28. September 2010
Muß ich das verstehen? Am Suizid gehindert, dann hingerichtet.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Ich bin ja aus vielen Gründen gegen die Todesstrafe. Aber was sich da in einem Knast in Amiland abgespielt hat ist absurd:
Brandon Joseph Rhode, der im Jahr 2000 wegen dreifachen Mordes zum Tode verurteilt worden war, hatte sich mit einer Rasierklinge (wie auch immer er da drangekommen sein mag) die Halsschlagader aufgeschnitten.
Das Gefängnispersonal hat zunächst alles getan, ihn am Leben zu erhalten, und ihn dann hingerichtet. (SPON)
Wenn er ohnehin sterben sollte- warum hat man ihn dann nicht einfach sterben lassen?
Das erinnert mich an das finstere Mittelalter, als man, wenn man sich suizidiert hatte, als Selbstmörder nachträglich hingerichtet wurde, egal wie tot man war.
Oder darf ein Mörder sich nicht selbst richten, um sich nicht so der Todesstrafe zu entziehen?
Nun, jetzt ist es auf jeden Fall ganz tot, nachdem man ewig eine Vene suchen mußte, um Thiopental (ein Barbiturat) und anderes Zeugs zu spritzen. Dafür haben die sein Leben gerettet. Verrückt.
[ 20 Uhr 35 ] - [ 1 Kommentar ]
Ich kündige!
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Und zwar der Bundesregierung. Als einer deren Arbeitgeber bin ich mit deren Arbeit alles andere als zufrieden. Ich kann mir derart schlechte MitarbeiterInnen in Führungspositionen schlicht und ergreifend nicht mehr leisten.
Näheres dazu hier beim Piratenweib. Dort gibt es auch gleich ein fertiges Kündigungsschreiben samt Arbeitszeugnis.
Bild: Ludger Thernes
Unterschriftenliste
[ 11 Uhr 59 ] - [ Noch kein Kommentar ]
27. September 2010
Westfälische Nachrichten: Ausgeschlichen?
Kategorie: Kaeseblatt
Vor etwa zwei Monaten hatte ich mich ja mal heftigst über die Schleichwerbung im Lokalen Käseblatt, zu welchem es leider keine echte Alternative gibt, beschwert. Nun jedoch war wieder Post vom Presserat im Briefkasten, also in dem richtigen draußen an der Tür, der auch ohne Strom funktionopelt:
Ich habe GEWONNEN!
Mit Beschluß vom 16.September sprachen sich 6 Mitglieder bei einer Enthaltung für eine Mißbilligung aus!
Das protokollierte Herumgeeier und Gewinsel des Chefredakteurs erspare ich Euch wohl besser, es ist einfach zu jämmerlich. Aber lesen sollt Ihr auf jeden Fall die
B. Erwägungen des Beschwerdeausschusses
Der Beschwerdeausschuss erkennt in dem Artikel mit der Überschrift "Miss Germany schläft mit Strümpfen" eine Verletzung des in Ziffer 7 Pressekodex festgehaltenen Grundsatzes der klaren Trennung von Redaktion und Werbung. Die Veröffentlichung stellt eindeutig Schleichwerbung in Sinne der Richtlinie 7_1 des Pressekodex dar. Der Artikel beschäftigt sich mit einer PR-Veranstaltung des genannten Unternehmens. Dies hatte offensichtlich die amtierende Miss Germany engagiert und sie im Rahmen eines Werbeauftrittes präsentiert.
Zitate wie: "Meine Beine fühlen sich danach toll an, irgendwie leicht und die Haut ist streichelzart und sieht einfach gut aus." stellen Werbeaussagen dar, die weit über ein gegebenenfalls vorhandenes öffentliches Interesse hinausgehen. Zudem wird, wie die Zeitung in ihrer Stellungnahme selbst einräumte, mehrfach der Name des Herstellers genannt. Auch dadurch entsteht ein Werbeeffekt. Insgesamt waren die Mitglieder des Beschwerdeausschusses der Auffassung, dass eine deutlich zurückhaltende Berichterstattung über diese Veranstaltung angebracht gewesen wäre.
