25. Mai 2009
Statt Fest
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Dieses Wochenende tobte, wie jedes Jahr aufs neue, das, was mal "Stadtfest" hieß (aber mit der Stadt als solcher nicht viel zu tun hatte) und dann aus unerfindlichen Gründen in "Eurocityfest" umgetauft wurde. Was am Erscheinungsbild und Inhalt nicht viel änderte. In Wirklichkeit ist es ein Kollektivbesäufnis mit Musik. Letztere stammt überwiegend aus den Verstärkern diverser mehr oder miner erfolgreicher Top-40-, Oldie- und sonstiger Coverbands, die das Saufgelage untermalen. Gelegentlich hat man das "Glück", irgendeinen abgehalfterten ehemaligen Star buchen zu können.
Dazu gibt es diverse Stände, an denen alles mögliche Zeug verramscht wird, was man sich anderso niemals kaufen würde und selbst für das Schrottwichteln noch zu grauslich wäre. Die Klocontainer reichen scheinbar nie aus- wie auch zu Karneval riecht nach der Feier der ganze Prinzipalmarkt nach Pisse und Kotze. Doch kaum einer geht unvorbereitet in Münsters Innenstadt- das Gelärme, Gerempel und das Gejaule der Bands wären so nicht zu ertragen. Freitag abend wollte ich die Klinik über den Fahrradinnenhof verlassen, kam jedoch kaum raus, da Heerscharen überwiegend junger und verschieden stark angetrunkener Leute die Windhorststraße stadteinwärts strrömten, kaum einer ohne Bierdose oder Wodkaflasche in der Hand.
Das Besäufnis findet ohne mich statt. Mich würde das depressiv machen. Ach nee- das bin ich ja schon längst.
[ 04 Uhr 15 ] - [ 5 Kommentare ]
23. Mai 2009
Krokofantilein: EIne Vorstellung
Kategorie: Verschiedenes
Da ich auch hier schreiben werde, möchte ich mich bei Euch vorstellen, ein wenig was über mich erzählen
geboren wurde ich am 15.11.1973 in Wetzikon, ( ZH- schweiz)
Wohnen tu ich in Winterthur, ( ebenfalls in der Schweiz)
arbeiten tu ich an einem geschützten Arbeitsplatz, in Winterthur, im Werkpunkt.
meine Hobbis sind: Internet, das Depri.ch-Forum, chatten, aber nur im msn und skype... lesen, gamen, tv schauen, und gut diskutieren.. eingentlich wäre tanzen auch ein Tobby, aber da hindern mich meine Hemmungen dran...
ich hab eine Angst und Panikstörung, sowie eine Hypochondrie..
Meine Klinikerfahrung hab ich mit 21 Jahren gemacht.. 4 Monate in der Klinik Hard, und 3 Monate auf der Psychotherapiestation in Meilen... und 2002 auf der Krisenintervention, KIZ, in Winterthur, weil ich den Tod, eines guten Freundes miterleben musste... das war sehr traumatisch..
ich gehe einmal in der Woche in die Therapie, und das sehr erfolgreich
Alles in allem bin ich zufrieden mit meinem Leben, finde, ich meistere das sehr gut, auch wenn ich es nicht immer packe mit Haushalt und so... aber ich arbeite daran..*gg*
Ulf hab ich letztes Jahr, im Dezember 2008, kennengelernt, auf www.depri.ch und es stellte sich schnell heraus, dass er ein super guter Freund werden wird. Er hat mir in einer sehr schweren Situaiton echt gut beigsestanden... und im Laufe der Zeit haben wir uns immer mehr angefreundet, und er besuchte mich Anfang Mai für ein paar tage, und wir hatten es sehr lustig und viele gute Gespräche..
Er ist ein Freund, den ich nie in meinem Leben missen möchte.. Und seine Meinung ist mir enorm wichtig..
bei Fragen: einfach fragen...
liebe Grüsse
von Krokofantilein
[ 05 Uhr 10 ] - [ 7 Kommentare ]
22. Mai 2009
Verschiedenes in eigener Sache
Kategorie: Verschiedenes
1.: Wie schon gestern wird mein Krokofantilein ab jetzt nicht nur kommentieren, sondern auch hin und wieder einen Beitrag veröffentlichen. Erkennbar ist dies ntürlich daran, daß unter dem Beitrag dann statt Ulf eben Krokofantilein steht.
