26. Mai 2010
Bin ich Deutschland?
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Bald ist es wieder soweit: Die Fußballnationalmannschaften aus 32 Nationen werden aufeinander losgelassen. Und selbst unser verrottetes Volk wird zu einer Nation. Ersatzkrieg eint die Deutschen so wie einst anno 1914.
Alles ist schwarz-rot-gold geschmückt (warum gelb=gold weiß ich auch nicht). Und gewinnen die doitschen Balltreter mal etwas, dann werden die Straßen unbenutzbar: Autokonvois verstopfen diese und verpesten die Luft, und auch wenn im Grunde schön ist, wenn sich jemand freut und egal ist worüber, ich mag nicht gerne, wenn ich wegen der Hupkonzerte nicht schlafen kann. Da es auch der Portugiesen sehr viele hier gibt, kommen die noch dazu.
Nun denn: Wir sind dann ein Volk. Trotzdem die Schichten und Klassen einander hassen und viele auf beiden Seiten sich den Antifaschistischen Schutzwall zurückwünschen: für einen Monat ist Deutschland eins. Einigkeit und Recht und Freiheit, wenigstens einen Monat ein Drittel davon.
Ohne mich. Wir beide haben unsere eigene kleine Nation auf 45 Quadratmetern unterm Dach. Und hier ist immer Einigkeit und Recht und Freiheit. Das zählt.
[ 22 Uhr 11 ] - [ 4 Kommentare ]
Der Leser setzt Prioritäten. Die Tageszeitung auch.
Kategorie: Kaeseblatt
Was wirklich gemeldet werden muß, entscheiden die Leser. Die Kommentare bringen die Interessen ans Licht: Ein Rettungswagen ist umgekippt, 50.000 Euro Schaden. Die ausführlichste Diskussion seit langem in der Onlineversion unseres lokalen Käseblattes entspinnt sich dort: und zwar darüber, zu welcher Organisation der verunglückte RTW gehört. Alles andere interessiert den doitschen Korintenkacker nicht.
Der geBILDete Bürger will bespaßt werden, nicht informiert. Dem paßt sich auch das Käseblatt an. Und entsprechend sind die Schlagzeilen:
-Busfahrer in Saudi-Arabien will gestillt werden
-Musikprofessor aus Münster: "Lena landet unter den ersten Fünf" (wer auch immer Lena ist)
-Bei Milch ist Tiger-Baby Max nicht zu bremsen
-Drama auf dem Traumschiff
-Preußen holen Chitsulo aus Essen
-Amsel brütet auf der Polizei-Toilette
So einen Schrott findet man bei den Westfälischen Nachrichten ganz oben. Aber das ist ja alles wirklich wichtig!
[ 18 Uhr 49 ] - [ 4 Kommentare ]
25. Mai 2010
Neu, nicht besser.
Kategorie: Vergangen
Auf meiner Station flog eine an uns adressierte pinkibunti Postkarte herum, die für ein neues Pflegeforum warb. Muß ja wohl Kohle hinter sitzen, wenn sich der Verein, bzw. die dahintersteckende GmbH so auf den Markt drängt. Wenn man zu den ersten 2000 Nutzern gehört, kann man einen von 20 I-Pötten gewinnen. Intensives Marketing. Nur- Die ganze Seite und die Werbe-T-Shirts sind farblich so gestaltet, daß ich zuerst dachte, ich sei in einem Webshop für schwules Geschlechtsverkehrszubehör gelandet. Doch ist dies eher eine brigittigittige Community. Auch der Rest ist wenig befriedigend, auf meine Kritik am Puffdesign im Forum bekam ich überwiegend blöde Kommentare. Dafür, daß das ganze professionell aufgezogen worden zu sein scheint, ist das Ergebnis grausam unprofessionell. Kein Mehrwert gegenüber "meinem" Forum: Ich bleibe da lieber bei krankenschwester.de, mehr User, mehr Kompetenz und weniger Augenkrebs.
[ 20 Uhr 12 ] - [ 4 Kommentare ]
Zensur! Ich hasse diesen Pfannkuchen!
Kategorie: Kultur
"Hinter mir ist schon die Frau Mutter geblieben, der Großvater auch und der Schreihälse sieben. Und ich soll dir, Katze-Miatze, nicht entlaufen?"
Und er lief, kantapper, kantapper, in den Wald hinein."
Ich habe dieses Märchen vom dicken, fetten Pfannkuchen schon als Kind gehaßt. Nicht des Inhaltes wegen, eigentlich finde ich ihn recht sympathisch. Immerhin rennt er allen davon, nur von hungrigen Waisenkindern läßt er sich am Ende aufessen. Was mich immer schon störte war dieses elende "Kantapper"! Mag sein, daß das eine Onomatopoesie für klappernde Holzpantinen ist, doof klingt es dennoch mehr als. "Hoppeldipoppel" hätte mich hingegen nicht gestört. Ich erzucke körperlich beim Erschallen dieses Wortes, und selbst mein Notebook wäre beim Schreiben fast abgestürzt, und das, obwohl ich da Linux drauf habe!
