30. Januar 2011
Westfälische Nachrichten betrachten Dschungelcamp als Kulturgut!
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Die Westfälischen Nachrichten, unser lokales Käseblatt, definieren den Begriff „Kultur“ neu. Was nun aus Goethe, Bach und Rembrandt wird, weiß ich nicht, passen sie doch nicht neben diese (zugegebenermaßen auch von mir geguckten, aber nicht als Kultur betrachteten) Hirnlos-Show. Doch diese Überreste des Privatfernsehens gehören offenbar nach der Auffassung dieser ehemaligen Zeitung in dieses Ressort.
Oder ist das schon Neusprech?
[ 16 Uhr 51 ] - [ 1 Kommentar ]
29. Januar 2011
Das Reichsfrühstückskreuz mit Lorbeer und Eichenschwertern.
Kategorie: Vergangen
Nein, ich habe mich nicht über ihn lustig gemacht, sondern versucht, ihn dort abzuholen, wo er stand. Körperlich war er noch sehr fidel, er zog sich auch jeden Tag an mit Schlips und Kragen. Deshalb sah er leider auch ziemlich normal aus und fiel nicht weiter auf. Er hätte so auch einen Flug nach Malle buchen können, ohne das etwas aufgefallen wäre. Die Fassade jedoch bröckelte bei etwas weniger unaufmerksamen Hinsehen schnell, und dahinter trat eine ziemliche Demenz hervor. Wegen seiner Unauffälligkeit mußten wir ihn regelmäßig im Hause suchen, denn er ging umher und fand natürlich nicht zurück, machte sich aber nichts daraus und setzte sich dann einfach auf die nächstbeste Sitzgelegenheit.
Nun denn, Frühstück... Eigentlich ist er körperlich in der Lage, sich dieses zurechtzumachen, aber zuerst war der Klappspaten wichtiger, den er und sein Kumpel im Nebenbett beim Reichsarbeitsdienst versust hatten. Sein „Kumpel“, der gut sein Sohn hätte sein können, trug dieses alles mit viel Humor. Naja, ich schaffte es irgendwie den Focus auf das Frühstück zu lenken. Zwei Brötchen, Butter, Wurst, Konfitüre, Kaffee. Eine Herausforderung in diesem Fall für den zum Glück stets gut gelaunten Herrn. Nach fünf mühsamen Anläufen begann er sich doch zu erinnern, wie man sich ein Brötchen schmiert, er konnte dabei sogar beiläufig vom Reichsarbeitsdienst und anderen Unerfreulichkeiten erzählen. Die Art, wie er das tat, ließ darauf schließen, daß der Reichsarbeitsdienst derzeit Gegenwart für ihn war.
Nachdem ich die Tabletten in ihn hineindiskutiert hatte, stellte ich fest, daß er nun zurechtkam.
Beim Einsammeln präsentierte er mir stolz sein sauber und ordenlich abgeräumtes Tablett und schrie geradezu nach Lob. Da zeichnete ich ihn eben aus mit dem Reichsfrühstückskreuz mit Lorbeer und Eichenschwertern. Und wie er da happy war!
Aber nun müsse ich doch nach Hamburg!
„Hamburg? Häh?“
„Naja, Sie haben doch auf der Queen Mary angeheuert?“
„Nein, das war nicht ich, ich glaube, da verwechseln Sie mich. Ich werde nur seekrank. Ich bleibe erstmal bei Ihnen.“
„Ah so“. Und freute sich des Lebens.
Was hier irre komisch klingt, ist eigentlich ungeheuer traurig, sehr schwierig zu händeln, und für die Angehörigen ist es schon mal gar nicht leicht.
[ 19 Uhr 28 ] - [ 2 Kommentare ]
28. Januar 2011
Kleine Erfolge.
Kategorie: Vergangen
Nach meinen Nachtdiensten, in denen ich mir an einer ziemlich palliativen Patientin die Zähne ausgebissen hatte, machten meine Kolleginnen mit ihr weiter. Und, steter Tropfen höhlt den Stein- sie hatten mit ihr mehr Erfolg. Sie klingelte eines Abends, und ich ging hin, da die zuständige Kollegin gerade Übergabe machte.
Ob sie ein wenig Morphin haben könnte für eine ruhigere Nacht?
Aber sicher, gerne.
Sie hatte keine Atemnot mehr. Sie sprach lebendiger, dabei ruhiger und entspannter. Sie nahm Hilfe an. Sie fühlte sich zwar immer noch schlecht, aber etwas weniger schlecht immerhin.
Na, geht doch.
[ 11 Uhr 04 ] - [ 2 Kommentare ]
27. Januar 2011
241543903
Kategorie: Verschiedenes

241543903 - Frag nicht nach dem Sinn!
via
[ 22 Uhr 21 ] - [ 4 Kommentare ]
Das Geldsackjahr.