Ich habe sie Ende vergangenen Jahres bei www.depri.ch kennengelernt und liebgewonnen und sie letztens in Winterthur besucht. Und Spaß gehabt.
2. Habe ich bald Geburtstag. Und werde den Telephonstecker aus der Anlage ziehen und den Anrufbeantworter anspringen lassen. Denn ich habe Nachtwachen zu der Zeit und so gerne ich Glückwünsche habe, schlafen muß ich trotzdem. Also bitte nicht wundern, zumindest nicht diejenigen, die mich anzurufen versuchen.
3. Wird es die nächsten Tage etwas schwierig mit sinnvollen Blogbeiträgen, denn ich muß auch noch die nächsten Tage bzw. Abende die Chinchillas meiner Kollegin Silke hüten (die, mit der ich den Geschlechterk(r)ampf ausfechte). Possierliche Tierchen. Ich könnte ja mein Notebook mitnehmen, nur, mangels W-LAN müßte ich das Kabel nehmen, aber die Viecher knabbern ALLES an. Sogar meine Uhr! Unglaublich. Und sie lieben irgendwie meine Käsefüße und setzen sich, obwohl eher scheu, nach ausgiebigem Schnuppern auf meine Füße drauf und verharren dort in andächtigem Schweigen.
Ich werde weiter berichten. Muß mal meine Kamera mitnehmen.
[ 09 Uhr 29 ] - [ 4 Kommentare ]
21. Mai 2009
Worte
Kategorie: Literarisch
Worte..
Ein liebes Wort- das Wärme schenkt..
ein tröstendes Wort,das Geborgenheit schenkt..
Ein lustiges Wort,dass zum lachen bringt...
ein fröhliches Wort, dass froh macht..
ein böses Wort, dass so viel anrichten kann..
es gibt so viele Worte... Worte, die einem Freude schenken,
aber auch Worte... die unheimlich verletzen können..
ich wünschte, ich hätte keine Worte, damit ich Dich nie verletzen kann, und ich hätte keine Stimme, die Dich nie anschreien kann...
ich wünschte, ich wäre stumm.. damit niemand meine Worte falsch verstehen kann...
[ 05 Uhr 51 ] - [ 1 Kommentar ]
20. Mai 2009
Webcam
Kategorie: Vernetzt
So. Seit fünf Minuten besitze ich eine Webcam. Habe ich mir für Skype zugelegt, und dieses wiederum für meine Kontakte ins Ausland.
Installationsanweisung für Windoof: Erst CD rein und Software installieren und warten, bis man dazu aufgefordert wird, das Ding anzuschließen.
Ich benutze, wie schon erwähnt, Ubuntu-Linux. Anschließen, fertig.
[ 11 Uhr 30 ] - [ 3 Kommentare ]
19. Mai 2009
Wikingerhäuptling in Lego
Kategorie: Verrueckte Wikinger
[ 05 Uhr 24 ] - [ 1 Kommentar ]
18. Mai 2009
Ein Klavier, ein Klavier!
Kategorie: Vernetzt
Ich bin soeben vom Dienst heimgekommen. Und finde ein Päckchen von Amazon im Briefkasten. Sieht so aus, als habe jemand meinen Amazon-Wunschzettel entdeckt. Paßt fast perfekt, schließlich habe ich bald Geburtstag!
Herinnen war dies:
Hallo Ulf, ein kleiner Gruß von einer noch unbekannten Blogleserin. Bin durch Zufall auf dein Blog gestoßen und habe mich glatt festgelesen (derzeit bei 1/2008 ) Auf diesem Wege: TOP! Weiter so und alles Gute! Liebe Grüße, Claudia L.
Vielen, vielen Dank, Claudia! Was meinst Du, wieviel Auftrieb mir das gibt!
[ 21 Uhr 28 ] - [ 9 Kommentare ]
Kritik des nackten Wahnsinns: Kap. 5: Die Psychologie des Zombies
Kategorie: Literarisch
Zombies sind die wohl unverstandendsten Kreaturen der Gesellschaft.
Und sie werden ausgegrenzt. Doch haben sie das überhaupt verdient?
Ein Zombie ist ein Untoter, quasi eine lebende Leiche, die sich anscheinend ausschließlich darüber fortpflanzt, indem er einen "normalen" Menschen beißt,
[ Den Rest lesen ]
[ 05 Uhr 20 ] - [ 7 Kommentare ]
15. Mai 2009
Prima Idee
Kategorie: Verrueckt
"Jeder Besuch beim Hausarzt soll zwischen fünf und zehn Euro kosten. Wer ohne Überweisung zum Facharzt geht, muss 25 Euro zahlen."
