14. Mai 2011
Depression am Arbeitsplatz. Auch Arbeitgeber brauchen Hilfe.
Kategorie: Verrueckt
Ein Depressionskranker ist nicht zwangsläufig als Arbeitnehmer untauglich. Meine depressiven Episoden fielen bis 2005 oder 2006 nicht einmal wirklich auf. Danach gabs dann aber einen deutlichen Leistungsknick.
Ich bin nicht der einzige, der trotz Depression gerne arbeiten möchte. Natürlich ist, wie jeder chronisch Kranke auch, ein psychisch Kranker auf günstige Bedingungen am Arbeitsplatz angewiesen, die seinen individuellen Defiziten Rechnung tragen. Gehbehinderte bekommen ja auch ihren barrierefreien Arbeitsplatz. Hoffe ich jedenfalls.
Arbeitgeber von Depressionskranken können sich Unterstützung bei entsprechenden Anpassungsmaßnahmen holen, wenn sie denn wollen. Das Aktionsnetz Depression am Arbeitsplatz (von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe) zum Beispiel bietet Hilfe an. Dies kann beiden Parteien, dem Arbeitnehmer wie auch dem Arbeitgeber nützen, auch wegen geringerer Ausfälle durch Krankheit.
Zwar fragen Führungskräfte durchaus den betroffenen Arbeitnehmer, wie man ihm helfen kann, doch überfordert ihn das in der Regel, da er in seiner Situation den Überblick darüber nicht immer hat und den Blick des Vorgesetzten sowieso nicht. Daher ist sinnvoll, sich an spezialisierte Fachleute zu wenden, die wissen, wie man die Arbeitsbedingungen optimieren kann, daß sich der Arbeitnehmer gut fühlt und für seinen Betrieb die bestmögliche Leistung erbringt.
Den Arbeitnehmer unter Druck zu setzen ist hingegen nicht nur menschlich, sondern auch unternehmerisch fragwürdig. Die Kosten durch weitere Krankheitsausfälle könnten steigen, suizidgefährdete Personen sich gar das Leben nehmen. Der Imageschaden kann enorm sein.
Wesentlich friedlicher sind da gütliche Einigungen und wertschätzende Behandlung des Arbeitnehmers, indem man ihn nicht nur auf seine Schwächen reduziert, sondern, gegebenenfalls mit den Aktionsnetz, ein Konzept entwickelt, ihn sinnvoll im Betrieb eingegliedert zu belassen und seiner Fürsorgepflicht gänzlich unheuschreckenhaft nachzukommen. Profitieren werden beide.
[ 14 Uhr 30 ] - [ 4 Kommentare ]
Haare am Krishna, Haare auf der Margarine Rama.
Kategorie: Vergangen
Vor fast genau zwanzig Jahren machte ich irgendwie mein Abitur, welches ich sogar bestand. Mit Latein als Abiturfach, was insofern gewagt war, als daß ich (nicht übertrieben!) gar kein Latein konnte. Aber es wurde
[ Den Rest lesen ]
[ 10 Uhr 51 ] - [ 4 Kommentare ]
12. Mai 2011
Speckpfannkuchen mit Birnen.
Kategorie: Verschiedenes
Geht schnell und ist einfach und billig.
Bacon kleingeschnippelt in Olivenöl anbraten. Beim Bacon kann ich dringend dazu raten, nicht das billigste Zeug zu
[ Den Rest lesen ]
[ 18 Uhr 32 ] - [ 6 Kommentare ]
Dr. Guttenberg, Dr. Koch-Mehrin, Dr. Saß.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Ist schon eigenartig, wie viele Politiker nun auffliegen mit ergaunerten Doktortiteln. Zu geizig für einen ehrgeizigen Ghostwriter, der Fremdinhalte vernünftig verschleiern könnte? Denkbar.
Warum aber diese Gier nach einem Titel, mit welchem man doch nur die angebliche Fähigkeit zu wissenschaftlicher Arbeit nachweisen würde? Der Vorreiter in dieser Affärenserie, Dr. Guttenberg, hatte durchaus Vorgänger im Amte des Kriegsministers, die keinen Doktortitel trugen. Georg Leber zum Beispiel war gelernter Kaufmann und Maurer. Ein Dr. mur. ist mir nicht bekannt. Ob Leber deswegen einen weniger geilen Job gemacht hat ist mir nicht bekannt, da war ich noch zu klein und kannte dieses Wort nicht.