Kategorie: Vernetzt
Astrodictum simplex erklärt sehr einleuchtend, warum die Kettenmail Blödsinn ist, die behauptet, dieses Jahr wäre etwas besonderes, weil wir in einem Monat fünf Sams-, Sonn- und Montage haben tuten täten, was nur alle achthundertschlagmichtot Jahre so sei, und die alten Chinesen wußten schon, wenn man dann diese E-Mail an acht Leute weiterleiten tuten täte, gabs mehr Geld im Sack. Wo auch immer die Alten Chinesen die E-Mail her kannten. Nun gut, in meinem Sack sind nur Eier, und nur die gehören dorthin.
Auf dem Konto finde ich allerdings tatsächlich mehr Geld, auch wenn es nur wenig ist, aber das liegt nicht an der von mir weder erhaltenen noch weitergeleiteten Junkscheiße, sondern an den fast erfolgreichen Tarifverhandlungen, weshalb ich mittlerweile nicht mehr ganz, sondern nur noch halb verhungern muß
.
Ich möchte Euch hier nur herzlich dafür danken, daß Ihr mich mit Kettenmails und Hoaxes und so weitestgehend verschont. Und für die, die es noch nicht wissen: Alles, wo zum Weiterleiten aufgefordert wird, ist unseriöser Müll. Seriöse Anliegen werden auf diesem Wege nicht verbreitet.
[ 11 Uhr 24 ] - [ 2 Kommentare ]
26. Januar 2011
Im Keller rattert dumpf die Bartwickelmaschine.
Kategorie: Verschiedenes
Trotz Bart:
Graf Bobby hat sich einen neuen Butler zugelegt. Als er am Morgen wie gewohnt den Speiseraum betritt, um zu frühstücken, stutzt er: Eine Kanne mit heißem, dampfendem
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[ 19 Uhr 10 ] - [ 1 Kommentar ]
Gorch Fock - Flaggschiff der Bundeswehr mit Schlagseite.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Die Gorch Fock -Schulschiff der Bundesmarine - hat Schlagseite. Die Bordwand einer „sauberen Bundeswehr“ und dem „Bürger in Uniform“ hat leck
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[ 17 Uhr 11 ] - [ 5 Kommentare ]
25. Januar 2011
Scheiß-Urwaldscheiße, doofe!
Kategorie: Kultur
Mann. Indira ins Rennen zu schicken war aber eine doofe Idee. Die hat sich ja gar nicht bei ihrer härtesten Dschungelprüfung aller Zeiten geziert! Grabbelt die doch glatt furchtlos in Ratten, Schlangen, Skorpionen und Spinnen herum, als wäre es nichts. Wie ich schon erwähnte, bei Spinnen müßte ich aussteigen.
Sarah bietet da viel mehr Show. Überhaupt bietet sie die beste Unterhaltung von allen. Bei Prüfungen und am Lagerfeuer, wo ihr endlich der geballte Haß aller anderer Urwaldbongos entgegenschlug und hast auf Merkbefreitheit und Ignoranz traf. Jetzt geht es richtig los. Sie sollte bis zuletzt im Camp bleiben. Und dann aber dennoch verlieren! Und dann noch filmen, wie das gesamte Ursprungsteam um die Teilzeitvegetarierin Sarah Knappik konfrontiert wird mit dem Wortbestandteil „Teilzeit“.
Panem et circenses. Wenigstens habe ich nicht nötig, Gladiator zu sein.
[ 12 Uhr 00 ] - [ 4 Kommentare ]
24. Januar 2011
Ungeliebter Besuch.
Kategorie: Verrueckt
Manchen Besuch empfange ich gerne. Gute Freunde oder Familie zum Beispiel.
Anderer Besuch hingegen wird von mir weniger geliebt.
Wenn auch meine Depression gegenwärtig als remittiert gelten kann, wenn ich also auch weitgehend symptomarm bin, schleicht sie sich manchmal noch zu mir, die Schwarze Lady. Ihre kalte Hand greift nach mir und zieht mich in einen Strudel unerfreulicher Gedanken.
Zeit: Abends. Ort: eine Party. Alle Anwesenden kennen sich recht gut.
Du sitzt hier auf dem Sofa. Die anderen stehen alle, keiner setzt sich zu Dir, dabei wurde doch eben ausdrücklich darum gebeten, Platz zu nehmen.. Wie früher. Wie immer. Gut, eben hat jemand sich kurz zu Dir gesetzt. Kurz! Und war ziemlich schnell wieder fort, als Du versucht hast, ein Gespräch zu führen. Du langweilst anscheinend, oder nervst. Zumal Du schon wieder so komisch drauf bist. Das war sicher einfach nur aus Höflichkeit.
Und nun bist Du wieder allein. Wie immer. Alle plaudern miteinander.