(Leonhard Hansen, Berufsfunktönär)
Ich kann es mir nicht leisten, mir meinen Facharztbesuch nicht mehr leisten zu können. Und die Krankenkasse eigentlich auch nicht- 2007 war für diese sehr teuer mit Notarzteinsätzen, Intensivstation und monatelangem Krankenhausaufenthalt.
Was soll das? Warum soll ich erst zum Hausarzt, den ich überhaupt nicht brauche, gurken, um mich von ihm dann zu meinem Psychiater überweisen zu lassen? Das ist doch unterm Strich NOCH teurer.
Vielleicht sollten die Kassen mal weniger pompöse Paläste bauen und ihre Bonzendurchfütterungsposten reduzieren.
[ 04 Uhr 06 ] - [ 10 Kommentare ]
14. Mai 2009
Geisteskrank und Spaß dabei II
Kategorie: Verrueckt
Als ich das erste Mal in der Psychiatrie aufschlug, landete ich zunächst auf der Aufnahmestation. Noch in der Nacht stellte die diensthabende Ärztin schnell die Verdachtsdiagnose "Depression". Am nächsten Tag stieß die Oberärztin in dasselbe Horn und sagte, sie wolle mich bei nächster Gelegenheit auf die Depressionsstation verlegen.
Toll. Zu lauter Leuten, die genauso rumsumpfen wie ich. Dachte ich jedenfalls.
Tatsächlich ging es dort beim Abendessen wesentlich ruhiger und gesitteter zu. Aber ich stellte bald fest: Es wurde gescherzt und gelacht. Meist Galgenhumor: "DeprIKEA- lebst Du noch oder hängst Du schon?"
Mein Standardspruch "Hier wird nicht gelacht! Schließlich sind wir depressiv!" hielt sich, wie ich später erfuhr, noch Monate nach meiner Entlassung. Zwar ist das Lachen dort ein anderes. Ein immer noch depressives Lachen. Aber immerhin ein Lachen.
Bald bildete sich um mich auch eine Gruppe, die mit mir unglaubliche Massen schweineleckerer Schokoladenkekse produzierte. Diese Backaktionen nannten wir "Kekstherapie".
Und wir lachten auch über uns und unsere Krankheit. Und über die "Gesunden", die einen verletzten mit Sprüchen wie &Reiß Dich einfach mal zusammen!" oder "Wird schon wieder!" und schlimmerem. Die eigentlich kränker sind als wir, da ihnen das völlig fehlt, was wir zuviel haben: Empathie.
Aber auch wenn wir dort lachten: Depressiv waren wir immer noch.
[ 05 Uhr 47 ] - [ 6 Kommentare ]
12. Mai 2009
Gedicht (1989)
Kategorie: Literarisch
Es war einmal ein Klumpen,
der raucht' Zigarrenstumpen,
drum fährt der blaue Wasserhahn
hinaus mit einem Äppelkahn
belegt mit Wurst der besten Sorte
und fährt in eine rosa Torte.
(im LK Mathematik 1989)
[ 04 Uhr 12 ] - [ Noch kein Kommentar ]
11. Mai 2009
Verstopfung
Kategorie: Verdingt
Es ist ja nicht so, daß ich nichts zu tun habe. Aber es gibt Menschen, die bemerken das nicht und diskutieren mit mir stundenlang sinnlos herum. Wie diese Dame um die 70, die eigentlich geistesklar war. Sie meckerte ohne Unterlaß, daß noch kein Arzt gekommen sei, obwohl sie privatversichert sei. Kann ich verstehen, nur, daß mich das ein sattes Viertel meiner Arbeitszeit kosten mußte, das wollte und will nicht in meinen Kopf. Immer wieder von vorne.
Dann kam sie irgendwann zu mir mit einem anderen Anliegen: sie sei auf der Toilette gewesen und diese nun verstopft. Freitag Nachmitag, kein Klempner mehr im Haus. Das heißt: Selbst ist der Pfleger. ich schnappte mir Handschuhe, um diesem Ereignis todesmutig entgegenzutreten, in der Erwartung, das U-Rohr von einem rekordverdächtigen Haufen zu befreien wie damals in meinem Psychiatrieeinsatz.
