Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

10. März 2009

BDSM

Kategorie: Verschiedenes

BDSM

[ 06 Uhr 00 ] - [ Noch kein Kommentar ]

08. März 2009

Pfropfen

Kategorie: Verdingt

Bei Atemnot gibt man oft Sauerstoff über einen Schlauch, der Sauerstoffbrille genannt und vor die Nasenlöcher gehängt wird.

Diese Dame hatte Atemnot. Ohne Sauerstoffgabe ging die Sättigung schnell in den roten Bereich. Bettlägerig war sie, zwar wach, aber sie sprach fast gar nicht- Demenz.

Bis mir eines Tages auffiel, daß sie zwar sehr schlecht Luft bekam, aber untypischerweise nicht um Luft schnappte, sondern den Mund geschlossen hielt und nur den Riechkolben zum Atmen benutzte. Da schob ich die Sauerstoffbrille beiseite und guckte mir das dann näher an. Und holte mir eine Pinzette und Zellstoff. Ich zog in Gegenwart meiner erbleichenden Auszubildenden aus jedem Nasenloch einen ungefähr fünf (!) Zentimeter langen Popel, der sich kegelförmig verjüngte und dessen Konsistenz am dickeren, "auswärts" gelegenen Ende typisch grün-popelig war und zur Spitze hin immer schleimiger wurde. Während meine Azubine damit kämpfte, nicht in den Papierkorb zu erbrechen, zeigte ich meine Beute den faszinierten KollegInnen und Doktoren.

Sauerstoff war nicht mehr nötig.

[ 06 Uhr 00 ] - [ 1 Kommentar ]

07. März 2009

Randale in Hamburg

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Da ich gerade den Brutzler in Hamburg besuche, bekomme ich die Ausschreitungen der "Fußballfans" etwas näher mit. Eigentlich sollten die Randalierer auch die Kosten für den Polizeieinsatz tragen, den sie schließlich mutwillig verursacht haben. Auch wenn diese Typen laut ZDF-Nachrichten wohl "jahrelange Stadionsperre" bekommen werden- das interessiert die doch gar nicht. Dann gibt es halt sofort draußen Krawall.

Ich bin ja kein Vertreter von "Law and Order", aber ich fände es korrekt, wenn die Richter da streng urteilen.

[ 19 Uhr 26 ] - [ Noch kein Kommentar ]

Dawn of the Ulf

Kategorie: Verschiedenes

Zombie

[ 16 Uhr 45 ] - [ 1 Kommentar ]

Kaffee

Kategorie: Verfressen

Mich überkam neulich in der Stadt ein starkes Bedürfnis, einen Kaffee zu trinken. Daher steuerte ich den nächsten Laden, der Befriedigung meines Bedürfnisses versprach, an. Hieß so ähnlich wie "Starfucks" oder so. Und am Tresen angekommen, bat ich dann um eine gute Portion dieses Getränks.
Daraufhin prasselte in Form einer Rückfrage nach Präzisierung ein Kauderwelsch aus englischen und italienischen Begriffen auf mich ein. Das einzige, was mein Ultrakurzzeitgedächnis überlebt hatte, war der Begriff "White Kaffee Mocha" oder so. Und natürlich der unvermeidliche Modetrunk "Latte Macchiato" mit diversen Zusätzen, ein Gebräu, welches selbst dem Brutzler zu schwul ist.

Mein Gott, ich hatte einen Kaffee bestellen wollen! Konsterniert verließ ich nach einem kurzen Versuch, das Verständigungsproblem zu beheben, das Lokal und steuerte das weiter entfernte Café Kleimann an. Und dort bestellte ich dann wiederum einen Kaffee. Es kam eine RÜCKFRAGE!

"Tasse oder Kännchen?"

smile

[ 06 Uhr 00 ] - [ 3 Kommentare ]

03. März 2009

Ziegenstall

Kategorie: Verdingt

1991.

Sie roch intensiver nach Ziegenstall als ein echter Ziegenstall.

