO. Weil, die gibbet ja schon, und das Gegenteil ist bestimmt voll die Marktlücke. Nenne ich dann „BUUUUUHHHH!“
Abgesehen von Platten- und Konzertverrissen von Teeniestars und DSDS-KunstProdukten kommt eine Rubrik „Professor Winter“, nicht mit Tipps zum Thema Sex, sondern Sieben, un grundsätzlich gibt es nur Photographien von Kindern in Nadelstreifenanzügen, Dirndl und Faltenrock. Immer nackerte Kinder anzugucken ist ja grauenvoll, wenn man nicht gerade pädosexuell orientiert ist.
Die schlechtesten Schminktipps. Wie sage ich meinen Eltern, daß ich sie hasse? Abschreiben für AnfängerInnen. Photo-Comic „Tötet Justin Bieber“. Wie bekomme ich diese Scheißklingeltöne aus dem Scheiß-Mobiltelephon? Praktikumsberichte und berufliche Perspektiven in der Abdeckerei, beim Bestatter oder bei der Müllabfuhr.
Ich werde reich!
[ 09 Uhr 28 ] - [ 6 Kommentare ]
10. April 2011
Keine Analdusche: WTF soll das?
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Neben unserer Wohnungstür steht dieses Ding da.
Nein, es ist keine Analdusche für seltsame Vorlieben.

Ich weiß, daß Ihr das wart. Aber:
Nicht mit uns.
[ 20 Uhr 55 ] - [ 4 Kommentare ]
Der Tag des gehüteten Hundes.
Kategorie: Vergangen
Olli brät wieder Würste, also hüten wir wieder Bruno. Natürlich in seiner Wohnung, wenn wir nicht draußen sind, obwohl man uns anderes unterstellt.
Zweckmäßigerweise ließen wir ihn an den Aaseewiesen laufen, denn er ist ein Seehund. Warum er keine Stöckchen holen will, sondern gleich ganze Bäume, ist uns ein Rätsel, aber er bekam dieses Ding tatsächlich ein hohes, steiles Ufer rauf.

Allerdings ist Bruno bekanntlich sehr dumm (aber lieb) und kapiert einfach nicht, daß das Spiel nur weitergeht, wenn er das Ding auch abgibt. Allerdings konnte ich wegen der Länge doch meist recht gut greifen. Auch wenns extrem schleimig war. Sonst mußte ich ihn mit einem kleineren Stöcken ablenken. Schwer wars, und daher schwer zu werfen.
Was mich allerdings immer wieder wundert: Er liebt den Aasee. Aber die Badewanne haßt er.
[ 16 Uhr 42 ] - [ 2 Kommentare ]


Wunschzettel Tee