Dem Doktortitel haftet immer noch der Ruch des Gebildeten, kompetenten an. Ich darf mir aber erlauben, zu erwähnen, daß mir auch schon reichlich inkompetende Idioten mit Doktortitel begegnet sind in den unterschiedlichsten Disziplinen. Was zählt, ist das, was hinten rauskommt (immer dasselbe!
) und nicht das, was draufsteht. Doktorkacke riecht nicht besser als Maurerkacke.
Allerdings öffnet der Titel offenbar Tür und Tor, und dafür zu betrügen, scheint sich zu lohnen, offenbart aber auf jeden Fall, wes Geistes Kind dieses Gesocks ist. Betrügen, um ein Ziel zu erreichen, unlautere, illegale Methoden anwenden, um nachher für Recht und Ordnung einzutreten...
Diese Leute sind ganz gewöhnliche Betrüger. Und damit ganz gewöhnliche Politiker.
[ 10 Uhr 52 ] - [ 4 Kommentare ]
10. Mai 2011
Der Bio-Defibrillator.
Kategorie: Vergangen
Meine berufliche Zukunft ist ja derzeit etwas unklar. Da bietet sich doch an, meine Kenntnisse kreativ zu nutzen und Heilpraktiker zu werden. Für die "Prüfung" sollte mein nicht vorhandenes Wissen auf jeden Fall ausreichen. Und dann behandele ich die Globuligläubigen mit Natur pur.
Meine Praxis will gut eingerichtet sein. Wenn ich die besonders starken Hochpotenzen anwende, dann kann natürlich (Wortspiel, hehe) auch mal etwas in die Hose gehen. Also brauche ich einen Notfallkoffer mit Bachblüten und Rescue-Tropfen, den üblichen Homöopathiekram und so und wenn die Pumpe mal ganz streikt, schwimmen meine Natur-Defibrillatoren im Aquarium: Zitterrochen und solche Viecher. Ob die auch in D200 gehen könnte ich ja mal versuchen, aber wenn da einer klinisch tot herumliegt, ist das mit dem Schlucken der Klobuli so eine Sache. Hauptsache Natur.
[ 10 Uhr 24 ] - [ 3 Kommentare ]
09. Mai 2011
Ängste, die die Welt nicht braucht.
Kategorie: Verschiedenes
Wenn es tatsächlich eine Phobie vor am Gaumen klebenbleibender Erdnußbutter gibt, dann haben auch die folgenden Ängste ihre Daseinsberechtigung:
Dikaiologophobie (Angst vor Ausreden)
Siderokokoraphobie (Angst vor Eisenpimmel [Band])
Peristeriapopteromenopsitophobie (Angst vor gebratenen ungerupften Tauben)
Meriitousóomatossekouvadesgypsophobie (Angst vor Leichenteilen in Putzeimern)
Paichnidiapoueinaistintileorasiphobie (Angst vor Spielen, die auf dem Fernseher liegen)
Sapismenotileoraseisplasmatosstasimiesaeiphobie (Angst vor verrottenden Plasmafernsehern in Aspik)
[ 20 Uhr 42 ] - [ 3 Kommentare ]
Das Open-Source-Mantra:
Kategorie: Verkohlt
Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu. Gnu.
[ 19 Uhr 34 ] - [ Noch kein Kommentar ]
To-Do-Liste.
Kategorie: Verrueckt
Schwerbehinderungsantrag: erledigt, 50% gültig ab 23.3.2011
Integrationsfachdienst: bereits involviert.
Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: Vorbereitet
Anwalt: aktiv
Berufliche Perspektive: für mich sehr unübersichtlich.
Private Perspektive: wie gehabt bestens. Das ist ohnehin das wichtigste.
[ 18 Uhr 24 ] - [ 1 Kommentar ]
08. Mai 2011
Selbstmord. Suizid. Freitod.
Kategorie: Verrueckt
Immer wieder höre ich zwei Extreme zum Thema Selbsttötung. Entweder betrachtet man den Freitod als die möglicherweise einzige Freiheit, die wir überhaupt haben, oder jemand besonders schlaues meint, Selbstmord sei feige.
Letztere Äußerung habe
[ Den Rest lesen ]
[ 23 Uhr 33 ] - [ 2 Kommentare ]
Großfamilie. Die bucklige Verwandtschaft von sieben Milliarden Menschen.
Kategorie: Verschiedenes
Glaubt man den Kreationisten, dann sind wir sowieso alle miteinander verwandt, von wegen Adam und Eva und so, und danach kam ja noch die Geschichte mit Noah.