Noch bevor ich ins Klo griff, tat sie es: Sie müsse gestehen, daß sie ihre Flockenwindel (so Minipampers bei Inkontinenz, etwas größer als eine Damenbinde) zerpflückt und hineingeworden habe.
Himmel, das weiß man doch! Das macht die doch zu Hause auch nicht, oder? Und der Mülleimer war in Reichweite!
Ich seufzte und machte mich an die Arbeit. Ein Einmalwaschlappen war auch noch drin.
Ich hatte irgendwie das Gefühl, das sei Absicht gewesen. Damit ich komme. Aufmerksamkeit....
Und ich dachte, ICH sei geisteskrank!
Als sie für die Nacht eine normale Pampers Vorlagen haben wollte, konnte ich mir nicht verkneifen, zu sagen, wenn sie diese auch noch in der Toilette entsorgen würde, bekäme sie richtig Ärger mit mir.
[ 04 Uhr 52 ] - [ 5 Kommentare ]
09. Mai 2009
Ich hatte Angst.
Kategorie: Verrueckt
Als ich irgendwann das erste Mal wegen meiner Depression in der Psychiatrie landete, weil nichts mehr ging, gar nichts, wurde eine Angst in mir übermächtig.
Wie würde es mit mir und meiner Arbeit weitergehen?
Für die Erlaubnis, als Krankenpfleger zu arbeiten, muß man geeignet sein, und zwar physisch und psychisch.
Nun war ich also offiziell psychisch krank. Würde ich wieder in meinen Beruf zurückkehren dürfen, den ich so liebe? Das zog mich NOCH weiter herunter. Die Ärztin beruhigte mich: Zuerst einmal ginge es um MICH. Und um mein Überleben. Und um die Wiedererlangung meiner seelischen Gesundheit. Außerdem sei ich nicht der einzige, der trotz Depression und Medikamenten und stationärer Therapie dennoch diesen Beruf ausübe.
Tatsache- ich übe ihn wieder aus.
[ 05 Uhr 31 ] - [ 2 Kommentare ]
08. Mai 2009
Kulturschock und Völkerverständigung
Kategorie: Verschiedenes
Wenn ein münsteraner Psycho in die Schweiz reist, dann gilt es doch einige Barrieren zu überwinden. Da wäre zuerst diese Sprache, die aus irgendwelchen Gründen "Schweizerdeutsch" genannt wird, für mich allerdings noch fremder ist als Mönsterlänner Platt. Zum Glück hat meine dortige Freundin, die ich besuchte, mein Krokofantilein, gedolmetscht. Sonst hätte ich noch nicht einmal Nikotin bekommen.
Dann dieses Geld. Schweizer Franken heißt das Zeug. So weit, so gut. Die Scheine sind sehr hübsch, schön bunt. Die gefallen mir wesentlich besser als die Euroscheine. Aber das Münzgeld ist dafür etwas langweilig. Aber das ist ziemlich egal, Hauptsache, es funktioniert. Man sollte allerdings schon die beiden Geldsorten getrennt aufbewahren, sonst gibt es nur Probleme an Automaten.
Am gestörtesten sind die total bescheuerten Steckdosen. Ich versuchte eine halbe Stunde lang verzweifelt, mein Notebook aufzuladen. Bis wir feststellten, daß das mit einem Adapter dann doch etwas besser geht. Mein eigenes Notebook mußte ich nicht nur wegen der gewohnten Einstellungen. Die haben außerdem in der Schweiz auch noch so komische Tastaturen, wo viele Zeichen woanders sind. Nach einer Viertelstunde gab ich die Suche nach dem ß auf, fand dafür jedoch heraus, daß man ein großes Ä erzeugt, indem man die Caps Lock- Taste drückt und dann auf die Taste, wo das ä und ganz viele andere komische Buchstaben draufgemacht sind, die ich jedoch nicht brauchte.



An sonstige fremdartige Dinge wie "Gipfeli" (Croissant) und so gewöhnte ich mich dann doch irgendwann.
[ 05 Uhr 52 ] - [ 10 Kommentare ]
07. Mai 2009
Neue Wikingerin: Björk die Geisteskranke
Kategorie: Verrueckte Wikinger

Björk die Geisteskranke, blutrünstig wie kaum eine Schildmaid sonst, schlachtet ihre Feinde nicht mit dem Schwert, sondern einem langen Messer ab und spielt dann mit den Därmen.
[ 07 Uhr 44 ] - [ 1 Kommentar ]


Wunschzettel Tee