Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

09. November 2010

Mit Starkstrom durch Defihausen!

Kategorie: Vergangen

Völlig erschöpft verließ der Kranke Pfleger die Rettungswache. Er hatte die gesamte Mannschaft grillen defibrillieren müssen, nachdem sie von seinem Kaffee gekostet hatten. Dabei war das nur korrekt gebrauter Kaffee nach Art der Cowboys gewesen- wenn das Hufeisen darin untergeht, ist er zu schwach.

Völlig erschöpft schleppte er sich zu seinem geliebten @krokofantilein heim. Alle waren sie nun sauer auf ihn. Wegen der Brandblasen. Dabei war er es nicht allein gewesen, der die Wache unter Strom gesetzt hatte. Ämpee hatte ihm gehölfen, denn sie war als einzige unversehrt geblieben gewesen. Seit der Geschichte mit dem abgebissenen Finger traute sie ihm nicht mehr so richtig über den Weg.

Nunja, er hatte erstmal zwei Tage frei, die er zum Basteln nutzen wollte. Der Chefarzt sollte ein besonderes Weihnachtsgeschenk bekommen: Die selbstdefibrillierende Elektrogitarre mit Respirator-Pedal. Gib Gas, ich will Spaß!

[ 10 Uhr 28 ] - [ 2 Kommentare ]

08. November 2010

Nachdem ich nun mittlerweile eine ganze Menge Eiter aus einem Riesenpickel in der linken Achselhöhle gequetscht habe,...

Kategorie: Verschiedenes

Pickel in Achselhöhle...muß ich nun sagen, daß der Wikipediaartikel zum ehemaligen Collegium Ludgerianum Gestalt annimmt. Das Ludgerianum war ein Kovikt (im Prinzip sowas wie ein Internat) für Jungs, die Prister zu werden vorhatten oder gezwungen wurden. Ein seltsames Thema für einen Protestanten. Auch seltsam: Mit mir arbeitet ein kinderreich und auch kirchenrechtlich völlig legal verheirateter katholischer Priester.

Das alles mal beiseit: Ich laufe immer wieder an irgendwelchen Gebäuden vorbei. Und manchmal stelle ich fest, daß sie eine Geschichte, gar eine interessante Geschichte haben. Oder Zwecken dienten, von denen ich bis dahin nicht wußte, daß es diesen Zweck überhaupt gab....

Das Leben ist spannend. Und jetzt gehe ich zur Apotheke und hole meine Hirnpillen. Glück auf!

[ 15 Uhr 36 ] - [ Noch kein Kommentar ]

Die Bäckereiverschwörung oder: Die Deutsche Sprache ist am Arsch.

Kategorie: Verkohlt

Heute heißt ja gar nichts mehr auf deutsch. Früher nannte man das mal „Bäckerei“, heute heißt so etwas

BackShop.

Backshop...
Eine Mischung aus Deutsch und Englisch offenbar, sonst hieße das ja „Hintern-Laden“. Also Denglisch. Weil, eine Sprache zu verderben ist nicht genug, man nimmt am besten gleich zwei dafür. Den Hintern-Laden finde ich fast noch grausamer als den im Englischen gar nicht vorhandenen Nicht-Begriff „Handy“. Denn das Ergebnis ist meist viel blödsinniger als irgendwelche Pseudoausdrücke. Mir ist noch schlimmeres begegnet, und zwar im gleichen Zusammenhang, nämlich der Abschaffung des Wortes „Bäckerei“:

City-Back!

Der Stadtarsch scheißt also die Semmeln.
Welch ein Kack.

[ 07 Uhr 00 ] - [ 6 Kommentare ]

07. November 2010

NichtraucherIn - trotz Allen Carr!

