30. Oktober 2010
Gefangenenbefreiung.
Kategorie: Verrueckt
Schon vor einigen Tagen haderte ich ja schon mit meinem Schicksal als Gefangenem des duftenden Rauches, wie es sich auf chinesisch schreibt. Nun versuche ich mich zu befreien von Zwang, das Zeug inhalieren zu müssen, um mich normal zu fühlen, auch wenn die Lunge gerade während einer Erkältung geradezu überwältigt werden muß.
Gestern abend vorm zu Bett gehen rauchte ich mir noch eine, wie immer.
Heute früh rauchte ich einfach keine, wie sonst.
Wozu bis Dienstag warten, wenn ich meinen Termin beim Psychiater habe?
Bislang hält sich der Entzug in Grenzen, zur Zeit fehlt mir vor allem die mechanisch-routinierte Handlung. Ich merke schon ein wenig, daß ich mit Nikotin ein wenig entspannter wäre. Aber da komme ich auch wieder hin.
Von mindestens zwei Packungen Roth-Händle ohne Filter auf Null. Ich hoffe, ich halte das durch.
Meine Liebste raucht erstmal weiter. Aber das macht mir nicht so viel aus.
[ 12 Uhr 06 ] - [ 4 Kommentare ]
29. Oktober 2010
...wollt ihr denn ewig leben?
Kategorie: Verschiedenes
„Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“ sprach der Alte Fritz. Und seit Menschengedenken wird daran geforscht, wie Mensch ewig jung und gesund bleiben kann. Nun erhoffen sich diverse Forscher von einer Brooke Greenberg Erkenntnisse darüber.
„Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“
Das ist eine gute Frage. Ich lebe mittlerweile gerne, doch denke ich, das alles einmal ein Ende haben muß. Nach einem langen Tag gehe ich schließlich auch schlafen.
Und es muß auch Platz für den Nachwuchs geben.
[ 16 Uhr 35 ] - [ 2 Kommentare ]
28. Oktober 2010
Traue ich mich oder nicht?
Kategorie: Verschiedenes
Dienstag habe ich ohnehin einen Termin mit meinem Psychiater. Mit dem kann ich das „WIE“ erörtern, wenn.
Was?
Ich schrub bereits, daß ich unabhängig sein möchte. Nicht mehr ein „Gefangener von duftendem Rauch“ (Das sind die chinesischen Zeichen für „Raucher“) .
Immer Tabakrauch inhalieren zu müssen, um mich normal zu fühlen, bis zu zwei Packungen am Tag. Doof. Und, wenn ich ausnahmsweise mal einen Atemwegsinfekt, oft Erkältung genannt, habe, immer gleich röcheln und bölken zu müssen und teilweise kaum Luft zu bekommen... auch doof.
Aber einfach so aufhören bringe ich nicht.
Bis Dienstag entscheide ich mich, ob ich aufhöre. Und dann mit Hilfe.
[ 13 Uhr 39 ] - [ 11 Kommentare ]
Nennt es „Katharsis“.
Kategorie: Verrueckt
So widerlich, so grauenhaft meine letzte depressive Episode samt ihrer Begleiterscheinungen war- ich bin gestärkt daraus hervorgegangen.
Statt mich bei jeder Gelegenheit damit zu beschäftigen, wie ich mich selbst entleiben könnte, kann ich nun Probleme lösen. Oder wenigstens lösen lassen. Ich stecke nicht mehr den Kopf in den Sand, ich igele mich nicht mehr ein. Ich tu etwas.
Meine Neurotransmitter sind zurechtgerückt durch eine Handvoll Pillen. Mein Denken durch eine lange, effektive Psychotherapie.
Und heute, wenn jemand versucht, mir ans Bein zu pinkeln, wehre ich mich. Merke ich, daß ich das allein nicht schaffe, hole ich mir eben Hilfe. Wo ist das Problem? Warum wußte ich das früher nicht?
Wenn jemand anmerkt, ich hätte dieses oder jenes vergessen oder nicht ordentlich gemacht- entschuldigen, vornemen, es besser hinzubekommen. Früher war ich da einfach ein Versager. Heute habe ich einfach einen Fehler gemacht.
Ich glaube manchmes Mal, ich komme besser mit meinem Leben zurecht, als dies mancher „Gesunde“ tut. Weil ich alles Übel von mir fernhalte. Fernhalten muß. Denn es könnte tödlich sein. Aber so, so lebe ich prima und Mopsfidel.
Auf das Grauen von 2007 +/- hätte ich jedoch gerne verzichtet. Aber nun, es ist vorbei. Ich denke ohne Groll zurück.
