18. Mai 2010
Mein Plattenschrank.
Kategorie: Kultur
Ich weiß nicht, wie viele Tonträger ich besitze. Mehrere hundert habe ich wohl. Und deren Zusammenstellung irritiert so manchen Menschen. Gerne werde ich als Metalhead einsortiert. Ich laufe ja auch gerne mit Metallica-Shirt herum. Wenn die Menschen dann aber mitbekommen, daß ich auch ein Faible für die Musik der Renaissance und früher habe, für Free Jazz, manchmal gar Techno, (alte) Schlager, Einstürzende Neubauten und alles mögliche irre Zeugs, dann gucken sie immer ziemlich irritiert, wie das alles zusammenpaßt.
Wie paßt das überhaupt?
Das alles ist Musik. Punkt.
[ 10 Uhr 53 ] - [ 4 Kommentare ]
16. Mai 2010
Tod den Laubbäumen! Her mit dem Nadelwald!
Kategorie: Kaeseblatt
"Mädchen rutscht auf Blättern aus - Stadt will Baum nicht fällen" titelt unser lokales Käseblatt. Ein Mädchen mit Hüftschaden rutscht gelegentlich auf den Blättern einer Kastanie aus und verletzt sich. Also muß dieser böse Baum sterben! Am besten gleich alle Laubbäume. Denn unter anderem Laub kann man ja auch ausrutschen. Stattdessen könnten ja Nadelbäume gepflanzt werden, dann muß die Stadt auch nicht mehr mit diesen fiesen lauten Laubgebläsen rummachen. Die nerven auch total. Obwohl- auf den nunmehr nicht mehr Kastanien-, sondern Tannenalleen können Autofahrer sich immer noch um Bäume, nun eben Tannen, herumwickeln. Und dran aufhängen kann man sich auch noch. Bäume stehen immer im Weg herum. Weg mit dem Zeug. Komplett.
[ 19 Uhr 46 ] - [ 6 Kommentare ]
Brocken nach einem Monat.
Kategorie: Vergangen
Der Magenschleimhaut-Brocken, den ich vor einem Monat gefunden habe, sieht mittlerweile so aus:
Zähflüssig-schleimig.

[ 13 Uhr 38 ] - [ 2 Kommentare ]
13. Mai 2010
Nein Danke, Herr P. vom AWD.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Herr P. vom A**** W***d*** wird nicht müde, Kontakt mit mir zu suchen. Meine Festnetznummer hat er zum Glück nicht, die hat sich nach dem letzten Kontakt geändert. Nun hat er es über zwei völlig veraltete Mailadressen versucht. Weiß der Geier, wo er die aufgetrieben hat. Post geht seltsamerweise an meine Eltern, obgleich deren Adresse wesentlich schwerer herauszubekommen ist als meine.
Doch ohnehin wüßte ich nicht, was wir uns noch zu sagen hätten. Er will immer etwas mit mir persönlich besprechen. Kein Hinweis, was. Also will er wohl wieder eine lukrative und unbedingt empfehlenswerte Anlage oder sonstetwas verscherbeln, die ihm Provision und mir nur Ärger bringt. Wie 1997 eine Kombination von zwei Fonds, von denen der eine den anderen ansparen sollte. "Das ist eine reine Geldmaschine!", schwärmte er. Diese Geldmaschine war nach sehr wenigen Jahren schrottreif.
Und ich bin nicht der einzige, der auf diesen Schrotthandel hereingefallen ist.
[ 07 Uhr 15 ] - [ 4 Kommentare ]
11. Mai 2010
Ausgewildert.
Kategorie: Verrueckt
Heute hatte ich meine letzte Psychotherapiesitzung. Irgendwie seltsam nach vier Jahren. Doch hatte er, je besser mein Zustand wurde, die Abstände zwischen den Sitzungen vergrößert. Ausgewildert sozusagen, auf das Leben ohne Therapeuten vorbereitet.
2007 sah nichts danach aus, als käme ich jemals wieder auf die Füße, sagte
[ Den Rest lesen ]
[ 17 Uhr 40 ] - [ 2 Kommentare ]
10. Mai 2010
Dem Ministerpräsidenten seine Kleider neuer Inhalt.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Verschlafen machte ich gestern Nachmittag oder so meine beiden Kreuze auf einem Stimmzettel, der verlängert wurde durch Vorhandensein von Parteien, von denen ich zum Teil noch nie gehört hatte oder deren Zielgruppe so winzig
[ Den Rest lesen ]
[ 09 Uhr 56 ] - [ 3 Kommentare ]
Wesentliche und wichtige Feststellung! Bitte aufmerksam lesen!