C. Ergebnis
Presseethisch bewertet der Ausschuss den Verstoß gegen die publizistischen Grundsätze als so schwerwiegend, dass er gemäß § 12 Beschwerdeordnung eine Missbilligung ausspricht. Nach § 15 Beschwerdeordnung besteht zwar keine Pflicht, Missbilligungen zu veröffentlichen. Als Ausdruck fairer Berichterstattung empfiehlt der Beschwerdeausschuss jedoch eine solche redaktionelle Entscheidung. Die Entscheidung über die Begründetheit der Beschwerde ergeht einstimmig, die Entscheidung über die Wahl der Maßnahme ergeht mit sechs Ja-Stimmen bei einer Enthaltung.
(Hervorhebungen und Links von mir)
Daß das Käseblatt freiwillig solches veröffentlich, warge ich arg zu bezweifeln. Wenn mir aber einen Gegenbeweis liefert als Link oder Scan, dann publiziere ich ihn gerne!
[ Den Rest lesen ]
[ 08 Uhr 08 ] - [ 4 Kommentare ]
Bestechende Logik:
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Laub findet man ja bekanntlich im Wald. Findet man Urlaub dann im Urwald?
[ 06 Uhr 54 ] - [ Noch kein Kommentar ]
26. September 2010
Ein geschrumpfter Weihnachtsmann.
Kategorie: Vergangen
Er könnte auch bei "Schneewittchen" mitspielen.
Warum der Mittsiebziger im Obdachlosenasyl hausen muß, weiß ich nicht. Ich weiß ohnehin kaum etwas über ihn. Aber er tut mir irgendwie leid. Er hat das nicht verdient.
Er sieht aus wie ein Opa aussehen muß, eine Art eingeschrumpfter Weihnachtsmann. Ich könnte ihn mir besser im Ohrenbackensessel vorstellen oder im Schaukelstuhl wippend mit einer Tabakspfeife in der Schnute.
Zum Beginn der Nachtschicht kommt er immer zu mir und bittet mich mit quiekender Stimme um Schmerztropfen, denn er ist kurz vor der Einlieferung heftig gestürzt. Das Leben draußen hat ihm auch eine fette Lungenentzündung gebracht, aber das läßt sich therapieren. Bei uns hat er es gut, er hat es warm und relativ gemütlich. Er bekommt Hilfe, wenn er sie braucht, und Essen und Kaffee und freundliche Worte.
Wenn er wieder gesund ist, wenn er wieder in seine eigentliche Umgebung kommt, wird alles wieder beim alten sein, und der alte Mann wird regelmäßig wieder bei uns aufgenommen mit um die drei Promille.
Kein Schaukelstuhl. Kein Ohrenbackensessel. Keine Pfeife.
Nur Tristesse.
[ 17 Uhr 34 ] - [ 1 Kommentar ]
25. September 2010
Frage an die Mietrechtsexperten unter Euch:
Kategorie: Vergangen
In vielen Mietverträgen steht eine Klausel, die das Halten von Tieren verbietet.
Wenn man dann für ein paar Stunden Besuch bekommt von einem Freund, der von seinem Hund begleitet wird, ist das dann Tierhaltung unsererseits?
[ 04 Uhr 41 ] - [ 10 Kommentare ]
23. September 2010
Das Stähli.
Kategorie: Vergangen

Den oben zu sehenden Teil des Hundes, also die Schnauze, die nach vorne geht, nennt meine Liebste immer das Stähli. Benannt hat sie es nach einem ihrer liebergemochten Gruppenführerleiter aus ihrer ehemaligen Werkstatt in Winterthur, dem Werkpunkt.
Wichtig ist, daß das Stähli nach vorne geht. Eine Hundeschnauze nach hinten, so wie beim Mops, taugt nämlich nicht viel. Und flauschig sollte es sein, ist ganz wichtig. Und bernern wienern muß man es, was sie natürlich immer mir aufs Auge drücken will. Ich hingegen meine, das Vieh flauscht auch so genug vor sich hin.
Gut frisiert ist gut geschmiert!
[ 12 Uhr 00 ] - [ 3 Kommentare ]
22. September 2010
Das Scheißen der Angela Merkel auf Volksnähe.
Kategorie: Vergangen
Vor zwei Wochen hatte ich ja der Frau Doktor Merkel einen Brief geschrieben. Weil, ich bin nicht damit einverstanden, daß der Pflegenotstand mit Hartz-IV-Empfängern pseudokompensiert werden soll. Statt für eine gescheite Ausbildung der Betreffenden zu sorgen wird völlig ignoriert, daß nicht Hilfs-, sondern Fachkräfte benötigt werden.
