27. Juni 2010
Hamburg: Big Ole is watching you: Datenschutz, personalisierter SMS-Spam aus der Bürgerschaft.
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Als wir mit dem Zug die Freie und Hansestadt Hamburg erreichten, piepsten unsere tollen Mobiltelephone: SMS.
Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg heisst Sie herzlich willkommen und wünscht Ihnen einen angenehmen Aufenthalt. Hummel-Hummel.
Ne, is klar, Ole von Beust höchstselbst wartet nur darauf, uns zu begrüßen, wobei unsere Mobilnummern derart geheim sind, daß wir sie selbst nicht wissen. Woher wissen die bloß, daß diese Nummern nicht Bewohnern Hamburgs gehören?
Morgens gabs dann wieder etwas, bei meiner Liebsten sogar mit "Grüzi miteinander." - Woher wissen die, daß sie Schweizerin ist? Aber nicht, wie man GRÜEZI richtig schreibt? Im Prinzip steht ja alles im Netz, aber wie verbinden die das mit der Mobilnummer?
Auch von unserem geplanten Besuch im Deutschen Schauspielhaus war die Rede. Bei uns beiden, obgleich nur ich bestellt hatte. Und am Morgen vor der Abreise: Hamburg wünscht Ihnen noch schöne Stunden und freut sich auf ein Wiedersehen - mit Bruno!
Unheimlich. Denn sämtliche Quellen erfordern Recherche, und die dann noch unseren Geheimnummern zuzuordnen...
Dürfen die das? Dürfen die uns überhaupt einfach so anspammen mit lauter gesammelten Daten?
1984 ist längst Realität. Dennoch hatte Orwell nicht recht. Denn es kam noch viel schlimmer.
[ 11 Uhr 48 ] - [ 11 Kommentare ]
In den Verliesen von Hamburg.
Kategorie: Verschiedenes
Ich hatte schon arge Bedenken, meine Liebste in den Dungeon zu schleifen. Vorsichtshalber und schäbigerweise sagte ich ihr nichts von dem, was uns dort erwarten würde. Ich wußte es eigentlich auch nicht richtig, ich war nur einmal mit meinem besten Freund auf Interrail im York Dungeon gewesen, das war am ehesten ein Foltermuseum, aber dies war auch schon fast genau zwanzig Jahre her.
Schon der Empfang war gruselig- siehe Bild. Und dann kam etwas a la Geisterbahn trifft Theater. Eingebunden in eine Tour durch die grauslichen Geschichten Hamburgs wurden Szenen gespielt und das Publikum eingebunden. Zum Beispiel wollte ein Folterknecht einem mittlerweile gefesselten Schüler den Pimmel abzwacken. Tat er zum Glück nicht, sonst hätten die hysterischen pubertierenden Weibsen der leider dazugehörigen Schulklasse noch schriller herumgekreischt wie abgestochen. Mein ohnehin schon defektes rechtes Ohr streikte für eineinhalb Tage. Nach der Tour, die immerhin eineinhalb Stunden dauerte, schnappte ich mir die Lehrerin und geigte ihr die Meinung empfahl ihr, ihren Gören bitte beizubringen, in tieferen Tonlagen zu kreischen.
Amüsante Schockeffekte mit zuckenden Moorleichen und Theaternebel führten zu einer Art Wildwasserbahn, in der diese hysterischen Zicken leider nicht ertranken. Zum Abschluß gab es noch freien Fall in so einer Art Astronautentrainingsmaschine. Darauf verzichteten wir allerdings lieber.
Der Eintrittspreis hatte mich zunächst geschockt- doch hat er sich gelohnt. Sogar die Kasse war prima besetzt: nachdem wir Kinderkarten verlangten, wollte sie Bestechungsgeld, von wegen ohne Erziehungsberechtigte gekommen.
Empfehlenswerter Ausflug. Allerdings dringend mitzunehmen: Valium Raumspray für hysterische Teenies.
Ich glaube, ich mache hier auch so einen Dungeon auf. Ich bräuchte mich nicht einmal groß zu verkleiden oder zu schauspielern, und die Sache mit den Wiedertäufern läßt sich erstklassig verwursten: Die werden immerhin am Schluß mit glühenden Zangen totgezwickt. Ich fürchte nur, nicht genug Wiedertäufer-Darsteller zu bekommen.