Kategorie: Verschiedenes
Warnung: In diesem Beitrag befinden sich Informationen, die Du unbedingt haben willst. Auch wenn sie Dich vielleicht unglücklich machen könnten, denn dieses Wissen ist auch eine Bürde, eine regelrechte Last. Lies ihn nur, wenn Du dem furchtlos gegenübertreten kannst und wenn Du glaubst, Dein Schicksal könne sich nicht mehr verändern.
Klick und lies, und nichts ist mehr so, wie es einmal war.
[ Den Rest lesen ]
[ 02 Uhr 07 ] - [ Noch kein Kommentar ]
09. Mai 2010
Kreuz statt Kreuzigung.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Zu mehr reichen meine Möglichkeiten nicht aus, obschon der Wahlzettel endlos lang zu sein scheint und ich lieber kreuzigen als kreuzen würde. Die Konsistenz eignet sich leider nicht für die Benutzung als Klopapier, weshalb ich brav war und das ankreuzte, was mir von allen Weltuntergängen der wenigst schlimme schien. Was habe ich schon für eine Wahl. Ich muß fressen, was mir vorgesetzt wird, und alles ist entsetzlich.
[ 17 Uhr 27 ] - [ 4 Kommentare ]
Ich bin arrogant.
Kategorie: Vernetzt
Gelegentlich bekomme ich "Rückmeldung" von irgendwelchen Leuten, denen meine Seite oder einzelne Beiträge nicht zusagen.
Ich habe gar nicht den Anspruch, allen Menschen gefallen zu wollen, denn mir gefallen auch nicht alle Menschen.
[ 01 Uhr 48 ] - [ 3 Kommentare ]
07. Mai 2010
Ach wie gut, daß niemand weiß...
Kategorie: Literarisch
Heute kack' ich, morgen klau' ich, übermorgen mach' ich der Königin ein Kind.
[ 22 Uhr 51 ] - [ 1 Kommentar ]
Ich liebe meinen Job!
Kategorie: Verdingt
Ich weiß nicht, was andere immer haben. Ja, die Entlohnung könnte besser sein. Natürlich, der Schichtdienst ist nicht gesund, außerdem anstrengend und für meine Schlafstörungen erst recht nicht gut. Natürlich wird das Gesundheitssystem immer mieser und die Bedingungen nicht besser.
Trotz alledem kann ich mich nicht beklagen. Ich würde nichts anderes machen wollen. Meine PatientInnen lieben mich. Ich bin freundlich, ich habe Humor und verbreite Fröhlichkeit und Optimismus. Ich bin einfühlsam und finde meist die richtigen Worte.
Bei meinen KollegInnen bin ich beliebt, trotz meiner ganzen Macken.
In meiner Wiederaufbauphase, meiner Wiedereingliederung nach endlosen Monaten des Krankseins erfuhr ich jegliche Unterstützung, die man sich vorstellen kann. Von meinen KollegInnen wie auch auf der gesamten Führungsebene bis hin zur Pflegedirektion bekam ich alle Hilfe, die ich brauchte, um wieder Fuß zu fassen.
Meine Arbeit mag nicht fernsehtauglich sein. Doch ist sie viel interessanter als im TV. Menschen offenbaren mir ihr Innerstes, seelisch wie körperlich (im Wortsinn
), die "Kundschaft" ist meist pflegerisch, medizinisch und menschlich interessant.
"Ja, aber Du kannst doch nicht jedem helfen? Viele müssen doch auch sterben?"
Der Tod ist nicht mein Feind und auch kein Mißerfolg. Helfen heißt nicht zwangsläufig, das Leben zu erhalten (schon gar nicht um jeden Preis!), helfen heißt auch, jemandem einfach nur beizustehen in schweren Stunden.
Ich bin nicht Schwester Stefanie. Ich opfere mich nicht auf. Ich bin Profi, und als Profi habe ich die nötige professionelle Distanz. Niemandem ist damit geholfen, daß ich mitleide. Denn meine Aufgabe ist auch, Stütze für andere zu sein und nicht mitzuheulen. Ja, das kann sehr anstrengend sein. Deshalb ist für mich, wenn sich nach Feierabend die Tür der Klinik hinter mir schließt, auch Feierabend und die Tür ist zu. Meiner Liebsten erzähle ich dann von meinem Tag (oder meiner Nacht). Das wars. Danach beschäftige ich mich mit anderen Dingen und erhole mich, daß ich am nächsten Tag wieder voll dabei sein kann.
"Und der ganze Papierkram? Das wird doch immer mehr!"
Naja,wir haben vormittags eine Sekretärin, das erleichtert vieles unglaublich. Ansonsten: Ja, Berge von Papier und viel Computer. Aber auch viel persönlicher Kontakt.
