03. März 2011
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn überhaupt.
Kategorie: Verrueckt
Auch wenn ich eigentlich gehofft hatte, die Schwarze Lady würde mich mal endgültig kreuzweise, diese Episode ist eigentlich vergleichsweise gut. Ich fühle mich besser als bei der letzten Entlassung Anfang 2008 (wobei jetzt die Tendenz in die falsche Richtung ging). Die Talsohle sollte vorüber sein. Bis ich wieder völlig fit bin wird es wohl noch etwas dauern. Aber solange ich nicht dauernd damit beschäftigt bin, mich zu suizidieren oder daran zu denken ist alles halb so wild.
Da meine Liebste bekanntlich ADHS und damit einen etwas übersteigerten Antrieb hat, habe ich es etwas leichter als früher die erlernten Maßnahmen (Aktivität, pos. Erlebnisse schaffen, noch mehr Aktivität) durchzuziehen.
Ich merke, ich werde verstanden. Irgendwie ist es anders als früher.
Es wird besser.
[ 11 Uhr 49 ] - [ 1 Kommentar ]
02. März 2011
Wer nicht lacht, soll auch nicht herrschen.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Eine harmlose Äußerung von mir:
Was? Lenin ist gestorben? Habe ich gar nicht mitbekommen.
rief die Linke auf den Plan:
Wann genau wurdest Du lobotomisiert? Mach nur weiter mit Deinen sinnlosen Kindereien...Geschichte schreiben Genies wie Lenin!
Abgesehen davon, daß ich ja sowieso sehr kompetent finde, wenn jemand einen wegen einer anderen politischen Meinung beleidigt, klingt das doch sehr nach humorlosem Betonkopf. Könnte auch von der MLPD stammen, dieser Satz.
Lieber gar keine Herrscher als solche!
Bin mal gespannt, wann sich der Rote Frontkämpferbund und die SA vor meiner Tür treffen und statt mich sich gegenseitig tothauen.
[ 12 Uhr 19 ] - [ 5 Kommentare ]
01. März 2011
Familienplaning für Computerkabel.
Kategorie: Vernetzt
Ich komme dagegen an: Kaum habe ich den Kabelsalat zu meinen Füßen geordnet, sortiert, aussortiert und so weiter, kaum daß ich damit fertig bin, sieht es aus wie eh und je: Gefühlte fünftausend Kabel, allesamt ordentlich miteinander verheddert, werden wieder zur Staub- und Stolperfalle.
Die müssen sich irgendwie selbständig vermehren. Und umherkriechen. Nein, Ihr bekommt kein Photo davon.
[ 13 Uhr 51 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Seit elf Uhr fünfzehn wird nun zurückgetreten.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Der Schritt war überfällig.
Doch interessant seine Statements dazu:
„Ich war immer bereit zu kämpfen. Aber ich habe die Grenzen meiner Kraft erreicht.“ - ooooh Du armes Tuk-Tuk! Weißt Du wirklich, was kämpfen ist, mit Deinem Millionenerbe, daß Dir ermöglichte, niemals wirklich arbeiten zu müssen? Ohne die Angst um den Arbeitsplatz leben zu müssen?
Oder aber- hast Du jemals wirklich die Grenzen Deiner Kraft erreicht? Weißt Du, was Du da von Dir gibst, Karl Theodor Guttenberg? Da geht nämlich noch einiges nach unten, wer hier schon länger liest, weiß, wie es gehen kann.
Dennoch- ich möchte Deine Probleme nicht mit meinen tauschen. Mein Leben gefällt mir nämlich trotz aller Schwierigkeiten verdammt gut.
[ 11 Uhr 46 ] - [ 6 Kommentare ]
28. Februar 2011
Interessante Dissertationen von Mitgliedern des Bundestages (II):
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Aus der SED (sozialistische Einheitspartei Deutschlands) erstand nach der Wende in mehreren Schritten DIE LINKE aus Ruinen auf. Viele MitgliederInnen sind noch im Osten, in der DDR, promoviert. Und Dr. Dagmar Enkelmann, MdB für DIE LINKE, hatte dieses ersprießliche Thema:
Analyse und Kritik des Konzepts bürgerlicher Ideologen der BRD „Identitätskrise der Jugend der DDR“
Den Doktor für Juristerei bekam der Fraktionsvorsitzende eben dieser Partei, Gregor Gysi, für ein Werk mit dem Titel „Zur Vervollkommnung des sozialistischen Rechtes im Rechtsverwirklichungsprozeß“.
