16. Oktober 2010
Wie funktioniert körperliche Abhängigkeit beim Alkohol?
Kategorie: Vergangen
Als diese Frage kam, mußte ich erstmal recherchieren. Ich war erstaunt, wie einfach das ist:
Alkohol beeinflusst den Stoffwechsel im Gehirn erheblich. Er stimuliert dabei die GABA-Rezeptoren in Gehirn und Nervensystem und hemmt die NMDA-Rezeptoren, wodurch Alkohol entspannend und angstlösend wirken kann. Da die GABA-Rezeptoren allerdings bei ständiger Stimulation eine Toleranz entwickeln, werden bei längerfristigem Alkoholmissbrauch immer größere Mengen benötigt, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Diese Effekte beruhen auch auf der erhöhten Produktion von Dopamin und Endorphinen. Aber auch die starken Entzugssymptome begünstigen eine einmal vorhandene Abhängigkeit.
Wird der Alkohol plötzlich nicht mehr zugeführt, fehlt die „Regulierung“ der verschiedenen Rezeptoren. Dies erklärt die verschiedenen Symptome des körperlichen Entzugs. Durch die nicht mehr vorhandene Unterdrückung der Nervenzellen entstehen durch deren Übererregung Angstgefühle, Zittern, Halluzinationen bis hin zu Krampfanfällen. Deshalb trinkt der Alkoholkranke frühzeitig wieder Alkohol, um die quälenden Symptome zu beseitigen.
(geschrieben für Wikipedia)
[ 09 Uhr 22 ] - [ 1 Kommentar ]
15. Oktober 2010
Shitstorm. Scheißsturm. Mistwetter.
Kategorie: Vernetzt
Das Internet hat Macht. Macht macht Gewalt. Und gewaltige Ausdrücke erobern den Sprachgebrauch. Unter Netzlingen verbreitet sich seit einiger Zeit das Wort und Ereignis „Shitstorm“. Ich erlebe ja manchmal auf der Arbeit unerfreuliche Formen der Ausscheidung, auf die dieser Begriff auch gut passen würde. Aber bezeichnen tut er letztendlich eine virtuelle Schlammschlacht.
Pro7 durfte dies erfahren, das Piratenweib auch.
Shitstorm. Die moderne Schlammschlacht.
Aber im Schlamm habe ich zuletzt als Kind gespielt.
[ 15 Uhr 56 ] - [ 2 Kommentare ]
14. Oktober 2010
Die Sache mit dem Fortschritt.
Kategorie: Verkohlt
Spannend immer wieder ist der Fortschritt. Vor 564 Jahren wurden hier in Münster Andersgläubige (die sich allerdings auch etwas seltsam aufgeführt hatten) mühsam mit glühenden Zangen totgezwickt. Und dann in Eisenkäfigen am Kirchturm hochgezogen. Dort hängen sie noch heute. Die Körbe, meine ich, von den darin enthalten gewesenen Anführern der Wiedertäufer ist mittlerweile nichts mehr übrig. Die nachweislich originalen Zangen könnt Ihr Euch auch angucken.
Viel zu anstrengend, die Methode.
Oder dieses ganze Zeugs mit Rädern, auch ziemlich mühsam. Der arme Henker, der mit dem Wagenrad erst umständlich Knochen und Gelenke knacken mußte, um dann den möglichst noch lebenden Delinquenten (lebend, das mußte er dabei auch noch hinbekommen!) zwischen die Speichen zu flechten, als wäre er ein Weber oder Korbmacher! Und das ganze öffentlich- echt, wer tut sich freiwillig das Geschrei der zu henkenden an?
Die Guillotine war da schon effizienter. Zack- ab ist die Rübe. Nur spritzt da das Blut, das muß ja auch wer wieder wegmachen. Dafür eine Putzfrau anzustellen ist teuer. Und finde dann erstmal eine, wo Blut so schlecht rausgeht.
Das mit den Gaskammern lassen wir besser mal weg. Das ist irgendwie historisch vorbelastet und auch etwas zu umständlich in der Bedienung.
Immerhin- heute werden die Leute nicht mehr ganz zu mühselig abgemurkst wie damals so mit den glühenden Zangen. Obwohl ist dieses Herumgesteinige von die Islamisten auch nicht gerade unumständlich ist. Erst halb eingraben und dann ewig lange Steine draufschmeißen, die auch noch eine genau bemessene Größe haben müssen- ANSTRENGEND!