Hier ist der Ort.
[ 08 Uhr 28 ] - [ Noch kein Kommentar ]
25. Juni 2010
Big Brother für Geisteskranke?
Kategorie: Verrueckt
Da wird doch tatsächlich ein Bot entwickelt, der depressive und potentiell suizidgefährdete Kommentatoren im Netz herausfischen soll. Eine erstklassige Idee, finde ich. Erstklassig abartig. Denn ich möchte, daß mein soziales Umfeld bemerkt, daß mein Zustand kritisch wird, wenn ich da schon nicht von allein drauf komme. Nicht irgendeine blöde Big-Brother-Maschine (für Unterschichtenfernsehgucker: ist nicht der Container gemeint!)
Ich will nicht, daß meine Psyche überwacht wird von etwas oder jemandem, den diese einen feuchten Scheißdreck angeht! Meine Seele gehört mir! Und diese Software sollen sich diese Typen in den A.... ICH REGE MICH DOCH GAR NICHT AUF!!!!
Thema via Psychomüll und Chefarzt und Dr. Proll.
[ 23 Uhr 25 ] - [ Noch kein Kommentar ]
23. Juni 2010
See you later, navigator.
Kategorie: Vernetzt
Ich hatte meine Liebste immer ziemlich belächelt, weil sie sich nach ihrer Ankunft in Münster lange nach einem Navi gesehnt hatte. Nicht jeder kommt eben gut mit der Karte zurecht, aber einen GPS-gesteuerten Elektrodingsbums hielt ich trotzdem für den technischen Overkill. Und für zu teuer.
Nun, da wir technisch aufrüsten wollten, beschafften wir uns diese Smartphone-Dinger, da war dann auch GPS drinne. Ich dachte, dann ist sie zufrieden.
Nunja, innerhalb Münsters brauche zumindest ich das nicht, aber nun, in einer fremden Stadt.... war ICH begeistert. Ich nutze zwar nicht den eigentlichen Navi, aber seinen Standort und das Ziel auf einer handlichen Karte zu haben, die man nicht ständig neu falten muß, das ist schon ein gewaltiger Komfort. Geht einfach schneller damit.
Allerdings bin ich schon nach zwei Tagen der Nutzung dazu übergegangen, GPS nur bei akutem Bedarf ein- und sonst auzuschalten. Denn das Teil frißt Strom, das ist sagenhaft. Der Akku ist dann spätestens am Abend leer. Und zwar komplett. Aber so geht das recht gut. Aber Dauerbetrieb von GPS des HTC Tattoo ist absolut nicht ratsam.
[ 21 Uhr 48 ] - [ Noch kein Kommentar ]
21. Juni 2010
War da was in Schweden?
Kategorie: Verkohlt
Ach so, diese Prinzessin mit dem komischen Kinn da hat geheiratet. Gute Sache! Habe ich auch schon gemacht, mit meiner Frau nämlich. Da haben uns auch Menschen zugejubelt. Waren vielleicht nicht ganz so viele wie bei diesem degenerierten Aristokratengesocks, war aber mindestens genauso schön. Ich fand das jedenfalls toller als denen ihre Hochzeit da.
[ 21 Uhr 13 ] - [ 3 Kommentare ]
W***** ist ein Schlucki- na und?
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Man darf Mixa alles vorwerfen. Aber das ihm seine Alkoholkrankeit VORGEWORFEN wird, ist nicht fair- den anderen Alkoholikern gegenüber. Denn Alkoholismus ist eine Krankheit (ICD-10-Code F10.x). Und die Betroffenen leiden sehr darunter und an dem miesen Ansehen, das sie haben, und welches ihr "berühmter" Leidensgenosse noch weiter verschlechtert durch seine anderen Taten.
Ich glaube zwar nicht an eine Hölle, aber er möge seiner anderen Taten wegen dennoch darin schmoren.
Ich kenne jemand ganz liebes, dessen zuständiger Priester sein ganzes Leben bis heute versaut hat.
[ 20 Uhr 00 ] - [ 3 Kommentare ]
Schwiizerdüütsch, schweizer Hochdeutsch, deutsches Hochdeutsch.