Besonders interessieren würde mich die Arbeit von Volkswirtin Petra Sitte: „Die Führungstätigkeit der SED-Bezirksorganisation Halle bei der Weiterentwicklung der sozialistischen Produktionsverhältnisse in der Industrie und der Herausbildung der Kombinate (sechziger und siebziger Jahre)“
Wenn Ihr mir helfen wollt, ich nehme auch „historische“ Politiker.
[ 13 Uhr 00 ] - [ 2 Kommentare ]
Interessante Dissertationen von Mitgliedern des Bundestages (I):
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Doktorarbeiten haben oft hochinteressante Themen. Das bisher interessanteste und relevanteste, welches mir begegnet ist:
„Die Entwicklung der Margarineindustrie am unteren Niederrhein“
(MdB Dr. Barbara Hendricks, SPD)
Eine wissenschaftliche Arbeit, die die Welt verändert hat.
[ 12 Uhr 01 ] - [ 1 Kommentar ]
27. Februar 2011
Dünnbrettbohrer. Gerechtigkeit muß sein.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Guttenberg ist unter Beschuß wegen seiner Dissertation (bzw. wegen dem, was er als solche eingereicht hatte). Die olle Kristina Schröder gerät ebenso in die Schußlinie- ob sie nicht mehr Hilfe bei ihrer offensichtlich weniger aus Liebe zur Wissenschaft, sondern zum Doktortitel angefertigten Doktorarbeit als erlaubt beansprucht habe (FR). Über ein Thema, welches kein Schwein interessiert.
Aber was ich doch sehr ungerecht finde: Nur die CDU-Bonzen müssen daran glauben. Obwohl die Opposition sicherlich mindestens genauso viel Müll als „wissenschaftliche Arbeit“ durchgewunken bekommen hat.
Vor Jahrhunderten (20 Jahren?) gab es mal ein schönes Buch vom Eichborn-Verlag: Dünnbrettbohrer. Darin wurden die Doktorarbeiten von Kohl, Ratzinger (der hieß damals noch so) und etlichen anderen Größen auseinandergenommen. Ich wäre für eine Neuauflage mit den Dissertationen der wichtigsten Spitzenpolitiker mit Doktortitel. Die Recherchen dürften heute leichter sein, was Plagiate betrifft. Aber auch am Inhalt darf man rütteln, denn in mancher geisteswissenschaftlichen Diss läßt sich sicherlich Geschwurbel ohne Wert finden.
Ich habe dem Eichborn-Verlag mal geschrieben.
[ 17 Uhr 04 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Extrem-Musikhöring.
Kategorie: Vernetzt
Ich bin ein alter Mann. Und als solcher besitze ich noch richtige Schallplatten, also, diese runden schwarzen Dinger, wo man einen Tonarm drauftun muß und keinen Laser. Auf dem Flohmarkt erwerbe ich durchaus immer noch welche, nicht alles gibt es digital. Und manche Sachen hören sich vom Plattenspieler aus einfach besser an. Nicht, daß ich mit meinen kaputten Ohren da noch einen Unterschied (ausßer Knistern) ausmachen würde, aber das Auge ißt bzw. hört mit. Wenn der Tonarm auf einer alten Bluesplatte leicht wippt und so...
Ansonsten verlege ich mich immer mehr auf MP3. Dann muß ich nicht mehr ständig aufstehen und die CD wechseln. Ich kann Abspiellisten erzeugen, Zufallswiedergabe von hunderten von Titeln und was weiß ich. Mittlerweile sind die meisten meiner Neuanschaffungen gar keine CDs mehr, sondern MP3. Natürlich sichere ich die Daten gut, nicht, daß ein Festplattencrash die teure Musik vernichtet.