Ich habe ja nicht daran geglaubt, daß sich da überhaupt jemand im Kanzleramt sich dafür interessiert. Doch daß da noch nicht einmal ein automatisch erzeugtes Schreiben kommt nach dem Motto: "Leider kann die Merkelin die viele Post nicht alle selber lesen tun und bearbeiten schon gar nicht, aber nett, daß Sie geschrieben haben." finde ich mehr als erbärmlich. Die geben sich noch nicht einmal die Mühe, daß das Volk nicht merkt, daß sich die Oberen nicht für selbiges interessieren, daß die Meinung der Bürger ihnen scheißegal ist, daß BürgerInnen nur Stimmvieh sind...
Scheiß der Hund drauf. Immerhin ist es im Internet rundgegangen, vielleicht sind ja ein paar Leute aufgerüttelt worden.
Frau Merkel: Auch wenn ich Ihnen egal bin, sie ****** **** *** ** ***** ******!
[ 22 Uhr 03 ] - [ 7 Kommentare ]
21. September 2010
Wenn, dann richtig: Murphy's Law.
Kategorie: Vergangen
Gerade hatte ich noch mit einem Patienten über geniale kleine Erfindungen philosophiert. Auch über die neuen Sicherheitskanülen, die die Gefahr, sich mit einer benutzen Kanüle zu stechen und damit möglicherweise mit gräßlichen Krankheiten zu infizieren, minimieren.
Nun bat mit im Anschluß eine Kollegin, bei einer ihrer Patientinnen die völlig verbogene Mehrfachkanüle des Insulinpens zu wechseln. Leider war diese derart verbogen, daß es durch die Schutzkappe durchgepiekt war. Und dadurch in meinem Finger landete. Mist.
Dann nämlich geht das Programm los: Ab in die Ambulanz, mir Blut abnehmen, der Patientin Blut abnehmen, feststellen, daß ich zumindest zum Zeitpunkt des Stiches keine Hepatitis hatte, dann nämlich würde eine Hepatitis durch diesen Stich als Berufskrankheit erfaßt werden.
Natürlich hat die alte Dame, eine ehemalige Krankenschwester, eine chronische Hepatitis B. Eingefangen wie? Kanülenstichverletzung!
[ 08 Uhr 24 ] - [ 6 Kommentare ]
20. September 2010
Der blöde Heini und der mit dem Rüssel.
Kategorie: Verdingt
Ich war noch nicht lange dabei, ich hatte erst kürzlich meinen Zuvieldienst angetreten im Sommer 1991. Ich hatte einen Heidenrespekt vor Erwachsenen. Meistens jedenfalls. Und war ziemlich eingeschüchtert, wenn ein Patient mich anschnauzte. Der erste Patient überhaupt, den ich kennengelernt hatte, konnte das ganz gut. Unter anderem titulierte er mich als einen "blöden Heini". Zwar war ich instruiert, daß der Schlaganfall mehr als nur seine linke Körperhälfte außer Betrieb genommen hatte, aber mit derleri Dingen wie Verwirrung mußte ich doch erst noch umgehen lernen.
Ich durfte ihm immer beim Essen behilflich sein (wehe, einer sagt FÜTTERN!!!). Dafür wiederum bedankte er sich dann immer überschwenglich mit Handschlag und so.
Und eines Tages kam der Tag, an dem er wieder selbst zugriff. Nun hatte er aber, da er zuerst kaum hatte schlucken können, zur Ernährung einen dünnen Schlauch namens Magensonde durch die Nase gelegt bekommen, die nun wie ein Rüssel herunterhing, nur wesentlich weniger nützlich als der Rüssel eines Elephanten. Er landete immer wieder zu seinem großen Verdruß auf der Gabel. Wäre ich erfahrener gewesen, hätte ich den Schlauch einfach mit etwas Pflaster auf der Wange befestigt. Doch er fand schnell eine sehr individuelle Lösung:
Er steckte das baumelnde Ende kurzerhand in das freie Nasenloch.
Sah etwas skurril aus, aber das Problem war gelöst.
[ 08 Uhr 59 ] - [ 4 Kommentare ]
19. September 2010
Leichenschmaus ohne Leiche. Stimmung ohne Grabes im kastrierten Rindvieh.