Kategorie: Literarisch
Wenn meine Liebste in die Schweiz telephoniert, spricht sie wie alle SchweizerInnen, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Ich verstehe das mittlerweile auch recht gut, auch wenn ich in Geprächen immer noch Hochdeutsch sprechen muß. Das Hochdeutsche ist in der Schweiz eher etwas für offizielle Angelegenheiten, Schule, Parlament und Höflichkeit.
Hier spricht meine Liebste Hochdeutsch, denn Schweizerdeutsch würde hier niemand verstehen. Wobei sich auch das schweizer Hochdeutsch vom deutschen Hochdeutsch etwas unterscheidet. Ähnlich wie in Österreich gibt es für manche Dinge andere Ausdrücke. Teilweise ist auch die Grammatik etwas anders, was aber nur für wenig Schwierigkeiten sorgt: gemolden für gemeldet zum Beispiel. Satzstellungen wie schön bist Du hier klingen sogar viel besser als die bundesdeutsche Version schön, daß Du hier bist. Angenehmer, weicher.
Während meine Liebste in ihr schweizer Hochdeutsch immer mehr Bundeshochdeutsch mit lokalen Besonderheiten einbaut (bißken statt bißchen), übernehme ich z.B. teilweise obengenannte Satzstellungen.
Das einzige, was mir nicht gefällt: kein "ß" - aber das kann die Völkerverständigung nicht wirklich behindern.
[ 10 Uhr 36 ] - [ 5 Kommentare ]
Ausgeflattrt.
Kategorie: Vernetzt
Ich habe meinen Flattr-Button entfernt und um Löschung meines Accounts gebeten. Warum?
Bringt nix. Wurde so gut wie kaum genutzt, und der Aufwand stand somit in keinem Verhältnis zum Nutzen. Ein paar Cent (nicht mehr!) Nutzen. Aufwand: Meine Blogsoftware (Nucleus) hat kein Plugin, welches Artikel automatisch meldet- alles mit der Hand.
Weg damit. Der Spendenbutton bringt da mehr (Danke, H.C.!!!!), um mir die Kosten zu dämpfen.
[ 09 Uhr 39 ] - [ Noch kein Kommentar ]
19. Juni 2010
Ich brauche fast nicht mehr aus dem Haus.
Kategorie: Vernetzt
Einkaufen kann ich bei E-Bay und Amazon und wasweißich, das Zeug wird mir in die Hütte geliefert. Naja, immerhin muß ich die Tür aufmachen. :-/
Viele Besorgungen wie Bahnfahrkarten und mancher Verwaltungskram läßt sich per Webformular, Telephon oder E-Mail abhaken, auch per Smartphone unterwegs (ach nee, da bin ich ja eh draußen). Schlange stehen adé und blöde Fritzen am Schalter auch. Fahrkahrten kann ich auch per MMS bekommen, spart Papier. Sollte ich mal irgendetwas tatsächlich per Post verschicken müssen, bekomme ich immerhin die Briefmarken online zum Ausdrucken, Ausschneiden, Aufkleben. Nur Nicht-Standard-Marken z.B. ins Ausland (vor allem in die Schweiz natürlich) sind etwas mühsam in der Bestellung.
Aber Sonnenschein gibt es doch nicht frei Haus, dafür muß ich raus. Und stelle fest, das es mir dort ganz gut gefällt.
[ 21 Uhr 43 ] - [ Noch kein Kommentar ]
Spendet wenigstens Ihr Knochenmark!
Kategorie: Vergangen
Infos gibt es beim Zentralen Knochenmarksspenderregister Deutschland. (Schweiz, Österreich)
Ich darf leider nicht. Ich erfülle Kriterien, die das verbieten.
Immer wieder wird aufgerufen, sich zu registrieren. Meist mit konkreten Fällen, meist sind es Kinder, die dringend welches brauchen. Doch auch Erwachsene warten sehnsüchtig. Einem Bekannten einer meiner Schwestern hat die Knochenmarkspende das Leben gerettet.
Die Organisation läuft auch international. Werdet Lebensretter!
[ 10 Uhr 41 ] - [ 8 Kommentare ]
Guten Morgen! (Noch etwas zerknittert)
Kategorie: Verschiedenes
[ 10 Uhr 20 ] - [ 2 Kommentare ]
18. Juni 2010
Ain Volk, ain Rrraich, ain Foßball oder: Serbien muß sterbien.