Aber wer hätte vor gut 20 Jahren daran geglaubt, daß man seine gesamte Plattensammlung auf einem feuerzeuggroßen Dingens unterbringen kann?
[ 12 Uhr 14 ] - [ 5 Kommentare ]
26. Februar 2011
Bei Ulf lesen heißt siegen lernen! Oder: Das Gewinnspiel.
Kategorie: Vernetzt
Da Gewinnspiele bei Bloggern nicht unbeliebt zu sein scheinen, mache ich jetzt auch mal eines. Nur ein Gewinn, und den habe ich nicht gesponsort bekommen oder so, sondern selbst gekauft und bezahlt. Und eine Gegenleistung erwarte ich nicht, auch wenn ich mich immer über Verlinkungen freue und wenn ich erwähnt werde.
Start ist: Sofort.
Einsendeschluß ist mein 39. Geburtstag (selbst herausfinden! ist dieses Jahr) um zwölf Uhr Mittags.
Was mußt Du tun? Die Preisfrage beantworten: Was für eine Uhr ziert mein Handgelenk? Bitte an ulf@hundeiker.de, NICHT in die Kommentare!!! Bitte vollständige Anschrift, irgendwo muß der Gewinn ja hin! Unter den Einsendern wird durch meine persönliche Glücksfee (Rückansicht im Bild) der oder die glückliche GewinnerIn ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Linksweg auch, und der Holzweg erst recht.
Und das könnt Ihr bekommen:

Motörhead: The Wörld ist Yours. Die Aktuelle CD ist dat. Viel Erfolg. Weiterverbreitern erlaubt!
[ 09 Uhr 35 ] - [ ]
25. Februar 2011
Zyankali.
Kategorie: Vergangen
Es war ein lauschiger Abend im Oktober des Jahres 1997, etwa sechs Wochen nach dem tragischen Unfalltod der als„ Lady Di“ bekannten Diana Spencer im Tunnel, und Jöto mit mir in Berlin zum Bundeskongreß der Deutschen Friedensgesellschaft. Nun wollten wir des Abends etwas rausgehen,
[ Den Rest lesen ]
[ 21 Uhr 24 ] - [ 1 Kommentar ]
Gebt dem Gast, was des Gastes ist und dem Baby, was des Babies ist!
Kategorie: Verschiedenes
Eine Eisdiele in London hat sich eine neue Eisspezialität ausgedacht: Baby Gaga. Vanille, Zitrone, Muttermilch. Mutter, nicht Butter!
Nun bin ich ja im Grunde allem gegenüber aufgeschlossen und wäre prinzipiell interessiert, das zu probieren. Ich habe damit aber ein Problem. Allerdings ist mein Problem nicht Ekel, wie die Westfälischen Käsenachrichten schreiben. Wenns Muttermilch eklig wäre, warum füttert man damit seine Kinder? Propagiert sie zu Recht als das Beste, was man dem Baby zu essen geben kann? Oder kommt da etwa eine seltsame Vorstellung von (nicht gegebenem) Kannibalismus auf, weil man etwas von einem Menschen zu sich nimmt?
Nein, mit Ekel hat das nichts zu tun (solange die Milch für mich kalt ist). Doch irgendwo muß sie ja herkommen. Und zwar von frischgebackenen Müttern. Dazu dürfte dann aber auch ein Baby gehören. Soll das etwa aus Profitgier oder eher noch wirdtschaftlicher Not mit irgendsonem Synthetikscheiß abgespeist werden? Jedem das seine. Dem Baby die Muttermilch.
Mann, kann ich konservativ sein.
[ 19 Uhr 03 ] - [ 6 Kommentare ]
24. Februar 2011
Gute Arbeit, guter Lohn.