Mein Beruf bedeutet mir viel. Durch meine Krankheit habe ich erst so richtig gemerkt, wie viel. Er verlangt mir viel ab- und gibt mir noch mehr zurück.
Ich bin zufrieden. Sehr.
[ 07 Uhr 15 ] - [ Noch kein Kommentar ]
06. Mai 2010
Ich bin schwul.
Kategorie: Verdingt
Der Patient drohte zu stürzen, weshalb ich ihn mit meiner Hebetechnik auffing, für die engster Körperkontakt nötig ist. "Kommse mal einfach an meinen dicken Bauch!"
Nun wollte er gerne rauchen und fragte meine Kollegin nach einer Kippe. "Fragense mal den Ulf, der gibt Ihnen bestimmt eine!"
"Lieber nicht- ich glaube, der ist schwul!"
[ 17 Uhr 32 ] - [ 9 Kommentare ]
Könnte ja etwas sein.
Kategorie: Vergangen
Meine Liebste ruft mich nur selten im Dienst an, sie weiß, daß ich zu tun habe. Wenn, dann ist es aber auch wichtig. Entweder wirklich dringende Terminabsprachen. Oder aber: Etwas ist passiert. Montag wurde sie von einem vollgedröhnten Arschloch belästigt und hatte furchtbare Angst, er könnte ihr auflauern und sonstwas antun.
Gestern dann hütete sie Bruno, die Teilzeit-Töle, weil Olli keine rechte Zeit für ihn hatte. Unterwegs fraß er einen Knochen, diesen kotzte er prompt wieder aus und benahm sich so wie damals, als er den Igelball gefressen hatte. Apathisch und krank. Sie rief die für ihn zuständige Tierärztin an, die riet dazu, zu kommen, und untersuchte den armen dummen Hund. Magenschleimhautentzündung, mehr war es zum Glück dann doch nicht. Er bekommt nun Pillen ins Futter und ist wieder fast fit.
Die Aktion kostete natürlich viel Geld, und meine Liebste fragte nun, ob das überhaupt in Ordnung gewesen sei, da wir zu Zeit reichlich abgebrannt sind.
Natürlich ist das OK. Ein Tier ist kein Gegenstand, sondern ein Lebewesen und damit einzigartig. Wenn man von Fruchtfliegen absieht. Und entsprechend hat man da auch Verantwortung. Eine Magenperforation war zwar von vorneherein unwahrscheinlich, da er kein Blut gekotzt hatte, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ich habe genug PatientInnen gehabt, die zu lange gewartet hatten.
Wenn wir ein Tier haben, dann kümmern wir uns auch. Auch wenns nicht das eigene ist.
[ 11 Uhr 26 ] - [ 14 Kommentare ]
05. Mai 2010
Ich will Dir die Gedärme herausreißen!
Kategorie: Verdingt
Jemand zeigte mir die Puppe, die ihm seine kleinen Kinder mitgegeben hatten und mit der sie oft spielten. Ich dachte zuerst an ein besonders häßliches Retrodesign-Comicserien-Ding. Doch erklärte er mir, was zu tun sei damit. Und ich stellte fest: Das muß ich haben!



Meinem durch den Konsum schlechter Filme geförderten Trieb, im Gedärm herumzuwühlen, es herauszureißen, die Puppe ausdärmen widerstand ich und korrigierte lediglich die Position der Nieren, die auf Leber und Milz herumlagen, und rückte das Gekröse zurecht.
[ 08 Uhr 53 ] - [ 7 Kommentare ]
03. Mai 2010
Wir Rinder vom Bahnhofsklo.
Kategorie: Verschiedenes
Das Bahnhofsklo kostet satte siebzig Cent pro Benutzung. Dafür ist dieses wenigstens nicht ganz so furchtbar ekelhaft wie früher, als ich immer erst über Berge von Heroinleichen steigen mußte, um die Toilette (falls man die überhaupt noch so nennen konnte) zu benutzen, die meistens so aussah wie das indische Stehklo, von dem ich mal berichtete.
Heutzutage ist ein Besuch dort nur begrenzt bedenklich. Und langweilig. Edelstahl statt Keramik, alles beinahe hygienisch sauber, und irgendwie ist das Publikum weniger gefährlich aufregend. Da pisse ich dann für siebzig Cent in ein Edelstahlpissoir und bekomme nicht einmal das geringste bißken Unterhaltung geboten.
Da lobe ich mir doch die kostenlosen Entsafter in diversen Restaurationsbetrieben, die mich trotz des nicht vorhandenen Eintrittspreises noch ein wenig unterhalten beim Vorgang des Urinierens:

[ 11 Uhr 00 ] - [ 8 Kommentare ]


Wunschzettel Tee