Aber auch die Evolution ist prima geeignet, uns alle als Verwandschaft zu deklarieren. Nehmen wir mal großzügig an, daß der Mensch sich mit 30 Jahren fortpflanzt. Früher war das allerdings viel früher, aber irgendwie muß das ja berechenbar bleiben.
Zur Erzeugung eines Menschen werden Eltern benötigt, also zwei. Jeder hat also zwei Eltern, vier Großeltern, acht Urgroßeltern und so weiter. Also 2Generation. Gehen wir mal 1200 Jahre zurück, ins Jahr Achthundertirgendwas. Das wären vierzig Generationen. 240=1.099.511.628.000 Menschen, die die Vierzigmalurgroßeltern sein müßten. Das sind zehnmal so viel Menschen, wie bis heute jemals gelebt haben (nach Wikipedia jedenfalls). Und damals gab es um die zweihundert Millionen Menschen auf der Welt. Also gibt es zwangsläufig irgendwelche Überschneidungen, die noch nach der Entwicklung der ersten Amöbe aus der Ursuppe entstanden.
Also: Alle Menschen auf dieser Welt sind miteinander verwandt.
Warum bringen wir eigentlich unsere Verwandten um?
[ 17 Uhr 26 ] - [ 2 Kommentare ]
07. Mai 2011
Bilinguale Ehe.
Kategorie: Verschiedenes
Als ich meine künftige Liebste das erste Mal besuchte, war ich auch das erste Mal bewußt in der Schweiz. Ich stieg am Bahnhof in Zürich in der deutschsprachigen Schweiz um, als mich eine Dame ansprach. Und ich verstand kein Wort.
Später übersetzte meine Liebste im Ernstfall, denn auch, wenn offiziell in Behörden und Schulen Hochdeutsch gesprochen wird, außerhalb gilt wieder: Muttersprache. Und diese ist Schweizerdeutsch.
Nach einigen Wochen regen Pendelverkehrs zwischen Münster und Winterthur, lesen von Schweizerdeutschen Texten und dergleichen sprach ich diesen zuerst vollkommen unverständlichen Dialekt zwar nicht (und kann es bis heute nicht), aber ich verstand ihn gut genug, um meiner Liebsten Sippe und Freunden sagen zu können, daß sie ruhig sprechen können, wie sie es gewohnt sind, ich würde dann einfach auf Hochdeutsch antworten.
Und so ist es noch heute. Wenn wir beide unter uns sind, wenn keiner außer mir meine Liebeste verstehen muß, spreche ich Hochdeutsch und sie Schwiizerdüütsch, jeweils gespickt mit einigen speziellen Vokabeln, die außer uns ohnehin niemand versteht.
Das ist angenehm für uns beide. Und andere raffen gar nichts.
[ 23 Uhr 38 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Schrumpfgehirn.
Kategorie: Verrueckt
Des Hirnes Schrumpfung ist vollzogen.
Braucht auch mancher hierzu Drogen
hat andren Menschen gleich (weswegen?)
Gott zu wenig ausgegeben.
Letztlich sind zwar alle Gleiche,
Sinds der Hirne harte, weiche,
große kleine tief im Kopf
sterben muß ein jeder Tropf.
Doch wenn manches Menschen Hirn
sich verstrickt wie schlechter Zwirn
will man ihn meistens nicht mehr sehen.
Nimm den Koffer! Du kannst gehen!
Denn auch wenn wir alle gleich
sind wir's manchmal erst als Leich'.
Funktioniert Dein Hirn nicht gut
bist Du ungleich. Das macht Wut.
Man sieht ausschließlich Deinen Schaden.
Deshalb wirst Du abgeladen.
Ob Du was kannst ist nun egal.
Du bist am Arsch. Das ist banal.
Doch- auch ein irres Hirn kann nützen.
Wir haben einen an der Mützen.
Wir haben unsre Fähigkeiten.
Dieses sollten wir verbreiten.
[ 16 Uhr 39 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Voll retro.
Kategorie: Verschiedenes
Meine Liebste zockt unheimlich gerne. Allerdings nicht dieses ganz moderne X-Box wii hassenichesehn-Zeugs. Ein Gameboy tut es da viel besser. Heute ist so ein Teil samt Spielen ja bezahlbar. Wenn ich mir überlege, was das alles mal gekostet hat... Auch diese im Vergleich zu heute lächerlichen Spielkonsolen von Atari zu Beginn der Achtziger Jahre... Wobei die Games zwar recht einfach waren, aber ziemlich gut dafür.