Kategorie: Verschiedenes
Dies dürfte das derzeit teuerste Buch in meinem Regal sein. Doch wenigstens kann ich es jetzt auch ins Regal stellen. Bislang war es ein locker zusammengehefteter, hundertundsechtzig Jahre alter Blätterstapel, der mich trotz seines erbarmungswürdigen Zustands recht viel Geld gekostet hatte. Um das Opus meines Ichweißnichtwievielurgroßonkels Elias Gerhard Julius haltbar zu machen, gab ich es der Buchbinderin um die Ecke. Eigentlich hatte ich dies schon lange vorgehabt. Um siese Ruine zu einem Buch zu machen war ein gewaltiger Aufwand nötig. Vor dem eigentlichen Binden ließ ich noch die Seiten glätten und dergleichen. Echtes Leder mit Goldprägung ist zwar nicht billig, macht aber einen relativ kleinen Teil der Rechnung aus.
Ich bin zufrieden. Und empfehle Frau Reitz und ihre Kunst gerne weiter.
Edit:
Zum Lesen herunterladen kann man das Werk mittlerweile bei Wikipedia.
[ 16 Uhr 33 ] - [ 4 Kommentare ]
23. Februar 2011
Ausgegrenzt und ausgeweidet.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Während Politik, Geldadel und „Aristokratie“ fleißig das von ihren Vorfahren ergaunerte oder selbst anderen Leuten aus der Tasche gezogene Geld ausgeben, denken sie sich immer neue Sachen aus, wie der unproduktive Teil der Gesellschaft auch noch verwertet werden kann. Die beste Idee hat Peter Oberender, Professor für Volkswirtschaft an der Uni Bayreuth (! natürlich !).
Er geht nicht ans Eingemachte, sondern an die Eingeweide: habe jemand nicht die Möglichkeit, seine Familie zu ernähren, müsse er Organe verkaufen „dürfen“. Im Klartext heißt das, der Hartz-IV-Empfänger soll sich in Lebensgefahr begeben, nicht der Staat sein Leben schützen. Jede Operation, insbesondere die (Teil-)Entnahme von Organen, birgt nämlich Risiken.
Sollen so Herzen und Lebern für die Bonzen (siehe der nach ZWEI Herztransplantationen direkt hintereinander verblichene Thurn und Taxis) erpreßt werden und gleichzeitig Kostenfaktoren in Form von Leistungsempfängern reduziert werden?
Die Idee ist vier Jahre alt. Daß sie vom Tisch wäre, hat nie wer verlauten lassen.
Sollen sie doch gleich Soylent Green produzieren.
[ 14 Uhr 21 ] - [ 3 Kommentare ]
Wer ist mitschuldig?
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Daß der Raubritter-Halbjurist bei seiner Doktorarbeit gemurkst hat, zweifelt wohl kaum jemand noch an. Aber nicht nur er hat, äh, unsauber gearbeitet.
Seine Nicht-Dissertation hatte die Note „summa cum laude“ bekommen. Mit höchstem Lob. Bestnote. Dafür gibt es eigentlich Kriterien, die zu erfüllen sind. Wechselnder Gebrauch von alter und neuer Rechtschreibung gehören sicher nicht dazu. Und eigentlich würde ich von der Promotionskommission erwarten, daß sie vor Vergabe von Noten allgemein, von Bestnoten besonders, genau hinguckt, ob da nicht irgendetwas unstimmig ist. Zumal die Universität Bayreuth zum „Elitenetzwerk Bayern“ gehört.
Der Doktorvater, der ihn hätte beraten sollen, hätte erst recht schauen sollen, um seine Reputation nicht zu gefährden. Ich denke, gefährdet ist sie nun nicht mehr. Sie ist im beschädigt. Aber er macht nun zunächst eine längere Auslandsreise. Die hat er lange geplant. Aha?
Sind die jetzt alle gar Betrüger zu nennen?
[ 12 Uhr 18 ] - [ 1 Kommentar ]
22. Februar 2011
Das erste Ulf'sche Gesetz.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Meistens haben hinterher alle schon vorher gewußt.
Etwas seltsam, daß der Typ gerade jetzt damit hervorkommt. Doch sein Doktorvater kann ja gegebenenfalls bezeugen was da, wenn, zu bezeugen ist.
Doch- hätte man das verschweigen dürfen?
[ 15 Uhr 41 ] - [ 1 Kommentar ]


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