Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

15. Februar 2011

Dünnhäutig.

Kategorie: Verrueckt

Zur Zeit bin ich ziemlich dünnhäutig. Insgesamt bin ich ja schon seit drei Monaten nicht so toll zurecht mit meiner Depression. Aber die letzten Tage bin ich regelrecht empfindlich, was Stimmungen und Streß betrifft. Ich war der Auffassung, ungeheuer schlecht zu arbeiten und nur Mist zu verzapfen. Meine Chefin sah meine Arbeit weniger schlecht als ich- das ist schon verdächtig auf Schwarze Lady. Während dann eine Kollegin, die anmerkte, daß etwas weniger gut gelaufen war, damit einen Volltreffer landete, weil sie meine Sicht bestätigte.

Morgen habe ich frei. Ein Glück. Ich werde meinen Irrenarzt anrufen und einen Termin vereinbaren. Ich muß ja nicht wieder so lange warten, bis gar nichts mehr geht.

Ich könnte mir eine Kur vorstellen oder so.

Kur?!? Ich glaube, ich werde alt.

[ 16 Uhr 23 ] - [ 4 Kommentare ]

13. Februar 2011

Kann ich wieder gucken?

Kategorie: Kultur

Mein erklärter Fernseh-Haßling (oder was ist das Gegenteil von Liebling?) hat anscheinend gestern endlich versprochen, wenigstens diese heruntergekommene Gottschalk-Selbstinszenierungs-Show „Wetten Daß“ nicht mehr zu moderieren, nachdem sich in der Show davor jemand das Genick gebrochen hatte.

Hoffentlich ist dieser unsägliche verhinderte Priester (!) dann endlich weniger omnipräsent, seine Auftritte mit Kindern (!!) und Gummibärchen (!!!) haben mir den Konsum letzterer völlig verleidet.

Ob ich wieder wagen soll, einen Blick ins Programm zu werfen?

[ 11 Uhr 05 ] - [ 3 Kommentare ]

12. Februar 2011

Und was macht sie damit?

Kategorie: Vernetzt

Jetzt subventioniere ich meiner Liebsten ein neues Notebook, ein tolles Ding mit Riesendisplay. Und wat macht die damit? Läßt WINDOWS Wixa darauf laufen!


Krokofantileins neues Notebook.

[ 20 Uhr 31 ] - [ 6 Kommentare ]

10. Februar 2011

Liberty and justice for all. Wie auch immer das funktionieren soll, wenn der Klempner nicht weiß, wie herum er die Rohrzange halten muß.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

20.30 Uhr: Die Welt ist nach den Worten von US-Präsident Barack Obama Zeuge, wie in Ägypten Geschichte geschrieben wird. Zum Auftakt einer Rede im Bundesstaat Michigan sagte Obama am Donnerstag: "Amerika wird weiterhin alles tun, um einen geordneten und echten Übergang zur Demokratie in Ägypten zu unterstützen." (Käseblatt online vom 10.Februar 2011)

Klar, die Amis machen das schon. Die haben ja reichlich Erfahrung und Kompetenz, siehe Befreiung und Demokratisierung des Irak, siehe Befreiung und Demokratisierung von Afghanistan, siehe die äußerst demokratisch abgelaufene Wiederwahl von George Doublefuckyou Bush im Jahre 2004.

[ 21 Uhr 56 ] - [ 2 Kommentare ]

08. Februar 2011

Der Feuerkuchen ist noch nicht gebacken, der Salamander noch nicht reif!

Kategorie: Literarisch

Der Feuerkuchen ist noch nicht gebacken, der Salamander noch nicht reif!
Die Flammen züngeln um Dein Schwert aus Silber.
Doch Labsal zieret sich, gewaltig nehmen lassen ist ein ander Ding.

Dich und mich verzehrt die Flamme, die den Salamander nährt.
Der Feuerkuchen ist noch nicht gebacken, und die Labsal zieret sich,
Der Salamander noch nicht reif.