Kategorie: Vergangen

Vorwort
Am Tage nach meiner letzten Zigarette kaufte ich mir das viel gepriesene Buch „Endlich Nichtraucher!“ von Allen Carr. Ich erhoffte mir Unterstützung davon, redeten doch alle von diesem Buch und wurden die Kosten (von immerhin mehreren hundert Euro) für Nichtraucherseminare nach der Methode Carrs von meiner Krankenkasse getragen. Na gut, die bezahlt sogar Homöopathie.
Nach über vierzig Seiten (von knapp 190) warf ich die Nichtraucherbibel genervt in die Ecke, in der sie heute immer noch liegt. Mir ging das selbstverliebte Geseihere des Mis­ter Carr erheblich auf den Sack. Selbstherrlich pries er seine Methode als die einzig rich­tige und sichere an, er lobhudelte sich selbst, wie vielen Menschen er schon geholfen habe und daß man sich lediglich ganz genau an seine Anweisungen halten müsse. Dann würde seine Methode garantiert helfen.
Allerdings hatte der vor einigen Jahren abgekratzte Carr auf über vierzig Seiten Selbstlobhudelei nicht einen Hinweis darauf gegeben, wie das Nichtrauchen nun gemacht werden müsse. Und so etwas hasse ich: wenn jemand überhaupt nicht auch den Punkt kommt, sondern über zig Seiten sich an sich selbst aufgeilt.
Das Buch kostet acht Euro. Da bekommst Du knapp zwei Päckchen Kippen für. Hast Du mehr von!
Ich spare mir das Eigenlob und schreibe einfach, wie ich es gemacht habe: Ich habe ein­fach aufgehört.

Und hier ist mein Meisterwerk zum Download: „NichtraucherIn trotz Allen Carr!“
Das überflüssige Buch.

[ 14 Uhr 28 ] - [ 10 Kommentare ]

Size does matter oder: Je größer, desto besser!

Kategorie: Vergangen

Viel zu große Pillenpackung.

Size does matter, sagen die Amis. Und weil wir immer mehr zur amerikanischen Kolonie werden, gilt dies gilt auch für uns. Große Autos (auch wenn meist seltsam wenig in dieses hineinpaßt), große Hochhäuser, breite Straßen, dicke Pillen. Das heißt, so dick sind die gar nicht, aber aus einem dicken Auto entsteigt ja auch nicht immer ein formidabler Fettsack. Hier isses umgekehrt: Ineiner RIESIGEN und furchteinflößend grußen Verpackung verbergen sich recht normale Pillekes. Vier Stück. Mehr nicht. Sehr zweckmäßig und ökonomisch angesichts der Tatsache, daß die ja auch irgendwie irgendwo verstaut werden müssen. Und dabei mehr Platz verbrauchen als Hunderterpackungen mit gleich großen Tabletten.

[ 07 Uhr 46 ] - [ Noch kein Kommentar ]

05. November 2010

Not macht erfinderisch:

Kategorie: Vergangen

Ulf mit Hose auf dem Kopf.

Herr X ist hatte gerade eine Chemotherapie wegen Krebs. wie so oft geschieht hat auch bei ihm deswegen das Immunsystem unter der Therapie schlappgemacht, daß er isoliert werden mußte.

Nur waren nachts, als ich wirklich keine Zeit hatte, Ersatz zu beschaffen, die Häubchen aufgebraucht. Doch bin ich ein bekanntes Improvisationstalent und nahm stattdessen kurzerhand einen Netzschlüpfer. Das ist eine Art sehr elastische Unterhose, mit der Inkontinenzartikel fixiert werden können. Auf dem Kopf sah das natürlich extrem doof aus, doch dem schwerkranken Patienten zauberte es ein richtiges Lachen aufs Gesicht.

[ 15 Uhr 33 ] - [ 1 Kommentar ]

04. November 2010

Themen, die unserer Tageszeitung würdig zu sein scheinen.

Kategorie: Kaeseblatt

Die Westfälischen Nachrichten habe ich schon lange im Visier. Die sind schon lange auf dem absteigenden Ast. Die Geschichte mit der Schleichwerbung habe ich ja erfolgreich gepetzt, aber sonst... Wenn diese Schrottzeitung aber weiter hauptsächlich über siebtklassige Casting-„Stars“ berichtet oder über blöde Tintenfische, die irgendwann mal wieder Fußballorakel oder so machen sollen, nachdem das alte Vieh neulich abgekratzt ist (a propos: da ist auch noch so eine wichtige Esoterik-Schriftstellerin verstorben) und weitere Lebenswichtigkeiten, dann kann ich dieses Käseblatt einfach nicht ernst nehmen.

[ 11 Uhr 55 ] - [ 6 Kommentare ]

Hamburger Vor-Eiter.

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Die Pfeffersäcke machen es mal wieder vor. Sie waren seit dem Fall von Richter Gnadenlos Schill ja auch lange nicht mehr in den Schlagzeilen.