Einfacher isses dann doch, die Leute einfach leben zu lassen.
[ 22 Uhr 50 ] - [ 2 Kommentare ]
Der Tod ist allgegenwärtig. Selbst auf dem Schont.
Kategorie: Verkohlt

Es kann Dich überall erwischen. Ich habe schon Verstorbene aus der Toilette geborgen. Auf dem Klo wird häufiger gestorben, als Ihr denkt. Gerne auch natürlich, z.B. durch einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie von zu dollem Pressen. Das soll man eh nich, wegen die Hämorrhoiden. Aber sterben ist da natürlich noch schlimmer als wennste Dir die Hämorrhoiden rauspreßt.
Eigentlich ist der Ort nicht schlecht gewählt für den Exitus, denn wegen der allgemeinen Muskelerschlaffung gibt auch der Schließmuskel nach, und dann geht das Zeug alle im Bett drin. Außer, Du sitzt auf dem Klo. Nur runterplumpsen sollte man dann nicht.
Ich glaube, ich binde mich jedes Mal, wenn ich muß, da fest. Falls ich da sterben tu.
[ 18 Uhr 18 ] - [ 4 Kommentare ]
Alkohol. Das Dauerthema der letzten sieben Tage.
Kategorie: Vergangen
Ich habe zwar keinen Tropfen getrunken, seit über drei Jahren nicht. Aber die vergangene Woche habe ich mich ausgiebigst damit beschäftigt.
Genauer geschreibt: Mit dem Wikipediaartikel über die Alkoholkrankheit. DIeser war mir zu unstrukturiert und zu wenig aktuell. Und vieles war nicht durch Quellenangaben belegt. Das war eine Scheißarbeit. Aber jetzt dürfte er zumindest weniger schlecht sein als vorher und ich sehr viel schlauer. Studien zum Thema suchen, Literaturrecherche.... Ein ziemlicher Brocken. Zumal die Einteilungen nach Jellinek von 1951 überholt sind, aber immer noch fleißig propagiert werden, so daß es extrem schwierig ist, anderes zu finden.
Könnt ja mal drüber gucken.
[ 14 Uhr 18 ] - [ 3 Kommentare ]
13. Oktober 2010
Auf den Zahn gefühlt.
Kategorie: Verschiedenes
Dieses Miststück war schuld. Da hatte mein Zahnklempner schon vor einem halben Jahr daran rumgefuckelt und mir feierlich die schäbigen Überreste dessen gezeigt, was wohl mal ein Nerv gewesen war. Doch irgendwie hat sich an und um die Wurzeln dieser Ruine ein Abszeß gebildet, und das war sehr Aua. Nun hat der Doktor den Zahn aufgestemmt. Ohne Betäubung, ohne Schmerzen, aber mit viel lecker schmeckendem Eiter.
Vorläufig zugestopft mit Watte und irgend so Antibiotikazeugs fühlt es sich gut an. Aber morgen geht es weiter. Ob der Zahn bleibt oder als Terrorist des Mundes verwiesen wird, entscheidet sich noch.
[ 13 Uhr 23 ] - [ 3 Kommentare ]
12. Oktober 2010
Zahnschmerzen! Aua! Scheiße! Ich hasse das!
Kategorie: Verschiedenes

Seit gestern plagt mich der Viersechser. Unten links der vorletzte solche. Ich dachte, nach dem mein Zahnklempner in einer mühevollen Bohrerorgie diesen Mistzahn bearbeitet hatte, hätte ich Ruhe. Nichts da. Und es wird schlimmer. Jetzt bin ich an dem Punkt, freiwillig (!) loszuzuckeln. Aber heute geht das nicht mehr- ich will nicht so sein wie die, die ewig lange schon Beschwerden haben und dann am Wochenende kurz vor Feierabend kommen und dann muß alles sofort gehen.
Bis morgen werde ich mich mit Ibuprofen über Wasser halten. Nur zuviel ist nicht, dann steigt der Lithiumspiegel. Egal, lieber Zittern als Zahnweh.
AUA!!!