[ 10 Uhr 14 ] - [ 1 Kommentar ]
26. Oktober 2010
Wer ist eigentlich Paul?
Kategorie: Kaeseblatt
Die tragische Nachricht erreichte mich unvorbereitet. Sie steht ganz oben auf der Startseite der Westfälischen Nachrichten Online. Ich versinke in tiefer Trauer. Ein armes Vieh, welches da ausgekrakt hat. Paul, der Oktopus, ist heuer verstorben. Es tut mir ja so leid!
Ich mache jetzt Paella. Mit Paul. Wer ist eigentlich Paul? Ich will so bleiben wie ich bin. Du darfst. Mach einfach etwas weniger Olivenöl in die Paellapfanne. Dann wird auch für Paul der Hintern nicht dick.
[ 17 Uhr 00 ] - [ 1 Kommentar ]
Mit oder ohne?
Kategorie: Verschiedenes
Roth-Händle ohne Filter natürlich. Ich bin nikotinabhängig, damit suchtkrank (ICD-10: F17.2). Also will ich möglichst viel von dem Dreck. Ungefiltert und schon gar nicht Light, sonst müßte ich ja dreimal soviel rauchen. Wie soll das gehen?
Eigentlich will doch jeder ungebunden und unabhängig sein. Aber mein Leben als Raucher, welches erst in den siebeneinhalb Monaten Klapsmühle im Jahr 2007 zu einem solchen wurde, ist doch nicht frei! Gebunden bin ich an ein Kraut namens Tabak, welches nur in der Pfeife schmeckt, aber auch verfügbar sein muß, wenn für die Pfeife die Zeit fehlt. Gebunden bin ich an eine Substanz namens Nikotin, welche meinen Hirnstoffwechsel zu regeln übernommen hat.
Wehe, wenn nichts da ist... das Verlangen, der Druck ist immens.
Wann werde ich reinen Tisch machen mit diesem Bedränger?
[ 15 Uhr 09 ] - [ 3 Kommentare ]
25. Oktober 2010
Wenn das Leben zuschlägt: Schlag zurück!
Kategorie: Verrueckt
Vor zwei Jahren noch dachte ich: wie denn?
„Steh auf, wenn Du am Boden bist!“
Das Leben geht nicht glatter als früher. Immer wieder schlägt es zu, irgendwie. Doch ich, doch WIR, wir lassen uns nicht unterkriegen. Und wenn ich mir dafür sagen muß: „Ich habe drei Suizidversuche überlebt, dann überlebe ich das hier auch noch!“
Aufstehen! Zurückschlagen! Kämpfen!
Ich mußte mühsam lernen, nicht einfach liegenzubleiben und auf die Tritte zu warten, den Kopf in den Sand zu stecken, während das Hinterteil schon raucht... (NEIN Björn, nicht was Du denkst!)
Steh auf, wenn Du am Boden bist...
Doch ich komme gar nicht mehr bis dorthin.
[ 17 Uhr 10 ] - [ 2 Kommentare ]
24. Oktober 2010
Wir brauchen eine Verordnung zur vorschriftsmäßigen Beschaffenheit von Hundekotbeuteln!
Kategorie: Verkohlt
Wir brauchen dringend eine Verordnung zur korrekten Verbeutelung der Hinterlassenschaften abgekotet habender Vierbeiner der Gattung CANIS und zur biologischen Abbaubarkeit der Weichbehältnisse („Beutel“).
„Isabelle 66“ merkt im Ökotest-Forum ganz richtig an, daß die Beschaffenheit von Hundekotbeuteln bezüglich ihrer biologischen Zersetzungsgeschwindigkeit nicht ausreichend definiert ist. Mit einer passenden Studie scheint sie schon begonnen zu haben: „So liegt ein angeblich abbaubarer (leerer) Hundekotbeutel seit 16 Monaten unverändert auf unserem Kompost.“. Sie wird ihn hoffentlich zum besseren Nachvollzug mit dem Datum des Abkotens ihrer Töle beschriftet haben.
In diesem Zusammenhang darf ich auch die Umweltverträglichkeit von Steinen anzweifeln: Im Garten nebenan liegen seit zwanzig Jahren Steine, absolut unverändert. Sind die umweltverträglich? Wohl kaum, denn sie haben sich nicht zersetzt und können nun weiter fleißig die Umwelt vergiften.
Vielleicht sollte sie sich einen Kotbeutel stricken. Aber nur aus biologisch-dynamischer Schurwolle.
[ 12 Uhr 02 ] - [ 2 Kommentare ]
23. Oktober 2010
Der Kachel- und der alte Mann.