(Ulf Hundeiker, 8. Februar 2011)

[ 21 Uhr 47 ] - [ 3 Kommentare ]

07. Februar 2011

Drafi Deutscher ist auferstanden! Oder: Wohin mit der Leiche?

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Aber nur in meinen Träumen und auch dort nur kurz.
Meinen Träumen messe ich eigentlich nur wenig Bedeutung bei und denke nicht weiter darüber nach. Aber vergangene Nacht...

...saßen meine Liebste und ich, irgendwarum auch immer hintereinander, im Flugzeug auf einem Langstreckenflug. Sie hinter mir, und links neben ihr am Fenster saß ausgerechnet Drafi Deutscher. Keine Ahnung, wieso ausgerechnet Drafi, aber das war noch das geringste Problem, denn irgendwann stellten wir fest, daß er still und leise gestorben war. Und rätselten kurz, was denn nun das Bordpersonal tun werde mit der Leiche. Die Frage beschäftigt mich immer noch, denn auf langen Flügen kann so etwas ja schon mal passieren, und wenns über den Atlantik oder Pazifik oder so geht kann man ja meist nicht gut zwischenlanden, um den irgendwie in den Frachtraum zu packen. Und da sitzenlassen kann man ihn auch schlecht. Mich persönlich würde das zwar nicht besonders stören, Leichen tun nichts, außer in Filmen. Aber andere sehen das in der Regel anders, und noch diverse andere Dinge sprechen dagegen.

Wohin mit der Leiche?

[ 10 Uhr 35 ] - [ 1 Kommentar ]

06. Februar 2011

Politiker müssen schweres Trauma haben - diesmal: Kristina Schröder, CDU.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Was haben wir Pflegenden diesen PolitikerInnen eigentlich angetan? Nachdem neulich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihren Ansichten gleichsam forderte, das Niveau in der Kranken- und Altenpflege deutlich zu senken und ungelernte Hartz-IV-Empfänger sozusagen in die Pflege zu entsorgen, kommt jetzt die (buchstäbliche) Familien-, Gesundheit- und Senioren und Wattweißichministerin auf derart dämliche Ideen. Wahrscheinlich saugt sie der Braten in der Röhre aus, anders kann ich mir das hier nicht erklären.


„Gerade solche aus bildungsfernen Schichten, die wegen schlechter Zeugnisse den Einstieg nicht geschafft hätten“, könnten in Pflegeberufen unterkommen, sagte Schröder. Wer sich als Pflegehelfer bewähre, solle künftig „unabhängig von den Schulnoten die Chance erhalten, sich zum Altenpfleger weiterbilden zu lassen“.


Da sieht man mal wieder, was dieses Gesocks von uns hält. Ich fasse das jedenfalls als Beleidigung meinereiner und meines Berufsstandes auf.
Bäh.

### Update ###
Fax an die Ministerin, auch wenns nichts bringen wird:

Sehr geehrte Frau Ministerin Schöder,

Ich weiß nicht, was wir Pflegenden Ihnen angetan haben, dass Sie unseren Berufsstand derart gering schätzen. Ihren Äußerungen zufolge meinen Sie, zum Pflegeberuf reiche ein absolut unterirdischer Intelligenzquotient. Das finde ich extrem unfair, da wir Pflegenden seit Jahrzehnten danach streben, die Qualität unserer Arbeit zu maximieren.

Mit Ihren Bestrebungen torpedieren Sie genau das. Wir professionellen Pflegekräfte werden künftig wohl vollauf ausgelastet sein damit, auf die von Ihnen in die Pflege geschaufelten Kräfte aufzupassen, um zumindest das schlimmste zu verhindern.

Sie jedoch wird das nicht betreffen, denn Sie werden sich jederzeit einen Stab an Vollprofis leisten können.

Mit verärgerten Grüßen
Ulf Hundeiker, Krankenpfleger, Praxisanleiter

[ 15 Uhr 30 ] - [ 6 Kommentare ]

Was mache ich, wenn ich ein Monster pflegen muß?