[ 16 Uhr 44 ] - [ 4 Kommentare ]
09. Oktober 2010
Leben und leben lassen - die neue Intoleranz.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Der Kampf um Toleranz ist nicht vorbei. Im Gegenteil. Wer anders lebt als andere verspürt derzeit vermehrt heftigen Gegenwind. Sei es, daß jemand jemandem vorschreiben will, wie seine Tassen in seinem Schrank zu stehen haben (!). Aber das geht ja noch.
Schwul oder lesbisch zu sein ist angesichts der Ressentiments trotz eines hierzulande schon recht erfolgreich geführten Kampfes immer noch nicht einfach.
Allerdings, im Land der Weltverbesserer, das überall auf der Welt Andersdenkende niedermetzelt, um seine Moralvorstellungen durchzuprügeln, gibt es Strömungen, die mit Toleranz nichts mehr zu tun haben. Speziell Schwule werden verhöhnt und terrorisiert. Schon Kinder und Jugendliche nehmen sich reihenweise das Leben, um dem zu entgehen.
With liberty and justice for all....
[ 09 Uhr 31 ] - [ 1 Kommentar ]
08. Oktober 2010
Manchmal werde ich zum WerUlf.
Kategorie: Literarisch
WerUlf zu sein ist manchmal nicht ganz leicht. Zwar bedeutet "Ulf" bzw. "Ylf" auf Altnordisch auch "Wolf", doch der Werwolf ist ein jüngeres Wesen und hält sich an Spielregeln. Immer bei Vollmond, und nur dann.
Ich, der WerUlf verwandele mich meistens bei Halbmond. Das ist immerhin schon zweimal im Monat, doch manchmal bricht ER auch bei Neumond aus. Oder bei Vollmond. Oder irgendwo dazwischen. Das Tier in mir bricht aus, und ich bekomme Appetit auf Menschenfleisch. Weil alle Menschen heutzutage so fett sind, bin ich mittlerweile auch ziemlich moppelig. Das Tier.... Das Tier in mir!
Ich laufe durch den Wald, den Park oder durch die Innenstadt und zerfleische, was mir vor die Krallen kommt.
Nein, das ist keine Last. ES bedeutet Freiheit! Ich darf das Tier sein, ich darf für mich alleine ich sein und tun, was mir beliebt.
Denn ich bin der WerUlf. Und unbesiegbar.
[ 21 Uhr 48 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Zweiundvierzig statt Dreiundzwanzig!
Kategorie: Verkohlt
Die 23 ist ja bekanntlich die Zahl der Illuminaten und der damit verbundenen Weltverschwörung. Jedenfalls seit der Romanreihe "Illuminatus", nicht historisch, was die Verschwörungstheoretiker nicht daran hindert, das furchtbar ernst zu nehmen. Ein Bekannter von mir hat mir allerhand interessante Daten auf 23 zurechtgerechnet, auch 9/11, zur Not unter gelegentlicher Zuhilfenahme von Uhrzeiten und willkürlich wirkendem Einsatz aller vier Grundrechenarten und Quersummen. Wenn man sich Mühe gibt, klappt das immer, ich habe etwa eine Viertelstunde benötigt, um aus meinem Geburtsdatum auch eine 23 zu machen.
Da gefällt mir der übermorgen anstehende "Binary Day" viel besser. Denn dann ist der 10.10.10, und das ist die Binärzahl für 42!
Und 42 ist bekanntlich nicht nur die Anzahl der Kilometer beim Marathon, dem ich mich trotz Ausgelaufenheit immer noch verbunden fühle, sondern auch die Antwort auf die Frage aller Fragen, nämlich die nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Wer das nicht versteht, besorgt sich schnell noch Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams. Zum Lesen ist ja noch etwas Zeit.
Meine Frage zu dieser Antwort lautet nun: Wird übermorgen die Welt gerettet oder müssen wir erst abwarten, bis wir am 23.12.2012 das dritte Sternentor durchschreiten und die Wale ihre Matrix übertagen haben? (Anregung via Esowatch-Blog)
[ 16 Uhr 23 ] - [ 3 Kommentare ]
Der Trick mit dem Feuerzeug.
Kategorie: Verschiedenes

Immer wieder das gleiche. Warum sieht mein USB-Stick nur so aus wie ein Feuerzeug?