Wenn ich irgendwann mal das Märchen vom dicken, fetten Pfannkuchen vorlesen muß, dann zensiere ich scham- und gnadenlos. Weg mit "Kantapper", ich nehme lieber "Hoppeldipoppel"
[ 15 Uhr 31 ] - [ 5 Kommentare ]
24. Mai 2010
Mein Rechner kann jetzt auch Tibetanisch.
Kategorie: Verschiedenes
Oder Tibetisch oder wie auch immer.
Nicht, daß ich das wirklich bräuchte, aber mich nervt sehr, wenn statt richtiger Schriftzeichen nur komische langweilige Platzhalter angezeigt werden.
བོད་ཡིག་བརྡ་ཚད་ལྡན་དུ་སྒྱུར་བའི་ལས་དོན་ཨུ་ཡོན་ལྷན་ཁང་གིས་བསྒྲིགས
Unter Ubuntu ist nur dieser Befehlt im Terminal nötig:
sudo apt-get install ttf-tmuni
[ 10 Uhr 53 ] - [ 5 Kommentare ]
23. Mai 2010
Rotkäppchen- die erste Hippietante voll auf dem Trip.
Kategorie: Kultur
Brüder Grimms Rotkappe muß das erste Hippiemädel und auf dem Trip zu ihrer Omma voll aufm Trip gewesen sein. Denn plötzlich spricht ein Wolf zu ihr und faselt ausgerechnet von Blumen.
[ 11 Uhr 11 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Kampfhunde zerfleischen Kleinkind.
Kategorie: Vergangen
Schreibt unser lokales Käseblatt, und prompt meldet sich der erste Kommentator dazu.
Nunja, ich kann mich erinnern, daß vor über 25 Jahren die beiden Hunde meines Werkunterrichtlehrers die Freundin seiner Tochter totgebissen hatten. Das waren aber keine sogenannten "Kampfhunde". Sondern gehörten zu den liebsten und gepriesensten Hunden der Doitschen: Schäferhunde.
[ 08 Uhr 32 ] - [ 6 Kommentare ]
22. Mai 2010
Heute in acht Tagen.
Kategorie: Verschiedenes
Der 30. Mai ist ein besonderer Tag, weil nämlich, da ist der Weltuntergang. Und noch etwas.
[ 15 Uhr 05 ] - [ 2 Kommentare ]
21. Mai 2010
Ockhams Rasiermesser. Und meins.
Kategorie: Verschiedenes
Ockhams Rasiermesser:
Entitäten dürfen nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden.
Mein Rasiermesser:
[ 10 Uhr 45 ] - [ 3 Kommentare ]
20. Mai 2010
Vom Bock, der Gärtner wurde: Middelhoff managed Münsters Uni.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Das sind ja lustige Nachrichten: Middelhoff, der den Arcandor-Konzern und damit Karstadt in die Pleite geführt hat und gegen den wegen Untreue ermittelt wird, darf jetzt die Finanzen der Westfälischen Wilhelms-Universität machen. Ob er auch die Uni pleite bekommt? Man wird sehen. Ist das nun gezielte Bildungsvernichtung?
[ 20 Uhr 01 ] - [ 2 Kommentare ]
Alle malen den Propheten.
Kategorie: Vernetzt
Einst wurden ja dänische Zeichner mit dem Tode bedroht, weil sie Mohammed (den, der den Islam gestiftet hat) karikiert haben. Und heute ist der "Everybody Draw Mohammed Day". Da möchte ich natürlich auch etwas zu beitragen.

Das hier hat nichts mit dem Islam als Religion zu tun, sondern mit dem Umgang einiger Irrer damit. Und für meine fremdsprachigen Gäste: Nothing against Islam or Mohamed but against some lunatics.
Via Dr. No
[ 13 Uhr 02 ] - [ 4 Kommentare ]
Bis zum Umfallen.
Kategorie: Vergangen
Natürlich haben wir damals, als wir noch jung und schön waren (heute sind wir nur noch UND) ordentlich gefeiert. Das bedeutete auch für uns: Viel Bier und manchmal einen Schnaps. Und fanden betrunken sein toll. Warum auch immer. Letztendlich frage ich mich heute, warum. Betrunken denkt man nicht mehr klar, erzählt nur noch dummes Zeug und läuft überall gegen.
Doch heutzutage sind die Trinksitten anders. Nicht nur Feiern bis zum Reihern, sondern bis zum Umfallen. Bis der Arzt kommt. Und das bis hin zur Intensivstation. Ziemlich teuer für die Krankenkasse und damit die Solidargemeinschaft.
Soll man diese Schnapsleichen nun diese Kosten selbst tragen lassen, wie in dieser Petition gefordert?
Pro:
Die Leute sind in der Tat selbst schuld.
Aber:
Contra:
Und was ist mit den Alkoholikern? Sucht ist eine Krankheit, die behandelt werden muß. "Selbst schuld" gibt es da nicht. Krank ist krank. Aber wie das differenzieren?
Eure Meinung dazu würde mich interessieren.
[ 12 Uhr 08 ] - [ 4 Kommentare ]
The Everlasting Rest- Notfall auf dem Everest!