Kategorie: Vergangen

Auch Monster brauchen mal Pflege. Ich hatte etliche mit Blutgruppentätowierung, deren genauere Geschichte ich nicht kannte. Ich habe auch meist nicht gefragt. Da waren aktive Nazi-Skinheads bei und ein höheres Tier aus dem Reichssicherheitshauptamt, der Terrorzentrale der Nazis. Und Pr****er, der sogar mal suspendiert worden war, weil er M*******r vergew***igt hatte. Letztere Individuen bzw. deren Sorte (kommen in der Tat schon mal vor) und auch Mubarak, der demnächst angeblich Gesundheitsurlaub in Heidelberg machen soll, sind nicht gerade diejenigen, um die sich die Pflegenden reißen. Aber auch wenn es manchmal schwer zu glauben ist, auch dies sind Menschen, und ich habe einen Auftrag auszuführen, und der heißt nicht verurteilen und richten.

Dienst nach Vorschrift. Liebevoll kann ich da nicht mehr sein.
Dienst nach Vorschrift. Mehr würde nicht nur mir sehr schwer fallen.

[ 11 Uhr 54 ] - [ 1 Kommentar ]

Der Sonntagskuchen.

Kategorie: Vernetzt

Eigentlich bin ich nicht so der Kuchenesser, aber diese Törtchen und Küchlein sehen so recht nach meinem Geschmack aus. ich hoffe, die sind so lecker wie sie aussehen! Kuchen besuchen

[ 09 Uhr 52 ] - [ Noch kein Kommentar ]

05. Februar 2011

Ich weiß nicht, ob ich wirklich gut bin.

Kategorie: Vergangen

Bin ich ein guter Krankenpfleger? Schwer zu sagen, denn: Schließlich gibt es mehr als nur einen Maßstab.
Fachlich betrachtet habe ich einiges an Wissen und kann dieses auch vermitteln.

Aber: Ich habe oft Probleme, mich zu konzentrieren. Danke, Schwarze Lady, Du blöde Kuh! Weshalb ich gelegentlich, also ziemlich oft, Dinge vergesse, vor allem organisatorisches und bürokratisches.

Aber ich bin glaube ich ein netter Mensch. Doe PatientInnen lieben es, wenn jemand auch mal die Situation mit einem SCherz entkrampf.

Jeder arbeitet so, wie er es am besten kann. Denke ich. Ich kann nicht viel. Aber das mache ich dann richtig.

[ 11 Uhr 30 ] - [ 5 Kommentare ]

04. Februar 2011

Der Winter in der Seele.

Kategorie: Verrueckt

Zur Zeit lebe ich nicht so einfach herum wie sonst. Der Winter hat sich auch in meine Seele geschlichen und friert die Gelenke meiner Gedanken steif. Immer wieder vor Dienstschluß, quäle ich mich mit den Gedanken: Was habe ich diesmal alles vergessen, was habe ich schlecht ausgeführt? Wird die andere Schicht, die meinen Bereich übernimmt, sehr sauer sein?

Sollte tatsächlich mal etwas angemerkt werden, sehe ich mich bestätigt. Sagen die anderen nichts aber auch: Die wollen mich ja nur schonen, damit ich nicht noch depressiver werde. Oder aber sie haben es mit mir schon ganz aufgegeben und sehen einfach zu, daß sie meinen Mist nacharbeiten.

Liebe Schwarze Lady, das kannst Du ganz toll, mich niedermachen. Ich fühle mich zum Schichtwechsel manchmal wie ein Versager.

Und die Wahrheit? Ich bin schon sehr vergeßlich und etwas chaotisch. Aber grundsätzliche Anmerkungen in MitarbeiterInnengesprächen fallen eher moderat aus.
Komme ich nach Hause zu meiner Liebsten, dann verpißt sich die Schwarze Lady, und ich komme wieder selbst zum Vorschein.

Es ist noch lange nicht vorbei. Aber ich muß nicht wieder „rein“, ich bin recht stabil und komme mit dem Leben einigermaßen klar.