Weswegen sie kam, weiß ich nicht mehr. Nur, daß sie niemanden in ihre Wohnung gelassen hatte, Pflegedienst nicht und Familie auch nicht. Letztere bestellte anläßlich des Krankenhausaufenthaltes unter anderem einen Kammerjäger.
Sie selbst trug auch einiges an Tierchen auf ihrem Kopf, aber die waren dank chemischer Keule schnell hinüber. Schwieriger war der Gestank. Die gesamte Station stank. Wir duschten sie zweimal täglich. Nach zwei Wochen roch es nur noch im Zimmer, wo sie gerne in die Ecken rotzte.

[ 06 Uhr 00 ] - [ Noch kein Kommentar ]

02. März 2009

Mittelalterlich

Kategorie: Kultur

Letztens begegnete ich, eine soeben erworbene CD mit Liedern der spanischen Renaissance in der Hand, einem Bekannten.

"Oh, Du hörst Mittelaltermusik?"

Argh. Erstens war das Mittelalter noch etwas früher, und zweitens gibt es keine Mittelaltermusik. Nur das, was das gemeine Volk dafür hält, und das ist meist in Wirklichkeit Folk mit Stilelementen in der Regel der (wie gesagt späteren) Renaissance, dazu Texte, deren Sprache der reinen Phantasie der Erzeuger entsprungen ist und mit Mittelalter so viel gemein hat wie meine Schweißfüße mit den Äpfeln im Supermarkt. Nämlich gar nichts.

Wer sich wie ich ernsthaft mit Alter und Früher Musik beschäftigt, würde schnell mitbekommen, daß auch das Mittelalter eine mehrere Jahrhunderte andauernde Epoche war, mit entsprechenden musikalischen Entwicklungen, die nur eines gemeinsam haben: Sie klingen ÜBERHAUPT nicht nach dem, was als "Mittelaltermusik" verkauft wird. Und viel spannender.

Allerdings ist der Kram im normalen Plattenladen nicht wirklich zu bekommen, zum Glück gibt es ausgerechnet direkt an meinem Arbeitsplatz einen Laden, der diesbezüglich gut sortiert ist,

[ 11 Uhr 58 ] - [ Noch kein Kommentar ]

25. Februar 2009

Rosenmontag Nachlese

Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung

Der Dienst vorgestern verlief halbwegs ruhig. Bis zu uns drangen die Schnapsleichen nicht vor. Allerdings ging der Rosenmontagszug direkt um die Klinik, die ja im Herzen der Stadt liegt, herum. Die Geräuschkulisse war entsetzlich. Rummsrummsrumms, ohrenbetäubend.

Irgendwann mache ich mal meinen eigenen Wagen, und auf diesem bieten dann Emma Kirkby und Anthony Rooley Lieder der Renaissance dar. Damit da mal etwas Niveau reinkommt.

Die Betrunkenen vergnügten sich unter anderem damit, mehr oder minder leere Flaschen und anderen Müll durch die Gegend zu werfen. Seltsames Vergnügen... Und verletzungsträchtig.

Ich mußte am frühen Abend in unserer Notaufnahme eine Patientin (mit einer VERNÜNFTIGEN Krankheit) abholen. Dort war die Hölle los. Diverse Verletzungen (welch Wunder, s.o.) und vor allem Alkoholvergiftungen. Ein RTW folgte dem anderen, und die neuen, großzügig dimensionierten Räumlichkeiten quollen über. Die Schnapsleichen mußten auch auf dem Flur geparkt werden, wo sie um die Wette kotzten.

Täusche ich mich, oder wird das von Jahr zu Jahr schlimmer und die Betreffenden immer jünger?

Ich sehe so etwas, und denke daran, daß ich oben auf Station einen Sterbenden pflege. Fühlt sich seltsam an.