Das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut der Hansestadt, auch Sparkasse genannt, unterteilt die KundInnen in sieben Psycho-Profile. Alsda währen „Bewahrer“, „Hedonisten“, „Abenteurer“, „Genießer“, „Performer“, „Tolerante“ und „Disziplinierte“. Und darüber regen sich prompt Menschen auf. Eine hamburger Verbraucherschützerin meint dazu:„ Man versucht, indem man sich ins Gehirn hineinschleimt, Vertrauen zu finden und den Verbraucher in einer Weise zu beeinflussen, die nicht in seinem Interesse ist.“ (Quelle: SPON).
Häh? Ist das nicht eines jeden Unternehmens Ziel, ein Maximum aus der Kundschaft herauszuquetschen? Seit wann ist das verwerflich? Das machen doch alle... Immerhin können wir dankbar sein, daß da nicht so Profile aufgestellt werden wie „geisteskrank“, „depressiv“, „wahnhaft“ und „völlig bekloppt“.

[ 10 Uhr 10 ] - [ 4 Kommentare ]

03. November 2010

Es läuft wieder!

Kategorie: Vernetzt

Zum Glück. Unser Telephon- und Internetanschluß war ja mehrere Tage tot. Eine Katastrophe für Internetjunkies wie uns! Seit gestern abend, nach gut DREI Tagen also, läuft es wieder. Nach mehrmaligem Nachhaken erfuhren wir irgendwann, daß das eine größere Sache würde, da angeblich die halbe Gartenstraße betroffen sei und deshalb ein Loch gebuddelt werden müsse.

Naja, es läuft. Was kaputt war und warum wissen wir immer noch nicht, aber Hauptsache, der Schaden ist behoben.

Ärgerlich ist allerdings, daß wir für die Auskunft gefühlte zweihunderteinundneunzig mal da anrufen mußten und erstmal eine weibliche Computerstimme bespaßen mußten, ehe wir mit einem echten Menschen sprechen durften, der uns dann nach Abfrage sämtlicher Daten und Paßwörter und der Geburtsdaten sämtlicher Verwandter mütterlicher Linie mit jemandem verband, der uns diese dürftige Auskunft gab.

[ 16 Uhr 14 ] - [ 1 Kommentar ]

01. November 2010

Ich und dem Allen Carr seine Nichtraucherbibel.

Kategorie: Verschiedenes

Nachdem heute nun schon mein dritter Tag ohne aktiven Konsum von Nikotin ist, habe ich endlich dieses olle Buch da angefangen zu lesen, von dem alle so begeistert sind: „Endlich Nichtraucher!“

Nicht nur alle, sondern auch der Autor Allen Carr ist begeistert von diesem Buch. Ich habe bereits über ein sechstel davon gelesen, und dieses Sechstel bestand fast ausschließlich aus Eigenlob und Selbstbeweihräucherung. Warum ich nicht rauchen sollte, muß wohl ganz zum Schluß kommen.... Außerdem scheint er, als er sich in diesem gelesen Sechstel doch einmal zur Sache kommt, von der Suchtbiologie nicht wirklich viel zu verstehen, bzw. er weiß es natürlich besser.

Bin mal gespannt, was da noch kommt. Ich halte trotz des Buches durch.

[ 11 Uhr 22 ] - [ 4 Kommentare ]

31. Oktober 2010

Biete Elektronikschrott.

Kategorie: Vernetzt

Ich debutiere gerade als E-Bay-Verkäufer. Ich verkaufe was kaputtes. Meine alte Digitalkamera nämlich, die seit über einem Jahr im Schrank herumliegt, steht zum Verkauf. Ich fand sie ein tolles Teil damals, die Bilder wurden scharf und die Bedienung war simpel. Trotz umfangreicher Möglichkeiten.

Fünfhundert habe ich dafür bezahlt. Jetzt ist wahrscheinlich der Verschluß defekt. Kostenpunkt: so teuer, daß ich mir gleich eine neue kaufte. Das alte Ding könnt Ihr nun bei ebay ersteigern. Vielleicht kann ja noch jemand etwas damit anfangen.

Ulfs alte Digitalkamera.

[ 14 Uhr 07 ] - [ Noch kein Kommentar ]

Versaquäl.

Kategorie: Vernetzt

Mein Telephonie- und Internetzanbieter, die Versaquäl, hat vor etlichen Jahren meinen ursprünglichen Anbieter, die Citykom, aufgefressen. Die Citykom war echt jovel, da hatte man immer einen echten Menschen am Rohr, wenn denn ausnahmsweise was nicht lief, und Ruckzuck war das Problem behoben.