Kategorie: Vernetzt
Undertaker Tom, dessen richtiger Name auch hier nicht genannt werden wird, wird von seiner Ehefrau Anke liebevoll "Bär" genannt und macht diesem Kosenamen alle Ehre. Groß, schwer, gemütlich trat er vor die auf der Terasse zusammenverotteten LeserInnen seines Bestatterweblogs. Und übernahm erstmal die Regie und zwang uns alle, per Vorstellungsrunde einander kennenzulernen. So lockerte sich das Befinden, und die diversen Bestatter, Zulieferer wie ich und irgendwie zufällig auf das Weblog gestoßenen Branchenfernen kamen dann doch mehr ins Gespräch.
Auffallend übrigens, daß wir Übergewichtigen deutlich in der Überzahl waren, aus manchem hätte man auch zwei machen können.
Der Wirt vom Roten Ochsen in Forchheim, Konni, hat sich seinen Meistertitel verdient. Er stopfte uns mit exzellenter, deftiger fränkischer Kost voll und briet, als ich mein Steak mit meinem sogenannten "irren Blick" blutig verlangte, eben dieses exakt so, wie ich es liebe: etwas angebraten und innen warm, aber roh. Und das bei sehr moderater Futtergebühr.
Und so wurden wir kurz nach dem Eintreffen des Oberbestatters mit Schäuferlä traktiert, perfekt gebrutzelt und wirklich selbstgemachten Knödeln und frischem Salat. Die anschließende Verdauungskippe zwecks Neutralisierung der deftigen Mahlzeit wurde ziemlich bald wieder durch Kaffee und Kuchen kompensiert. Und viele Gespräche und Kontakte entstanden, vor allem befreundete sich meine Liebste mit Peggy. Erstaulicherweise traf ich auch einige meiner Leser, die NICHT über Tom gekommen waren, sodern irgendwoher, wo ich ein einziges Mal kommentiert hatte.
Nach dem sehr unvegetarischen Abendessen (Bestatter haben mit dem Tod zu tun, also gibts auch tote Tiere) kam das Abendprogramm. Mit Lesungen besinnlicher und lustiger Art und auch Musik von Teilen der bestattophilen Gruppe "Finale", die in diesem Fall aus einem (wie könnte es anders sein) Bestatter namens Christian und seiner (seltsamerweise) schlanken Gattin bestand.
Zu früh war das alles vorbei. Doch die einen rief die Pflicht und die anderen der Friedhof.
Es war großartig. Konni ist ein erstklassiger Gastgeber, der auch sehr musikalisch ist (zu vorgerückter Stunde vor allem). Tom ist ein erstklassiger Gesprächspartner und Entertainer.
Danke an alle. ALLE.
[ 22 Uhr 10 ] - [ 13 Kommentare ]
18. September 2010
Der Tag geht. Der Geist auch.
Kategorie: Verdingt
Zwar war sie Mitte sechzig, aber sie hätte locker für zehn Jahre jünger durchgehen können. Jugendlich, adrett, dynamisch. Und etwas unkonzentriert, vergeßlich, fahrig. Deshalb war sie in Begleitung ihres Mannes zu uns gekommen, dem dies aufgefallen war, während sie selbst meinte, das funktioniere alles nicht so gut, weil ihr ungeduldiger Gatte sie konfus mache.
Nun kam sie heraus aus dem Arztzimmer mit ihrem Mann. Sie waren gerade darüber aufgeklärt worden: Alzheimer.
"Nun ist es amtlich, ich bin balla-balla!", grinste sie ein wenig gezwungen. "Für mich ist das ja nicht so schlimm, ich weiß ja eh bald nichts mehr. Aber für meinen Mann und meine Tochter wird es schlimm sein." Sie verschwand auf ihr Zimmer und ich hatte Feierabend. Am kommenden Morgen würde ich mich ihr etwas gründlicher annehmen.
Sie sprach mich sogar von sich aus an. Die Verzweiflung machte sich bemerkbar. Denn bislang war sie durchaus noch bei Verstand. Hatte auch den Haushalt besorgt, aber ihr war schon aufgefallen, daß sie das Bezahlen beim Einkauf nicht mehr so hinbekam. Außerdem fühlte sie sich irgendwie schuldig. Hätte ich, könnte ich, wäre nicht.