[ 06 Uhr 00 ] - [ 5 Kommentare ]

23. Februar 2009

Sag zum Abschied leise Servus, Wasserkocher

Kategorie: Verschiedenes

Übrigens bin ich ein Supermann. Seit ich hier wohne, also etwas mahr als einem Jahr, sind die Kockplatten in meiner Küche defekt, und auch mein Kumpel Olli, gelernter Elektriker, konnte sie nicht reparieren. Gut, für einen allein zu kochen bringt es eh nicht, und für mehrere sind zwei Platten zu wenig, zudem koche ich lieber auf Gas, weshalb ich meistens dann bei meinem besten Freund Peter bin.

Nunja, Platz will genutzt werden, und dort stand dann nun mein Wasserkocher drauf.

Irgendwann stank es bestialisch- siehe da, die Herdplatte hatte sich plötzlich entschlossen, zu funktionieren.

[ 09 Uhr 51 ] - [ 3 Kommentare ]

20. Februar 2009

Freund Hein II

Kategorie: Verrueckt

Freund Hein kommt, wenn er es für richtig hält.
Heute war er bei A., einer Bekannten von mir.
Ich bin traurig.

[ 22 Uhr 51 ] - [ 3 Kommentare ]

18. Februar 2009

Freund Hein.

Kategorie: Verdingt

Oft werde ich gefragt ob es mich nicht belastet, mit so vielen Schwerstkranken und Sterbenden zu arbeiten.

Nein, tut es nicht. Im Gegenteil.
Ich beziehe viel positive Energie gerade aus dieser Arbeit. Mag sein, daß das seltsam klingt. Doch ist die Sterbebegleitung eine der anspruchsvollsten und auch erfüllendsten Aufgaben in der Pflege.
Die meisten finden im Team ein, zwei Bezugspersonen, und zumeist sind diese dann auch gleichzeitig die Bezugspersonen für die Angehörigen. Trifft es mich, dann bin ich Vertrauensperson für die Betroffenen. Das Verhältnis bleibt zwar professionell, wird aber dabei sehr intensiv.

Wenn es mir gelingt, jemandem auf seinem schweren Weg eine gute Stütze zu sein, dann bin ich glücklich und zufrieden. Und ich denke, mir gelingt es recht gut, im richtigen Augenblick die richtigen Worte zu finden- oder auch zu schweigen. Und unaufdringlich Präsenz zu zeigen und das Gefühl zu vermitteln, nicht alleine gelassen zu werden.

Ich betrachte den Tod nicht als Gegner.

[ 22 Uhr 03 ] - [ 3 Kommentare ]

17. Februar 2009

Hurgh!

Kategorie: Vergangen

1997

Unser neuer Zivi gefiel mir damals recht schnell. Und er hatte einen ansprechenden Musikgeschmack. Kurz vor Weihnachten lieh er mir jedenfalls eine CD mit Weihnachtsliedern in Heavy-Metal-Versionen. Am Heiligen Abend hatten wir beide Spätschicht, und wie jedes Jahr kam ein Chor durchs Haus und sang Weihnachtslieder.

Wir hatten unsere liebe Not, nicht vor Lachen zusammenzubrechen.

Wir planten, mit einer Metal-Band die Welt zu erobern. Ein paar der geplanten Titel fallen mir noch ein:

-Diarrhoea Demon
-Satan's Private Toilet In Hell
-Infernal Overshit

Wir leerten in unserer Freizeit so manche Flasche Wein und verständigten uns (sehr zum Leidwesen der KollegInnen) überwiegend mit Grunzlauten. Während des Studiums verschlug es ihn dann nach Aachen, und wir verloren uns aus den Augen.

[ 20 Uhr 16 ] - [ 3 Kommentare ]

13. Februar 2009

Porno

Kategorie: Vergangen

Einst, kurz nach meinem Examen, hatte ich eine Kollegin, deren Lieblingskollege ich war. Sie erzählte mir Montags nach dem freien Wochenende immer, was sie da so erlebt hatte. Meistens kam da ihr Freund angereist, und sie berichtete ausführlich, was sie zu zweit unternommen hatten. In allen Details, die mich nicht wirklich interessierten, aber das merkte sie nicht und plapperte munter weiter.