Kategorie: Vergangen
Mit neunzig Jahren einen Herzstillstand zu überleben und danach nicht schlechter zurecht zu sein als vorher ist schon bemerkenswert. Natürlich tut ihm der Brustkorb weh, aber das regeln wir mit Metamizol.
Wir kennen ihn schon, und dement war er vorher auch, als wir ihn das letzte Mal entlassen hatten. Nun haben wir ihn wieder, mit blauen Flecken am Thorax, aber immerhin: Das Hirn scheint keinen Schaden genommen zu haben. So war er vorher auch: „Wo bin ich?“ „Wo ist meine Frau?“ und dabei ausgesucht höflich und manierlich.
Was ich denn von der Geschichte mit diesem Wettermenschen da hielte, diesem, äh?
„Sie meinen Kachelmann? Schwierige Sache, ich fand die Vorverurteilung nicht gut. Über Schuld oder Unschuld entscheidet der Richter, oder nicht“? antwortete ich.
Er erörterte mir seine Ansicht, die er als Jurist außer Dienst hatte. Präzise. Strukturiert. Völlig klar.
Auch nach so vielen Jahren in der Pflege bin ich immer wieder erstaunt, wieviel auch demenzkranke PatientInnen doch auf die Kette kriegen können.
[ 21 Uhr 53 ] - [ Noch kein Kommentar ]
22. Oktober 2010
Ich will kein Gemecker über Bedienstete der Stadt mehr hören!
Kategorie: Vernetzt
Momentan arbeite ich gerade an einem Wikipedia-Artikel über die Tuckesburg in Münster. Und weil im Netz kaum etwas ernstzunehmendes zu finden ist über dieses Bauwerk und seine Geschichte, habe ich mich kurzerhand ans Stadtmuseum gewendet. Und unglaublich zügig (von wegen Büroschlaf!) bekam ich ausführlich Antwort. Daten, Quellen, nette Worte. Und den Hinweis, wer mir noch weiterhelfen könnte.
Auch der schien sich geradezu zu freuen, daß ich ihn nerve.
Vielen Dank also an die Herren Dr. Thier vom Stadtmuseum und Kappel von der Denkmalbehörde!
(Ihr seht: Ich kann nicht nur meckern...
)
[ 01 Uhr 07 ] - [ 3 Kommentare ]
21. Oktober 2010
Hitlers Psychiater.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Der gescheiterte GröFaZ war schon früh Zielscheibe der Irrenärzte. Alle Psychiater, die sich mit ihm befassen (mußten) stellten alle möglichen Diagnosen. Doch mit ihm gesprochen hatte niemand. Auch die Psychiater nicht, die heute noch an ihm herumdoktern. Obwohl, den Seelendoktor, der heute noch mit Adolf Hitler spricht, würde ich selbst in Behandlung empfehlen
. Kann ein Arzt eine Ferndiagnose stellen?
Muß alle und jede Abartigkeit eine Geisteskrankheit sein?
Warum ist ihm ein ganzes Volk nachgerannt? Waren die auch alle reif für den Psychodoktor?
Vielleicht war er auch nur bekloppt.
Vielleicht war er auch einfach nur böse.
[ 01 Uhr 59 ] - [ 1 Kommentar ]
20. Oktober 2010
Bilderrätsel- was ist das?
Kategorie: Verschiedenes
[ 15 Uhr 46 ] - [ 28 Kommentare ]
17. Oktober 2010
Kindersex mit Guttenberg.
Kategorie: Vernetzt
Da ich nicht fernsehe, habe ich auch „Tatort Internet“ nicht gesehen und kann da eigentlich gar nicht mitreden. Allerdings, was auf RTL2 kommt, kann ja auch nichts gutes sein. Nur billige Unterhaltung für ungebildete Leute, die zu viel Zeit und zu wenig Grips haben.
[ 20 Uhr 19 ] - [ 4 Kommentare ]
Herbstbild.
Kategorie: Verschiedenes
[ 15 Uhr 43 ] - [ Noch kein Kommentar ]
16. Oktober 2010
Ist das alles erst drei Jahre her?
Kategorie: Verrueckt
16.Oktober 2007, früher Nachmittag.
Mein letzter Versuch, mir das Leben zu nehmen.
Sehr knapp gescheitert.
Ich habe heute das Gefühl, das sei schon ewig her.
Tatsächlich sind es lediglich drei Jahre, mehr nicht. Aber so fern von mir, daß es fast schon unwirklich scheint.
[ 14 Uhr 12 ] - [ Noch kein Kommentar ]


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