Momentan gehe ich mit „rasanter“ GSM-Geschwindigkeit ins Internet, und telephonieren kann ich auch nur Mobil. Denn unser Anschluß ist ziemlich tot und wird bereits seit vierundzwanzig Stunden (angeblich) „mit Hochdruck“ repariert, wie der Telephoniercomputer mit der öden Frauenstimme verkündete.

Die Versatel garantiert 98,5% Verfügbarkeit ihrer Dienste. Das klingt prima, nicht wahr? Dann sind ja nur 1,5% Ausfall, das ist ja nicht viel. Oder?

365 Tage * 1,5% = 5,5 Tage Ausfall. Nicht ganz eine Woche pro Jahr ist unser Anschluß also rechnerisch nicht nutzbar. Wahrlich, eine perfekte Leistung.

[ 09 Uhr 08 ] - [ 1 Kommentar ]

Kinder, die wat wollen, kriegen wat auffe Bollen.

Kategorie: Verkohlt

Morgen ist Allereiligen und damit heute abend Halloween. Die amerikanische Kommerzversion dieses Ereignisses ist vor einigen Jahren herübergeschwappt. Wie einst Mutter- und Valentinstag.

Heute abend werden wieder Kinder um die Häuser ziehen und Süßes oder Saures verlangen. Süßes habe ich nicht vorrätig, eine Zitrone oder so auch nicht. Bei uns brauchen die eh nicht klingeln. Entweder machen wir nicht auf, oder ich mache einen leckeren Kinderbraten.

[ 08 Uhr 02 ] - [ 2 Kommentare ]

30. Oktober 2010

Der Deutsche Bundestag möge beschließen:

Kategorie: Vergangen

Die Erreichbarkeit alkoholhaltiger Getränke wird drastisch eingeschränkt.

Dies geschieht zum einen durch eine erhebliche Preiserhöhung über Steuern und Abgaben, die die Hemmschwelle vor allem bei jungen, noch nicht finanzstarken Konsumeinsteigern ähnlich wie bei Tabakerzeugnissen heraufsetzt, zum zweiten wird die tatsächliche Verfügbarkeit verringert, indem lediglich zwischen 18:00 Uhr abends und 2:00 Uhr morgens alkoholische Getränke verkauft und ausgeschenkt werden dürfen. Zudem wird das Mindestalter für Erwerb und Konsum von Alkohol auf generell 18 Jahre angehoben.

Alkoholismus in all seinen Varianten zerstört nicht allein die Gesundheit des Trinkenden, sondern auch die körperliche und geistig-seelische Gesundheit seines Umfeldes, seiner Kinder, Partner, Freunde und Kollegen. Er führt nicht nur beim Trinkenden selbst zur körperlichen und sozialen Verelendung, auch bei seinen Mitmenschen.

Diese Menschen müssen, ebenso wie die Nichtraucher schon vorm Passivrauchen, vor den Gefahren des Alkoholkonsums geschützt werden.


Ich weiß nicht, wie weit ich damit komme, denn ich habe es eben erst abgeschickt, und bis so etwas, wenn überhaupt, öffentlich wird, kann es etwas dauern. Aber ich denke, mit dieser Petition bläst mir der Wind stark entgegen. Die Nichtraucherlobby ist stärker als die Nichtsäuferlobby.

[ 19 Uhr 09 ] - [ 20 Kommentare ]

Die Versuchung ist nahe!

Kategorie: Verrueckt

Versuchung.

Nein, leicht ist Aufhören nicht.
Ich hatte zwar schon die Vorstellung, daß mir am leichtesten fallen müßte, einfach Morgens nicht mehr anzufangen. Da habe ich immer den niedrigsten Lungenschmacht. Allerdings kommt danach noch eine ganze Menge Tag.

Bislang benehme ich mich meiner Liebsten zufolge normal.

Gelegentlich aber würde ich unheimlich gerne wieder die entspannende Wirkung des Nikotins spüren- die letztlich doch nur den Normalzustand herstellt, den ein Nichtraucher immer hat.

Gelegentlich wandert meine Hand reflektorisch dorthin, wo sich die angebrochene Packung Zigaretten immer noch befindet.

Im Hinterkopf sitzt ein kleines Teufelchen, welches mir sagt, ich solle es doch endlich wieder tun, dann wäre ich ruhiger. Keiner wäre mir böse, würde ich scheitern. Aber ich will durchhalten. Denn: was habe ich, objektiv betrachtet, vom Rauchen?

Nichts.

[ 18 Uhr 04 ] - [ Noch kein Kommentar ]

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