Irgendwann fragte ich sie mal, ob sie das nicht ein wenig kompliziert fände, technisch gesehen. Sie antwortete mir, daß sie sich nicht vorstellen könnte, daß wir ES spießig machen würden. Ich sagte dazu gar nichts. Zumal ich mir nie Gedanken gemacht hatte, was denn im Bett spießig ist oder nicht.

Nach weiteren Berichten aus dem Lotterbett frug ich sie, ob die beiden sich auch mal unterhalten würden.
Allerdings schien sie den Hintergrund dieser Frage auch nicht zu verstehen.

[ 11 Uhr 29 ] - [ 14 Kommentare ]

12. Februar 2009

Umbenannt

Kategorie: Verrueckt

Vor vielen Jahren wurde auf dem Gelände des Gutes Mariental die erste Irrenanstalt Münsters eingerichtet. Noch heute nennen es viele ältere Münsteraner Mariental, auch wenn später daraus das Landeskrankenhaus (LKH) wurde, in dem ich dann später (ca. 1994) meinen Psychiatrieeinsatz hatte. Richtig, der mit dem vollgekackten und verstopften Klo.

Nach meinem Examen 1996 hieß es recht bald Westfälische Kliniken für Psychiatrie (WKfP). Später wurde dann daraus Westfälische Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie (WKfPP). Noch etwas später wurde es umbenannt in schlicht Westfälische Kliniken Münster (WKM). Vielleicht fühlte sich deren Innere Abteilung diskriminiert? Als ich 2006 das erste Mal dort Patient war, hieß es noch so. Ein Jahr später dann stand auf dem Briefkopf plötzlich LWL-Kliniken Münster (LWL=Landschafstverband Westfalen-Lippe).

Ob da jemand einen geheimen Vertrag mit einer Briefkopfdruckerei hatte? Vier Umbenennungen in 13 Jahren?

Gut, es störte mich nicht wirklich.

Als ich nach meinem letzten Suizidversuch dann im LKH Osnabrück landete, forderten die mit meiner Erlaubnis Unterlagen von meinem Psychiater und meinem Psychologen an. Ich unterschrieb ein Formular dafür, und dachte nicht weiter drüber nach.

Dann wurde zum Oktober die Klinik an den Schweizer AMEOS-Krankenhauskonzern übergeben, an den das Land Niedersachsen die Klinik verschachert hatte. Dadurch änderte sich allerdings erstmal nichts für mich, nur die Schilder wurden ausgetauscht. Bei Entlassung unterschrieb ich wie immer, daß mein Doc und mein Therapeut den Arztbrief bekommen sollten. Und fur heim. Nach 6 Wochen Tagesklinik ging wieder alles seinen gewohnten Gang. Nur beschwerten sich sowohl Therapeut als auch Doc darüber, daß noch immer kein Arztbrief vom LKH eingetroffen sei. Irgendwann sagte ich, das könne nicht sein, ich hätte schließlich in die Übermittlung eingewilligt.

Ja, vom LKH, das damals die Unterlagen angefordert hatte, sind nach wie vor keine Entlaßunterlagen da. Nur vom AMEOS-Klinikum.

AHA!
Das ließ sich aufklären.

[ 09 Uhr 16 ] - [ 5 Kommentare ]

09. Februar 2009

Kopfschmerzen

Kategorie: Verschiedenes

Beim Erwachen heute früh hatte ich Kopfschmerzen. Aber kein Aspirin im Haus. Da ich nur selten Kopfschmerzen habe, vergesse ich beim Abholen meiner Medikamente immer, welches mitzunehmen.

Macht auch nichts- nach dem ersten Kaffee gingen die Kopfschmerzen von alleine wieder weg. Das wird doch kein Koffeinentzug gewesen sein?

[ 11 Uhr 13 ] - [ 1 Kommentar ]

neuere Beiträge | ältere Beiträge