Nur an Dir hat niemand Interesse. Wie früher.
Du bist eine echte Spaßbremse. Brich am besten gleich auf und laß Dich zu Hause etwas aufbauen. Immerhin bist Du zu Hause nicht Nebensache, nicht unwichtig. Was sie an Dir findet? keine Ah.......... Abrupte Unterbrechung
„Komm gefälligst mal endlich hier rüber, Du sitzt da so alleine rum! Wir wollen uns schließlich auch mal mit Dir unterhalten!“
[ 16 Uhr 03 ] - [ 5 Kommentare ]
23. Januar 2011
Bau Dir Deinen Eierschneider selber!
Kategorie: Kultur
Isabel machte mich dankenswerterweise auf dieses Angebot aufmerksam. Ein Gitarrenbauer in der Schweiz bietet Kurse an, in welchen man sich seine eigene Konzertgitarre bauen kann. Diesen Kurs sollten mal die ganzen Schlauberger buchen, die glauben, achtzig Euro seien genug und man bekäme dafür ein Spitzeninstrument.
[ 13 Uhr 00 ] - [ 2 Kommentare ]
Heizungsnichtableser.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Der Heizungsableser hatte sich für gestern zwischen 8:30 und 11:00 angekündigt. Natürlich klingelte er bei uns zuerst. Ich bat ihn freundlich, mich noch ein Stündchen schlafen zu lassen, denn ich hätte gerade Nachtdienste hinter mir. Begeistert war er zwar nicht, sagte aber freundlich OK. Und kam nicht wieder. Mal gucken, was unsere geliebte Hausvergewaltigung daraus wieder machen wird.
[ 11 Uhr 26 ] - [ 5 Kommentare ]
21. Januar 2011
Zwei Millionen Euro.
Kategorie: Vergangen
Angeben wollte er offensichtlich nicht damit, aber die Unterlagen lagen da rum, und ich fragte ihn nach der abgebildeten Doppel-Villa. Diese Villa lag an einem
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[ 16 Uhr 42 ] - [ Noch kein Kommentar ]
19. Januar 2011
Das Dschungelbuch.
Kategorie: Kultur
Heute versuche ich mal, weniger gehässig zu sein. Auf die Dauer ist das doch etwas unerfreulich.
Hier bekommen wir mit DVB-T eigentlich kein Deppenfernsehen, aber meine Liebste hat doch einen Weg gefunden, via Internet bei Bedarf Folgen von „Ich bin ein
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[ 22 Uhr 30 ] - [ 5 Kommentare ]
18. Januar 2011
Fragen und Antworten, durchaus zwischendrin ernsthaft.
Kategorie: Vernetzt
Was würdest du machen wenn in einer Woche die Welt untergehen würde, und sie auch nicht zu retten wäre?
Ich würde weitermachen wie bisher. Die Patienten können nichts dafür, und meine Liebste auch nicht. Und ich würde gaaaanz viel kuscheln mit ihr.
Was bedeutet 'Liebe' für Euch?
Liebe- Hingabe, Vertrauen, Füreinanderdasein, Sichaufeinanderverlassenkönnen, Sich gegenseitig stützen, in guten wie in schlechten Tagen...
Wie war euer Silvester 2010/2011?
Wir haben geschlafen, denn ich hatte Neujahr Frühdienst und mußte um 5 Uhr aufstehen. Aber ich habs ohnehin nicht so mit dem Tag des Kalenderkaufs, ich feiere lieber den 16. Oktober.
Würdest Du für eine gute Filmrolle, Deinen Beruf sausen lassen ? (Ich denke nicht)
Das wäre nicht nötig. Würde Urlaub nehmen, zur Not unbezahlt.
Ist 1972 Dein Jahrgang ? Ich bin Jahrgang 74.
Gut erkannt. Meine Frau ist übrigens Jahrgang 1973.
Kennst Du ein gutes Pilzgericht?
Ja.
Was verstehst du unter Toleranz?
Toleranz ist, anderes Denken und Andersartigkeit zu akzeptieren.
hast du (es) schon mal mit marihuana probiert?
Ja, habe ich. Und es hat mir nicht gefallen. Ich mag Rausch nicht.
Wie weit ist Münster vom Nordpol entfernt?
Ziemlich.
[ 09 Uhr 00 ] - [ Noch kein Kommentar ]
17. Januar 2011
Maden sind in aller Munde.
Kategorie: Kultur
Wieder einmal sind zwei Wochen lang Maden in aller Munde. In Deutschland im übertragenen und irgendwo im astralischen Busch im Wortsinne. Wir haben nur DVB-T und empfangen somit kein Fernsehprogramm für Proleten. Aber auf Twitter und in der Blogosphäre kann ich diesen
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[ 13 Uhr 13 ] - [ 3 Kommentare ]


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