Dumm nur, daß diese blöde Dame in Schwarz immer wieder mein Getriebe versandet.

[ 16 Uhr 22 ] - [ 5 Kommentare ]

03. Februar 2011

Paracetamol - die Leber-Laus.

Kategorie: Vergangen

Nichts ist nur harmlos.
Ich kannte ihn schon vom letzten Mal bei uns. Er war Alkoholiker, hatte seine Limonade mit Schnaps verlängert, aber ich hatte es dennoch bemerkt. Den üblichen Vortrag über Leberzirrhose, elendes Verrecken und Möglichkeiten, sich helfen zu lassen, gehalten. Mehr kann ich da
Den Rest lesen ]

[ 17 Uhr 17 ] - [ 5 Kommentare ]

02. Februar 2011

Ernüchternd.

Kategorie: Vergangen

Unsere Onkologen machen ihre Fortbildungsveranstaltungen immer hochinteressant. Sogar ich mit meinen Konzentrationsschwierigkeiten bleibe eineinhalb Stunden bei der Sache.

Heute war das Bronchialkarzinom („Lungenkrebs“) dran. Eine extrem ernüchternde Veranstaltung. Der Doc verzichtete auf gruselige Bilder und lieferte gruselige Fakten und gruselige Zahlen.

Bin ich froh habe ich aufgehört mit Rauchen!

[ 18 Uhr 41 ] - [ 1 Kommentar ]

31. Januar 2011

Und täglich salbt das Murmeltier.

Kategorie: Verkohlt

Was mache ich mit einer Haarbürste? Ich bürste die Haare damit.
Was mache ich mit einer Klobürste? Ich bürste das Klo damit.
Was mache ich mit einer Zahnbürste? Ich bürste meine Zähne damit.

Und was mache ich mit einer Klosterbürste? .....Ääääääh?

Diese Klosterbürste, die vielleicht dazu dient, Klosterfrau Melissenscheißgeist zu verbürsten, wird mit salbungsvollen Worten auf murmeltiersalbe.org angepriesen, ebenso wie die Domainnamensgebende Murmeltiersalbe, die wegen der vom Murmeltier gefressenen (und verdauten) Kräutern irgendwelche nicht wissenschaftlichen Wirkungen haben soll.

Wie sich das mit den Murmeltieren verhält, weiß ich nicht. Aber sie könnten in der Homöopathie gut Anwendung finden: Ähnliches mit ähnlichem zu heilen (Simile-Regel) legt jedenfalls nach der Logik der Homöopathen nahe, daß eine Tinktur dieses schrill pfeifenden Nagetiers verdünnt, pardon, potenziert, meinetwegen als Murmeltier D20, gut gegen Tinnitus hilft.

Das soll jetzt nicht bedeuten, daß Ihr dieses Zeug unbedingt kaufen müßt. Ich glaube ohnehin, daß Hundsschmalz, innerlich angewendet, zumindest bei Schwindsucht, pardon, Tuberkulose besser hilft. Wobei das Schmalz am wirkungsvollsten ist, wenn der Hund schwarz war und bei Neumond um Mitternacht an einem Kreuzweg langsam verendet ist.

[ 21 Uhr 04 ] - [ 6 Kommentare ]

Mein kleines Glück.

Kategorie: Verrueckt

Schon morgens wenn ich mich aus den Kissen schäle, freue ich mich auf den Abend. Nicht, weil dann der Tag endlich vorbei ist. Nein. Aber der Abend, das Zubettgehen, darauf freue ich mich den ganzen Tag. Wenn ich mich ankuscheln kann an meine Liebste, die zusammengerollt im Bette liegt mit dem Rücken zu mir, an welchen ich mich dann schmiege, den Arm geschlungen um ihr Bäuchlein, ab und an die Wangen aneinanderreibend, dann spüren wir des anderen Nähe und Wärme. Dicht aneinandergekuschelt wissen wir: Wir sind nicht allein.

[ 08 Uhr 00 ] - [ 3 Kommentare ]

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