Kategorie: Verkohlt
Für alle, die so etwas nicht kennen, vor allem potentielle Trolle: Dies ist Satire.

Im Jahr 92 nach dem Ende des ersten Weltkrieges:
Das Deutsche Reich Die Deutsche Nationalmannschaft hat eine wichtige Schlacht ein Spiel verloren, und am Bahnhof ist die Hölle los. Besoffene randalieren und polieren sich voller Sportsgeist gegenseitig die Fresse. Daß ausgerechnet Doitschland eine Niederlage einfahren muß, ausgerechnet gegen Serbien! Das hat garantiert damit zu tun, daß das Doitsche Rrraich vor knapp siebzig Jahren Seit an Seit mit der kroatischen Ustaša und deutscher Grröndlächkait erstmal Zucht und Ordnung in den verlotterten Balkan brachte.
Schuld ist vor allem auch der parteiische unparteiische Schiedsrichter, ein Spanier, der offenbar undankbar ist für für die Hilfe der Deutschen, die Generalissimo Franco für 36 Jahre an die Macht zu kommen halfen. Undankbar auch deshalb, weil die deutschen Kolonien auf spanischem Territorium (Malle und so) viel Geld abwerfen, so viel Geld, daß man auch den deutschen Abschaum kompensieren kann.
Mal sehen, ob bei einer eventuellen Niederlage gegen Ghana wieder Horden "Bimbos klatschen" gehen.
[ 20 Uhr 25 ] - [ 8 Kommentare ]
Über Überschriften, einschlagende Schlagzeilen und polarisierende Polemik.
Kategorie: Vernetzt
Eine Bedienungsanleitung.
Nicht immer mögen LeserInnen meinen Stil. Ich neige dazu, drastisch zu formulieren und zu überspitzen. Das versteht nicht jeder. Doch das Gros meines Publikums hat damit weniger Probleme.
Tips zur Lektüre hier: Nicht nur die Schlagzeile lesen, meistens kommt danach erst der eigentliche Inhalt.
Die Artikel zum Thema HUMOR und SATIRE bei Wikipedia könnte vielleicht helfen, sich hier zurechtzufinden, auch sich mit DEPRESSION zu beschäftigen hilft bei manchen Artikeln.
Wer mich unbedingt BELEIDIGEN will, sollte dabei kreativ sein, nur Beleidigungen, die mir gefallen, lasse ich stehen.
[ 13 Uhr 06 ] - [ 5 Kommentare ]
LastFM. Irres Programm.
Kategorie: Vernetzt
Ich hatte zwar schon vor Jahren einen Account bei last.fm eingerichtet, ihn jedoch nie wirklich genutzt. Das tue ich erst seit einigen Tagen. Das Prinzip, sich eine Art lernfähigen Radiosender nach seinem Musikgeschmack zu basteln finde ich ziemlich geil, allerdings ist mein persönliches Programm etwas, äh, eigenwillig.
Mein etwas inhomogener Musikgeschmack erzeugt ein etwas inhomogenes Programm.
[ 10 Uhr 40 ] - [ 2 Kommentare ]
17. Juni 2010
Die spinnen, die Helvetier: Schweizer Rechte will Schwaben einsacken!
Kategorie: Meine unqualifizierte Meinung
Zum Glück ist meine Liebste rechtzeitig aus der Schweiz geflohen, und zwar zu mir nach Westfalen, weit genug entfernt vom Zielgebiet der EroberungsExpansionspläne der Schweizerischen Volkspartei (SVP). Deren Führer, Dominique Baettig, ein gelernter Psychiater, dem offenbar die Arbeit mit psychisch Kranken nicht gut bekommen ist, möchte auch noch Teile von Frankreich, Österreich und Italien einkassieren für seine offensichtlichen Pläne vom Großschweizer Reich. Die ärmsten, dann müssen die sich auch noch mit diesen bekloppten Tastaturen und Steckdosen herumärgern.
Ich weiß nicht recht, ob ich das lustig finden soll.
[ 13 Uhr 18 ] - [ 24 Kommentare ]


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