"Nein, sie sind nicht schuld daran. Sie haben sich diesen Scheiß nicht ausgesucht. Alzheimer bekommen sie jetzt einfach so. Sie können nichts dafür. Und mit Absicht machen sie das schon gar nichts. Schuld haben sie wirklich nicht daran."
Was sie tun könne? Naja, Hirn trainieren, damit es möglichst lange möglichst leistungsfähig bleibt. Lesen täte sie ja viel. Gedächnistraining, Förderung, tapfer sein und nicht verzweifeln.
"Noch können Sie das meiste sehr gut und sie sind bei Verstand. Wissen Sie, was gestern ist, ist vorbei, dat kann man nicht mehr ändern. Was sein wird, wissen wir nicht. Leben sie jetzt und genießen Sie jetzt, daß Sie noch so fit sind."
"Ja, Sie haben recht...", sprach sie und trocknete ihre Tränen.
[ 09 Uhr 21 ] - [ 1 Kommentar ]
17. September 2010
Deutsche Denglische Bahn AG: Berührungspunkt.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Da ja kaum ein Mensch mehr der deutschen Sprache mächtig ist, macht die Deutsche Bahn AG alles in mehr oder minder gelungenem Englisch. Was aber das hier sein soll erschließt sich mir nicht:

Dieser Touchpoint berührt mich eher unangenehm, weil ich keinen blassen Schimmer habe, warum ich ihn betatschen soll und warum er überhaupt so heißt und nicht irgendwie eine einleuchtende Bezeichnung hat.
[ 18 Uhr 05 ] - [ 3 Kommentare ]
16. September 2010
Elektrozyten.
Kategorie: Vergangen
Gespendetes Blut wird in der Regel in seine Bestandteile "zerlegt" und der Patient bekommt, was er gerade braucht: Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenkonzentrate, Plasma und so weiter.
Für einen Frischling in der Pflege oder Medizin sind das echte Zungenbrecher. Aber Frischlinge sind auch sehr eifrig und möchten sich fachlich korrekt ausdrücken.
So kam zu mir ein Auszubildender noch am Anfang) und teilte mir mit, das Elektrozytenkonzentrat sei durchgelaufen...
"Das WAS?"
"Das Elektrozytenkonzentrat!"
"Was sind denn Elektrozyten?"
"Weiß ich nicht, Blut haben wir noch nicht durchgenommen."
"Naja, schadet nicht, wenn wir uns trotzdem mal damit beschäftigen. Kommt hier schließlich sehr oft vor...."
Und ich erzählte ihm, die Elektrozyten seien dafür da, den Stromkreislauf im Blut aufrecht zu erhalten.
Und klärte ihn natürlich über diesen Blödsinn auf.
Da kam mir ein Gedanke: Blödsinn? Was, wenn das gar kein Blödsinn wäre, daß es Elektrozyten gibt? alle -zyten sind Zellen, und Elektro es eh klar. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, daß die stromerzeugenden Zellen in Zitterfischen so heißen könnten.
Ich forschte nach.
Tatsächlich. Zitterfische werden durch ihre Elektrozyten zu unangenehmen Gegnern.
Keine Idee ist zu bekloppt, als daß sie nicht auch wahr sein könnte.
[ 15 Uhr 14 ] - [ 3 Kommentare ]
14. September 2010
Gesunde Ernährung.
Kategorie: Verschiedenes
Eigentlich wollte Olli nur auf einen Tee vorbeikommen. Am Ende des Tees bekam er Hunger. Wir auch. Gyros. Viel Gyros sollte es sein. Nur- wir gurkten von einer Stammbude zur nächsten. Alle Montag geschlossen. Und das, obwohl sie mit uns das Geschäft ihres Lebens hätten machen können! Olli ist spontan. Einkaufen, selber kochen. Rinderbraten. Da war auch ein leckeres Stück beim Metzger. Und vergleichsweise günstig, dabei erste Qualität.
Wieviel davon, wieso? Das Ganze willen wir. Viereinhalb Pfund. Wir drei wollen ja auch satt werden. Knödel, Rotkohl. Aufessen. Viel. Lecker. Gesund. Ist ja alles rein pflanzlich.
[ 11 Uhr 38 ] - [ Noch kein Kommentar ]


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