Kategorie: Literarisch
Meine Liebste und ich sind unterwegs. Notruf vom Chefarzt gestern: Die gesamte Crew ist entweder krank, verletzt oder beides. War nicht ganz einfach, den Eurofighter 2000 zu kapern, noch schwerer ist es, das Ding ohne Ausbildung zu fliegen, aber nur der ist schnell genug. Aber irgendwie ist es uns gelungen- mittlerweile dürften wie auf halber Strecke sein. Leichtes Gepäck: Nähkästchen und Küchenmesser fürs Chirurgische, Wodka zum Narkotisieren und Desinfizieren, außerdem viel Kaffee. Woher der Monsterdoc die Maschinen für die Luftbetankung hat? Keine Ahnung. Mit Mach2 sind wir unterwegs zum Biwak, wo wir mit dem Schleudersitz aussteigen werden. Die Maschine wird zerschellen. Wie wir zurückkommen sollen? Keine Ahnung, wir werden erstmal gebraucht.
[ 08 Uhr 52 ] - [ 11 Kommentare ]
19. Mai 2010
Psychodrogen? Antidepressiva, Methylphenidat (Ritalin) und son Zeugs.
Kategorie: Verrueckt
Psychopharmaka-Bashing ist ja in gewissen Kreisen recht beliebt. Das Zeug mache abhängig und das Gehirn kaputt. Die "Beweise" stehen auf den einschlägigen Webseiten der Rechtsesoteriker und der Antipsychiatrie, die maßgeblich von Scientology aufgebaut wurde. Die wissen schon, warum- psychisch instabile Menschen sind leichtere Opfer für sie und ihre E-Meter.
Wie wirkt das Zeugs denn überhaupt?
Ganz einfach: Die Pillen regulieren den gestörten Neurotransmitterstoffwechsel. Bei Depression sind vor allem Serotonin, aber auch Noradrenalin zu wenig vorhanden im Synaptischen Spalt zwischen den Nervenzellen. Diese werden für den Transport von Informationen und Gefühlen dringend gebraucht. Also sorgt man dafür, daß von dem Zeugs wieder mehr zur Verfügung steht. Dann steigen Antrieb und Stimmung wieder, und die Psychotherapie, die durch die Medis nicht ersetzt werden kann, kann wirken.
Bei ADHS ist das ähnlich, hier ist der Dopaminstoffwechsel aus dem Leim. Konzentration auf das wesentliche ist schwierig bis unmöglich, die Betroffenen schwanken zwischen Phlegma und Rappeligkeit. Methylphenidat ist ein dem Betäubungsmittelgesetz unterstehendes Stimulans und immer gerne aus Aufputschmittel verschrieen. Nix da- auch meine Liebste wird davon ruhiger und konzentrierter- aber auch nicht mehr als Otto Normalverbraucher, auf den diese Substanz am ehesten wie eine Überdosis Kaffee wirkt.
Eine Leistungssteigerung maximal auf das Normalmaß, wenn es gut läuft, bei beiden. Aber nicht darüber hinaus und auch nicht bei allen Kranken. Das ist kein Doping. Die Medikamente stellen, wie beim Diabetiker das Insulin, bestenfalls einen halbwegigen Normalzustand her.
Daß ich besser drauf bin als andere liegt eher an der Psychotherapie, in der ich mir draufschaffte, Ereignisse und Probleme anders zu bewerten und nicht depressiv mich herunterzumachen deswegen. Das können die Medis nicht ersetzen, aber teilweise erst ermöglichen.
Von wegen Drogen. Ich fühle mich überhaupt nicht berauscht. Nur- normal.
[ 12 Uhr 00 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Technikfreak?
Kategorie: Vernetzt
Alle denken, ich sei ein Computerfreak und wisse alles. Linux hab ich auf der Platte! Und ich bekomme tatsächlich eine ganze Menge Probleme behoben, wenn mich jemand darum bittet.
Aber in Wirklichkeit habe ich gar nicht so viel Wissen. Eher so eine Ahnung, was ich tun könnte. Ich hacke einfach so lange wie irre herum, bis die Kiste wieder läuft. Ich traue mich nur mehr als andere. Und Ubuntu ist eine idiotensichere Linux-Distribution. Einfacher als Windows, vor allem beim Netzwerken. Und nachsehen kann man auch, gibt da genug Hilfe im Netz.
Nur mit Mobiltelephonen habe ich nicht so das Talent. Dafür ist meine Liebste zuständig, die mir gezeigt hat, was ich noch alles mit meinem Gerät anfangen könnte. Aber ich nutze das meiste dann doch immer noch nicht und kenne mich überhaupt nicht aus. Mein Mobiltelefon benutze ich immer, wie auch meinen Computer, bis zum Zerfall. Ich brauche nicht das Neueste, kein I-Phone, keinen Quadcore. Der Scheiß soll einfach laufen. Und auch deswegen habe ich Linux- weniger Probleme, mit denen ich mich herumärgern muß.
Nein, ich bin kein Technikfreak. Und meine Uhr hat sogar ein Uhrwerk zum Aufziehen.
[ 10 Uhr 33 ] - [ Noch kein Kommentar ]


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