Demnächst schleppt sie mir noch den guten alten Brotkasten an, auch als C64 bekannt. 64 Kilobyte Arbeitsspeicher. Bildschirmauflösung im Vergleich zu heute eher Lächeln erregend. Aber trotzdem: Auch wenn ich selbst nicht so der Gamer bin- die Spiele waren prima. Vielleicht gerade deswegen, weil die beschränkten Möglichkeiten zu Kreativität zwangen.
Kaiser zum Beispiel... das wäre das einzige, was ich heute noch zocken würde.
Diese ganzen Games mit aufwendiger zweiunddröflzig-Bit-Vier-D-Linearbeschleuniger-Grafik reizen mich viel weniger als damals die Atari- und C64er-Spiele. Ich konzentriere mich lieber auf das Wesentliche. Und darum spiele ich, wenn ich schon mal spiele, ganz altmodisch mit dem Kreis der Familie.
Obwohl, Kaiser...
[ 09 Uhr 36 ] - [ 3 Kommentare ]
06. Mai 2011
Natürlich wäre einiges einfacher, wenn ich tot wäre.
Kategorie: Verrueckt
Wenns zu einfach ist, dann ist es aber auch verdammt langweilig. Das ist wie mit einem Puzzle oder Rätsel: Wenns schwierig wird, wirds spannend. Tot bin ich jedenfalls noch lange genug, und auch die Depression kann mich nicht davon überzeugen, aufzugeben.
Wenn ich auch manchmal direkt oder indirekt gesagt bekomme, daß ich eigentlich überhaupt keine verwertbaren Fähigkeiten habe, was ich natürlich wenig erfreulich finde, so denke ich doch, daß ich eine Existenzberechtigung habe. Denkt meine Frau auch. Ich habe mir mein Schicksal nicht ausgesucht, ein offensichtlicher Nichtsnutz zu sein. Und abfinden werde ich mich damit auch nicht. Irgendetwas sollte sogar ich können.
Ich will mir das Leben nicht zu einfach machen.
Und anderen schon gar nicht.
[ 21 Uhr 19 ] - [ 10 Kommentare ]
05. Mai 2011
Und was kommt nun?
Kategorie: Verrueckt
Heute habe ich wieder einmal drölfzig Fragebogen ausgefüllt. Diesmal für meinen Doktor. Der sinnt nämlich wegen meiner Konzentrationsschwierigkeiten darüber nach, ob ich eventuell auch etwas in die Richtung ADHS haben könnte. AD würde mich nicht wundern. Ein Aufmerksamkeitsdefizit hatte ich irgendwie schon immer, wenn es auch nie wirklich auffiel. Hyperaktiv jedoch bin ich nicht, eher im Gegenteil. Ich bin verträumt und träge, so daß mich meine Lehrerin in der Quinta immer Willy nannte - nach dem WIlly von Biene Maja. Damals hat mich das ein wenig geärgert, aber mittlerweile (und gerade unter diesen Vorzeichen) kann ich darüber prima grinsen.
Für mich würde das bedeuten, eine Erklärung für meine vermeintliche Schludrigkeit zu haben. Alle haben sich darüber immer geärgert. Lange ist das nicht so aufgefallen, aber ich denke durch die verstärkte Wahrnehmung nach dem berüchtigten Jahr 2007 wurde ich verstärkt darauf angesprochen. Manch einer glaubte sogar, ich hätte keinen Bock. Aber im Gegenteil.
Sollte ich aber tatsächlich eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung haben, dann könnte man versuchen, das zu behandeln. Zumindest aber wäre ich meine nicht unerheblichen Schuldgefühle darüber los. Diese haben mich schon sehr gequält, weil die KollegInnen einiges kompensieren mußten meinetwegen. Ich hatte bislang immer das Gefühl, eine Evolutionsbremse zu sein, bei der letztlich immer wieder mangelnder Wille vermutet wurde.
Unter so etwas leide ich sehr, ich habe meinen Job immer sehr geliebt und wollte nichts lieber, als ihn ordentlich zu machen. Ich hatte immer das Gefühl, mein Hirn knüppelt mir zwischen die Beine und ich bin schuld.
Ich aber werde alles tun, um wieder auf die Beine zu kommen. Und niemand wird mir da Steine in den Weg legen können oder mir ans Bein pissen.
Ich bin nicht schuldig daran, daß ich bin wie ich bin.
Und ich tue alles, um so normal zu sein wie es geht.
[ 22 Uhr 15 ] - [ 3 Kommentare ]


Wunschzettel Tee