[ 12 Uhr 06 ] - [ 1 Kommentar ]
07. Oktober 2010
Der Kofferträger des Friedens.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Helmut Kohl ist der Größte. Oder der Schwerwiegendste. Sein Fanclub hat ihn zum gefühlt zehntausendstem Mal für den Friedensnobelpreis vorgehauenschlagen. Wegen weil der die Doitsche Einheit gemacht und in Verdun mit Mitterand Händchen gehalten hat.
War da nicht mal etwas mit dem NATO-Doppelbeschluß, wo da irgendwie ein paar Extra-Atomraketen namens Pershing II hingestellt werden sollten?
Auch wenn folgendes eigentlich nichts mit Frieden zu tun hat: ist Helmut denn Ehrenmann genug, um so geehrt zu werden?
Flick-Affaire: Korruption.
CDU-Spendenaffäre: Hier hat er auch fleißig herumgelogen und betrogen. Kritische Akten und Dateien jedoch landeten seltsamerweise im Müll.
Mit Leo Kirch hat er herumgekungelt. Fördern ließ er sich von jemandem, der durch die Arisierung reich geworden war.
Ehrbar genug für den Friedens-DynamitNobel-Preis?
Naja, dann kann er sich ja das in einer Reihe gemütlich machen mit dem Ex-Terroristen Jassir Arafat und der Osamabaracke.
[ 21 Uhr 26 ] - [ 2 Kommentare ]
Das Ding mit der Kettensäge.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Manchmal begegnen mir Menschen, die kennenzulernen nicht unbedingt notwendig ist für das seelische Wohl. Ich würde einige Probleme gerne mit der Kettensäge lösen, doch wandele ich besser auf dem Pfad der Tugend und des Rechtes.
Wer meint, meine Lebensführung sei seine Sache, dann irrt sich der. Gewaltig. Und wenn er meint, ich lasse mir das gefallen, dann erst recht.
Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.
[ 19 Uhr 34 ] - [ 1 Kommentar ]
Wohl nicht zu Unrecht - nicht belegte Spekulation in der Tageszeitung.
Kategorie: Kaeseblatt
Nun kann ich mal wieder aufs lokale Käseblatt eindreschen. Abgesehen davon, daß der Schreibstil des Artikels mit mehrvachen Verneinungen unjournalistisch und einfach grottig ist, nein, die Zeitung streut auch noch Meinung aus:
"Unlieb ist ihr das natürlich nicht, denn wohl nicht zu Unrecht vermutet sie hinter dem Sturm auf ihre Mitgliedslisten eine Kampagne, mit der ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Unterstützer einen größeren Einfluss auf die Geschicke des Vereins ausüben wollen." (WN 7.Oktober 2010)

Nicht zu Unrecht? WIe kommen die "Westfälischen Nachrichten" auf diese Behauptung? Indizien, Quellen, Belege: Fehlanzeige. Das klingt nach Parteinahme.
Sehr professionell. Siehe Ziffer 2 des Pressekodex.
Wohlgemerkt: Welche Partei da recht hat, ist mir egal. Aber die Berichterstattung nicht. Und beim Presserat anzuschwärzen spare ich mir für diesmal.
[ 10 Uhr 27 ] - [ Noch kein Kommentar ]
06. Oktober 2010
Aufgeschlossen.
Kategorie: Vernetzt
Na, wennse jetzt alle ihre Schlüsselbünder bloggen, hier sind meine. Der linke ist der private, der rechte der für die Arbeit. Und nein, falls Ihr glaubt, der mit WTF titulierte müsse der für den Briefkasten sein: den hat meine Liebste. Diesen hier kann ich wirklich nicht zuordnen. Und der mit AUFZUG wird u.a. für Personalaufzüge und Alarmfahrten im Notfall gebraucht.

Ach ja, ehe spekuliert wird, was der Kronkorkenöffner am Dienstschlüsselbund zu suchen hat: Früher hatte die Sondennahrung Kronkorken. Seit einigen Jahren bekommen wir welche mit Schaubverschluß, nun dient er mir als Griff und als Erkennungsmerkmal.
Mein Privatschlüsselbund begleitet mich schon eine Weile in wechselnder Zusammensetzung. Der Dienstschlüsselbund überdauert nun schon weit mehr als zehn Jahre, nachdem ich Dienst und Privat getrennt hatte. Ich habe nie einen davon verloren, und sonst gibt es da gar nichts zu berichten...
[ 11 Uhr 11 ] - [ 5 Kommentare ]


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